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Manfred Nüscheler fühlt sich auf der Rolle pudelwohl.
Manfred Nüscheler fühlt sich auf der Rolle pudelwohl.
Unvergessen

Nie hat einer schneller gestrampelt als Manfred Nüscheler - Weltrekord

22. März 1995: Manfred Nüscheler stellt einen Weltrekord auf. Auf einem Rennvelo auf der Rolle tritt er so gewaltig in die Pedale, dass er während fünf Sekunden 2378 Watt drückt. Und sein «Sport» sieht dazu noch urkomisch dazu.
22.03.2021, 00:0519.03.2021, 13:08

Bestimmt hast du dich auch schon mal im Fitness-Center auf ein Velo geschwungen und in die Pedale getreten. Diese Geräte verfügen in aller Regel über die Funktion, die dir die Anzahl der Umdrehungen pro Minute anzeigt. Achte beim nächsten Mal auf diesen Wert und ich sage dir: Wenn du mit einem mittleren Gang während mehr als einer Minute 150 Umdrehungen schaffen, dann bist du schon sehr gut.

Aber nie im Leben bist du so gut wie Manfred Nüscheler. Der Bestwert des Berners liegt bei unglaublichen 271 Umdrehungen pro Minute. In anderen Worten: Pro Sekunde schaffte der damals 39-Jährige einst 4,52 Pedalumdrehungen. Und so sah das aus, wenn Nüscheler durchdrehte:

Die Beine des gut 100 Kilogramm schweren Velofahrers wirbeln zu schnell für die Kamera.

Bei Nüschelers Weltrekord vom 22. März 1995, aufgestellt im Berner Kursaal, kann er während fünf Sekunden eine Leistung von 2378 Watt drücken. Er tritt dabei mit umgerechnet 3,3 PS in die Pedalen. Ein Mann, ein Drahtesel – mehr als drei Pferde. In Kurt Felix' Samstagabend-Kiste «Supertreffer» hat er 1991 einen Auftritt, bei dem er alleine mit seiner Muskelkraft genügend Strom für 100 Elektrorasierer erzeugt:

Manfred Nüschelers Auftritt in «Supertreffer».

Etablierte Profis haben bei Show-Wettkämpfen das Nachsehen, sodass Nüscheler die Gegner ausgehen. «Es will sich doch niemand lächerlich machen», äussert er im Magazin «Facts» Verständnis für die Absagen von Ex-Sprintstar Urs Freuler, Sechstage-König Bruno Risi oder Olympiasieger Pascal Richard. Letzteren bezwang er einst in einem 500-Meter-Rollensprint deutlich. «Seit sie wissen, dass ich ihn geschlagen habe, wollen die Spitzenfahrer nicht mehr antreten.»

Ein Blick auf den Tacho beweist: Nüscheler ist in der Lage, mehr als 2000 Watt zu treten.

Auf zehn Einträge im Guinness-Buch der Rekorde bringt es Nüscheler. Von 0 auf 100 beschleunigte er in 1,7 Sekunden. 164,1 km/h beträgt sein Spitzenwert. Der frühere Rad-Nationaltrainer Wolfram Lindner bedauerte, dass sein Talent nicht früher entdeckt und gefördert wurde: «Speziell im 1000-Meter-Zeitfahren und im Bahnsprint hätte er es zu Medaillen bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen bringen können.»

Manfred Nüscheler kam nicht vom Fleck und bewegte trotzdem die Welt. Zumindest jene des Rollensprints.

«Iistiige bitte!»
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