Im Wallis wurden zwei Tamoil-Schornsteine gesprengt
Der Rückbau der seit 2015 stillgelegten Raffinerie des Erdölkonzerns Tamoil in Collombey-Muraz VS geht weiter. Am Donnerstagnachmittag fand eine kontrollierte Sprengung der beiden hundert Meter hohen Industrieschornsteine statt. Sie stammen aus dem Jahr 1963 und wogen rund 4000 Tonnen.
Für die Sprengung wurde eine Sicherheitszone eingerichtet, die von der Polizei vollständig abgesichert wurde. Rund eine Stunde lang waren die umliegenden Strassen gesperrt. Für die Sprengung wurden rund 50 Kilogramm Sprengstoff verwendet. Die Vorbereitungen liefen bereits seit Februar.
Der Kanton Wallis teilte vor gut einer Woche im Zusammenhang mit belasteten Industriearealen und Deponien mit, dass die ehemalige Raffinerie in Collombey-Muraz auch zu den am stärksten mit synthetischen Industriechemikalien belasteten Orten im Kanton Wallis zähle. Insbesondere die Belastung durch Per- und Polyfluoralkylsubstanzen, auch als PFAS bekannt, stellt dabei eine Herausforderung dar.
Die Sanierung des Areals gestaltet sich besonders komplex, derzeit laufen Gespräche zwischen Gemeinde, Kanton und Unternehmen. (sda/vro/sbo)
