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Cancellara-Manager teilt auf alle Seiten aus

Armin Meier, directeur du Tour de Suisse, parle lors de la conference de presse du Tour de Suisse ce jeudi 5 juin 2008 a Bern. L'edition 2008 du Tour de Suisse a velo commence le 14 juin a Langna ...
Armin Meier: Früher Radprofi, dann «Tour de Suisse»-Direktor, heute Manager von Fabian Cancellara.Bild: KEYSTONE

Twitter-Beef um Doping eskaliert – Cancellara-Manager teilt auf alle Seiten aus

Aufgrund eines Tweets von Lance Armstrong hat NZZ-Sportreporter Christof Gertsch die Doping-Gerüchte um Olympia-Sieger Cancellara zusammengefasst. Dessen Manager reagiert auf Twitter mehr als ungehalten.
13.08.2016, 00:4626.08.2016, 10:56
jonatan schäfer

Nach dem perfekten Karriereabschluss von Fabian Cancellara mit der Goldmedaille im olympischen Zeitfahren sorgt ausgerechnet der geschasste Dopingsünder Lance Armstrong für unschöne Nebengeräusche. Nach einem Gratulations-Tweet des Radsportteams Trek-Segafredo bringt Armstrong eine alte Geschichte wieder auf den Tisch.

Das Wort «Luigi» bezieht sich auf auf einen Decknamen in der Kartei des spanischen Dopingarztes Eufemiano Fuentes. Ein Interview mit Tyler Hamilton im Jahr 2013 brachte Fabian Cancellara in Verbindung mit «Clasicómano (Luigi)», ein Name auf der Kundenliste von Fuentes. Die Gerüchte um eine Doping-Verwicklung des Schweizers verstummten jedoch schnell, nachdem der Niederländer Thomas Dekker zugegeben hatte, die Person hinter «Clasicómano (Luigi)» zu sein. Genau dieser Dekker meldete sich aber nach dem Armstrong-Tweet wieder zu Wort – und dementiert jetzt plötzlich seine Beteiligung.

Cancellara nahm gegenüber der NZZ vor dem Heimflug in die Schweiz Stellung: «Nichts ist wahr. Und es kümmert mich auch nicht, was geredet wird. Schon gar nicht, was Armstrong redet. Er ist der Letzte, der reden darf». 

Doch genau dieser NZZ-Artikel von Christof Gertsch, der die Doping-Vorwürfe gegenüber Cancellara in aller Ausführlichkeit wieder aufgerollt, befeuert die Posse zusätzlich: Cancellara-Manager Armin Meier war über den Artikel derart erbost, dass er in einem zweideutigen Tweet auf Gertschs Artikel reagiert. 

Screenshot des Meier-Tweets.
Screenshot des Meier-Tweets.

Meiers bewegte Geschichte 

Meier hat nach seiner Radsport-Karriere den Direktoren-Posten der Tour de Suisse und später beim Verlagshaus Ringier das Management der Sportler-Vermarktungsagentur Infront übernommen. Deren wichtigsten Kunden Cancellara hat Meier vergangenes Jahr in die Selbstständigkeit mit seiner Firma Human Sports Management mitgenommen.  

Meier ist ebenso wie Dekker und Armstrong ein überführter Doper. Er war Teil des 1998 von der französischen Polizei als Exempel statuierten Doping-Teams Festina und wurde zusammen mit Alex Zülle, Laurent Dufaux und sämtlichen weiteren Teammitgliedern in U-Haft gesteckt und von der Tour de France ausgeschlossen. 

Nichtsdestotrotz regt sich Meier über seinen Doper- und Rennfahrer-Kollegen Armstrong in ähnlich unreflektierter Weise auf, wie über Gertsch und bezeichnet diesen schlicht als «menschliches Wrack»:

Übrigens: Vor nicht allzu langer Zeit war die Beziehung von Cancellara und Armstrong noch in bester Ordnung, wie dieser Tweet des Schweizers in bestem Cancellara-Englisch zeigt. 

Die grössten Erfolge von Fabian Cancellara

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