Wirtschaft
Schweiz

Häuserpreise in der Schweiz steigen weiter

Häuserpreise in der Schweiz steigen weiter

02.06.2021, 08:2002.06.2021, 08:20

Wohneigentum ist in der Schweiz im Mai noch teurer geworden. Dagegen blieben die Mieten im Vergleich zum Vormonat weitgehend unverändert.

Die Preise für Einfamilienhäuser stiegen im Vergleich zum Vormonat um 1.1 Prozent, wie aus dem am Mittwoch publizierten «Swiss Real Estate Offer Index» hervorgeht. Auf Jahressicht erhöhten sich die Hauspreise damit um 6.5 Prozent.

Wohnen im Einfamilienhaus ist in der Schweiz ein seltenes Privileg: 22,6 Prozent der Schweizer Wohnbev
Der Preis für Einfamilienhäuser steigt und steigt.Bild: KEYSTONE

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Eigentumswohnungen: So sei in Inseraten dafür im Mai 0.8 Prozent mehr verlangt worden als noch im April und gar 5.5 Prozent mehr als im Mai 2020, so die Studie.

Ein Ende ist nicht in Sicht

Geht es nach den Studienautoren, dürften die Preise für Wohneigentum auch in den kommenden Monaten weiter steigen. «Neben einem generell grösseren Wohnraumbedarf, etwa aufgrund von Homeoffice, bewirken die pandemiebedingte Wirtschaftskrise und die geldpolitischen Gegenmassnahmen auch eine erhöhte Angst vor Inflation», lässt sich Martin Waeber von Scout24 zitieren.

Die Käufer erhofften sich vom Erwerb von Wohneigentum auch einen Entwertungsschutz, so Waeber weiter. Und während die Nachfrage weiter anziehe, werde das knappe Angebot nur langsam ausgeweitet. «Diese Kombination dürfte die Preisspirale auch in den kommenden Monaten weiterdrehen lassen.»

Mieten wenig verändert

Das Preisniveau bei den Mieten zeigt sich im Mai gegenüber den Vormonat laut der Erhebung wenig verändert. So gingen die Mieten insgesamt um 0.1 Prozent zurück. Abgesehen von den grossen Zentren herrsche weiterhin eher ein Überangebot an Mietwohnungen, heisst es dazu.

Nach Region gingen die Mieten im Tessin mit -2.1 Prozent am stärksten zurück. Auch in der Zentralschweiz (-0.6 Prozent) und in der Grossregion Zürich (-0.5 Prozent) waren die Mieten rückläufig. Leicht höher oder konstant blieben sie in der Nordwestschweiz, der Ostschweiz, in der Genferseeregion und im Mittelland.

Der Swiss Real Estate Offer Index wird monatlich von Immoscout24 in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen IAZI erhoben. (sda/awp)

Häuser, sorry «Häuser», unter 10'000 Franken

1 / 61
Häuser, sorry «Häuser», unter 10'000 Franken
In Piperkovo, Bulgarien, 200 Kilometer von Sofia entfernt, steht die günstigste aller hier gezeigten Immobilien. Bild: rightmove
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
12 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12
Die Schweizer Einkaufsstrassen sind voll wie nie – warum Händler trotzdem jammern
Die Schweizer Detailhändler rechnen mit einem schlechten Jahr. Doch aktuelle Daten zeigen: Nicht alle Branchen leiden. Für Lebensmittel geben die Menschen etwa mehr Geld aus, während Kleider-Läden darben. Die Gründe.
Der Detailhandel leidet. Läden schliessen, Preise sinken, Flächen bleiben leer. Der Branchenverband Swiss Retail Federation teilte vor kurzem mit, die Umsätze seien 2025 unter jenen des Vorjahres geblieben – laut ersten Auswertungen um bis zu 1,3 Prozent. Eine Trendwende sei nicht in Sicht. Der tiefen Inflation, Reallohnerhöhungen und einem Preiskampf im Detailhandel stünden etwa höhere Prämien für die Krankenkassen gegenüber. Die Haushalte würden «auf die Ausgabenbremse treten». «Es bereitet uns Sorge», wird Direktorin Dagmar Jenni zitiert.
Zur Story