Schweiz
Zürich

Neonazis attackieren Juden in Zürich

Neonazis attackieren Juden in Zürich

26.07.2015, 07:5526.07.2015, 12:08

Eine 20-köpfige Gruppe Rechtsextremer hat am Abend des 4. Juli in Zürich Wiedikon einen orthodoxen Juden angegriffen. Das schreibt die «Sonntagszeitung». Gemäss dem Artikel stellten sich die Neonazis dem Juden in den Weg, machten den Hitlergruss und schrien antisemitische Parolen. 

Der Anführer der Gruppe habe dem Juden ins Gesicht gespuckt und ihn geschubst. Passanten alarmierten die Polizei, danach liessen die Neonazis von ihrem Opfer ab.  

Israelitischer Gemeindebund ruft zu Wachsamkeit auf

Die Polizei untersucht den Fall. Beim mutmasslichen Haupttäter handelt es sich um den vorbestraften Kevin G. (27) aus Hombrechtikon. Er ist Frontmann und Sänger bei der Rechtsrock-Band Amok, die am 1. August einen Auftritt im Raum Zürich plant.

Kevin G. (rechts).
Kevin G. (rechts).Bild: info.antifa.ch

Neben Amok stehen am internationalen Anlass unter dem Motto «Rock fürs Vaterland» auch rechtsextreme Hassgruppen aus Deutschland und England auf dem Programm.

Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) fordert die Behörden zu erhöhter Wachsamkeit auf. «Was am 4. Juli in Wiedikon passierte, macht uns sehr betroffen», sagt Generalsekretär Jonathan Kreutner. (feb) 

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44 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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PolloHermano
26.07.2015 10:45registriert Juni 2014
Wir müssen uns ernsthaft Gedanken machen! Rassismus und Fremdenhass scheinen fast schon salonfähig zu werden. Denkt an die Vergangenheit und denkt daran, dass man jemanden wie Hitler und den Tod von Millionen Unschuldigen niemals wieder erleben will!
Aber Fremdenhass und der tägliche Rassismus bieten der braunen Suppe und deren Gedankengut einen guten Nährboden.
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Wandtafel
26.07.2015 10:39registriert März 2015
ach Kevin...
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Karl33
26.07.2015 10:40registriert April 2015
Hombrechtikon scheint eine Hochburg der Neo-Nazis zu sein. Schon vor 3 Jahren hat dort ein Nazi-Umzug stattgefunden, bis heute wurde dieser weder aufgeklärt noch hatte der Umzug sonst Konsequenzen. Ob es möglicherweise damit zu tun hat, dass in der politisch sehr weit rechts stehenden Gemeinde (ein Gemeinderat mit 3 SVP-lern und 3 FDP-lern, nebst einem Parteilosen) bei etlichen Bürgern Sympathien für dieses braune Gedankengut vorhanden sein dürften?
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