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Was sich die Apothekerin anhören muss, die die Homöopathie verbannt hat



Es war ein Interview, das Wellen warf: Vor ein paar Tagen erklärte Iris Hundertmark, wieso sie in Ihrer Apotheke im bayerischen Weilheim keine homöopathischen Mittel mehr anbietet und diese nur noch auf Nachfrage und mit vorgängiger Beratung bestellt. 

Medien aus dem gesamtem deutschsprachigen Raum berichteten über die Haltung der Apothekerin. In den Kommentarspalten der Onlineportalen ging es hitzig zur Sache.

Wie es in der Inbox von Iris Hundertmark aussieht, können wir nur erahnen. Ein kleiner Einblick bietet ein Mailverkehr mit einer Berufskollegin, den die Apothekerin auf Twitter veröffentlicht hat:

Die erste Mail:

«Sehr geehrte Kollegin! Über Ihren Artikel habe ich mich als u.a. homöopathisch arbeitende Apothekerin sehr geärgert!!!! Vorallem über die Aussage ‹Ich bin eine ehrlich Apothekerin!›. Soll das etwa heissen, dass ich, nur weil ich mich in Sachen Homöopathie im Gegensatz zu Ihnen auskenne und deswegen erfolgreich damit arbeite, eine unehrliche Apothekerin bin??????»

«Ich habe zufällig auch Pharmazie studiert, deswegen muss ich aber nicht nur Chemie verkaufen. Mit Ihren Äusserungen fallen Sie allen homöopathisch arbeitenden Kollegen, Ärzten, Heilpraktikerinnen, etc. in den Rücken und stellen diese als Lügnerinnen hin! Und das in öffentlichen Medien! Gehts noch!»

«Es zwingt Sie keiner, Homöopathien zu verkaufen. Wenn Sie der Ansicht sind, dass Paracetamol besser ist, dann verkaufen Sie halt noch eine Zitrone dazu und gut ists. das was Sie da machen ist Rufschädigung und das muss sich keiner bieten lassen. […] Sie haben öffentlich demonstriert, dass Sie keinerlei Ahnung von Homöopathie haben und ich wünsche Ihnen, dass alle Homöopathen Ihre Apotheke künftig meiden werden. […]»

Sie bedaure zutiefst, sie in ihrem Ehrgefühl verletzt zu haben, schreibt Hundertmark ihrer Berufskollegin zurück. Und schlägt vor:

«Vielleicht setzten Sie sich in einer ruhigen Minute, wenn sich Ihr akuter Ärger über mich ein wenig gelegt hat, noch ein zweites schmerzhaftes mal vor das Geschriebene und lesen es bedacht rational und weniger emotional. Danach stimmen Sie meinen wissenschaftlich fundierten Argumenten sicher zu.»

Vergeblich, wie die Antwort der «unehrlichen Apothekerin aus Leidenschaft und Überzeugung» zeigt:

«Ich pfeife auf ihre wissenschaftlich fundierten Argumente und werde Ihren Artikel meinem Anwalt und der Apothekerkammer weiterleiten. Dann werden wir sehen wie Sie argumentieren werden! Dem BAV (Bayerischer Apothekenverband a.d.R.) schreibe ich, dass er sämtliche homöopathischen Fortbildungskurse streichen soll, da alles Lüge. Die Kammer soll dann die Ausbildung zur / zum Fachapotheker für Homöopathei und Naturheilkunde auch gleich absagen, damit nicht noch mehr Lügner herangezogen werden! Ehrlich, Sie tun mir jetzt schon richtig leid.»

Zur Einordnung: 

Hundertmark scheint ob der Zuschriften den Humor nicht verloren zu haben. Ein Bild auf Twitter zeigt, wie sie sich die Energie für den Arbeitstag holt: Mit dem Zucker aus den Globuli …

9 Nies-Typen, die anstecken - zum Lachen

Video: watson

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