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The Falcon 9 rocket to be launched by SpaceX on a cargo re-supply service mission to the International Space Station sits on launch pad 40 at Cape Canaveral Air Force Station  in Cape Canaveral, Florida January 5, 2015.  SpaceX will attempt to land the booster on a barge in the Atlantic Ocean. REUTERS/Scott Audette (UNITED STATES - Tags: SCIENCE TECHNOLOGY TRANSPORT BUSINESS)

Die «Falcon 9»-Rakete ist startbereit. Bild: SCOTT AUDETTE/REUTERS

Revolutionärer Versuch

Start der ersten Recycling-Rakete abgebrochen

06.01.15, 11:17 07.01.15, 08:11

Jedes Mal, wenn bei einem Raketenstart die Starthilfsrakete in den Ozean fällt, entsteht Abfall in Millionenhöhe. Es ist, als ob man nach einem transkontinentalen Flug eine ganze Boeing 747 wegwerfen würde. So sieht das zumindest Elon Musk, Chef des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX.

Seine Lösung: Wiederverwertbare Raketenteile. Heute um 12.20 Uhr MEZ sollte in Florida zum ersten Mal eine «Falcon 9»-Trägerrakete starten, deren erste Stufe nicht einfach im Meer versinkt, sondern auf einer Plattform landen soll, damit man sie für zukünftige Starts wieder brauchen kann. Aus diesem Grund wurde die Rakete erstmals mit Gitterflossen ausgestattet, mit denen man sie besser steuern kann.

Start auf Freitag vertagt

Der Start der innovativen Rakete wurde heute aber laut einer Twitter-Meldung von SpaceX abgebrochen: 

Am nächsten Freitag soll um 5 Uhr Ortszeit ein weiterer Startversuch erfolgen. Grund für den Startabbruch ist laut Musk ein «merkwürdiges Verhalten» des «Z-Antriebs der zweiten Stufe»:

Motor zünden und zur Plattform fliegen

«Wiederverwendbarkeit ist der entscheidende Durchbruch, den die Raumfahrt braucht, um auf die nächste Stufe zu kommen», sagte Musk an einer Ansprache am Massachusetts Institute of Technology.

Während die zweite Raketenstufe die Ladung zur Internationalen Raumstation (ISS) bringt, fällt die erste nicht wie normal ins Meer: Sie zündet ihre Motoren wieder und fliegt zu einer extra eingerichteten Plattform etwa 300 Kilometer östlich der Küste Floridas.

FILE - In this May 29, 2014 file photo, Elon Musk, CEO and CTO of SpaceX, introduces the SpaceX Dragon V2 spaceship at the SpaceX headquarters in Hawthorne, Calif. Minutes after a planned launch from Cape Canaveral on Tuesday morning, Jan. 6, 2014, the first stage of the unmanned Falcon rocket will aim for a vertical test landing on a barge in the Atlantic. The California company has attempted such landings on the open sea, but never on a platform like this. (AP Photo/Jae C. Hong, File)

Raumfahrt-Pionier Elon Musk. Bild: Jae C. Hong/AP/KEYSTONE

SpaceX hat schon zuvor ähnliche Methoden ausprobiert: Man brachte die erste Raketenstufe zum Schweben, bevor sie ins Wasser fiele. «Wir konnten die Starthilfsrakete schon zweimal sanft ins Meer bringen. Leider fielen sie nach ein paar Sekunden um und explodierten», sagt Elon Musk zur New York Times

Das Problem: Diese Raketen sind so hoch wie ein 14-stöckiges Gebäude. Und wenn ein solches umfällt, kracht es. «Deshalb müssen wir sie auf einer schwimmenden Plattform landen können», so Musk. Die Plattform ist etwa so gross wie ein Fussballfeld, 90 Meter lang und 50 Meter breit. Beim Landungsversuch werden sich keine Menschen darauf befinden.

Chancen kleiner als 50 Prozent

Musk schätzt die Erfolgschancen auf 50 Prozent oder weniger. Für die Zukunft ist er zuversichtlicher: «Bei den zwölf geplanten Flügen dieses Jahr liegt die Wahrscheinlichkeit bei 80 oder 90 Prozent, dass eine davon sicher landen kann.» Das Ziel ist, dass die Starthilfsrakete direkt zurück zur Startbasis fliegen kann. Später soll auch die zweite Stufe wiederverwertbar gemacht werden.

Die unbemannte Rakete soll über 2200 Kilogramm an Material zur ISS liefern, es ist die fünfte Mission dieser Art von SpaceX. (rey)



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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