Menschen trauen Xi mittlerweile mehr als Trump
Es ist das erste Mal, dass China in Sachen globalem Ansehen vor den USA liegt, berichtet die BBC. Die US-Denkfabrik Pew Research Center hat dafür zwischen Februar und Mai 2026 über 42'000 Menschen aus 36 Ländern befragt. Zwar würden die Menschen generell sowohl US-Präsident Trump als auch Chinas Staatschef Xi Jinping wenig Vertrauen entgegenbringen – meistens kam es von weniger als der Hälfte der Menschen in einem Land. Trotzdem hat Xi die Nase vorn.
Nur 4 Prozent der Menschen im Westjordanland trauen Trump eher als Xi
Am deutlichsten hinter China stehen die Menschen in Pakistan mit 90 Prozent; 83 Prozent von ihnen haben mehr Vertrauen in Xi als in Trump. Hingegen bevorzugen China nur elf Prozent der Japanerinnen und Japaner und lediglich sieben Prozent von ihnen vertrauen Xi eher als Trump.
Der US-Präsident wiederum geniesst das grösste Vertrauen der Menschen auf den Philippinen mit 68 Prozent. Das grösste Misstrauen hingegen herrscht im Westjordanland mit lediglich vier Prozent der Menschen, die Trump eher vertrauen.
Nur in sechs Ländern geniessen die USA noch etwas mehr Ansehen als China: in Polen, den Philippinen, Südkorea, Indien, Japan und Israel.
China mischt sich weniger in die Angelegenheiten anderer Länder ein
Besonders Länder mit einem mittleren Einkommen tendieren eher zu China, wohlhabende hingegen misstrauen der Grossmacht in Asien eher. Nur Singapur weicht vom Kurs ab und tendiert ebenfalls eher zu China.
Die USA würden zwar die persönliche Freiheit stärker respektieren als China, dafür mische sich dieses nicht so oft in die Belange anderer Länder ein, so die Meinung der Befragten. Vor allem in Spanien, Indonesien, Italien, Griechenland und Kanada fand eine deutliche Verschiebung der positiven Einstellung Richtung China statt.
Der Gastwissenschaftler am Forschungszentrum Carnegie China, Chong Ja Ian, hat für die Verschiebung auch eine Erklärung: «Die Unberechenbarkeit der US-Politik, eingeschlossen der Einsatz von Gewalt und die daraus resultierenden ökonomischen Schäden, hat viele verunsichert», sagt er der BBC.
Dennoch dürfe man nicht vergessen, dass Xi China autoritär führt. Zwar möge China berechenbarer wirken, an Xis Führungsstil ändere das aber nichts. (vro)
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