Sport kompakt

Neue Diszplin «Selfie schiessen»

Samsung will an der Eröffnungsfeier keinen Sportler mit einem iPhone sehen

Sportler schiessen Fotos von Wayne Gretzky, der die Fackel bei der Eröffnungsfeier der Spiele von Vancouver trug. Bild: AP

Wenn am Freitagabend in Sotschi die Olympischen Winterspiele 2014 eröffnet werden, dann werden tausende Sportler diesen Moment mit einem Selfie festhalten. Doch aufgepasst: IOC-Sponsor Samsung will nicht, dass in den Fernsehbildern zu sehen ist, wie ein Athlet Fotos oder Videos mit einem Konkurrenzprodukt macht.

Samsung schenkt deshalb jedem Sportler ein Smartphone. Im Gegenzug für das Galaxy Note 3 verlangen die Südkoreaner, dass bei der Verwendung eines iPhones das Apfel-Logo abgedeckt ist, damit das Smartphone nicht auf den den ersten Blick erkannt wird.

Samsung hat am Tag vor der Eröffnungsfeier die Forderung dementiert, sie hätten «keine solchen Massnahmen gefordert».  (ram/si)

Publiziert: 04.02.14, 17:54 Aktualisiert: 07.02.14, 16:40

Shaqiri ist bei torlosem Derby lange nur Zuschauer – zwei Penaltys sorgen auch in Rom für ein Remis

Wie immer hart umlämpft, doch ohne Sieger: Das Mailänder Derby. Bild: EPA/ANSA

Das Mailänder Derby zwischen Inter und Milan endet torlos. Xherdan Shaqiri wird im prestigeträchtigsten Spiel der Serie-A-Rückrunde erst in der 77. Minute eingewechselt.

Eine Inter-Fan-Delegation aus Albanien investierte 28 Stunden, um im San Siro mit 75'000 weiteren Tifosi dabei zu sein beim letztlich unspektakulären 0:0 der gefallenen Mailänder Grössen. Mehr als 250 Journalisten akkreditierten sich für das Derby della Madonnina. Obschon Internazionale und Milan ins nationale Mittelmass abgeglitten sind, geniesst die Affiche noch immer höchsten Stellenwert. Auf den Ex-Bayern-Jungstar Xherdan Shaqiri, schon in Verona nur zweite Wahl, setzte Mister Mancini im prestigeträchtigsten Spiel der Rückrunde erst ab der 77. Minute. Zwei, drei gute Bälle trat «Shaq», das vierte Remis vor eigenem Publikum in Folge war allerdings auch vom teuren Joker nicht mehr abzuwenden. 

Francesco Totti schiesst die Roma früh in Führung, kann den Ausgleich aber auch nicht verhindern. Bild: TONY GENTILE/REUTERS

Die AS Roma verpasste die Rückkehr auf den zweiten Tabellenplatz. Der Vizemeister musste sich zu Hause gegen Atalanta Bergamo mit einem 1:1 begnügen. Ein früh verwandelter Penalty von Captain Francesco Totti (3.) war zu wenig, Atalanta glich durch German Denis ebenfalls per Penalty aus (23.). Die Roma liegt damit weiterhin hinter dem punktegleichen Stadtrivalen Lazio, der am Samstag Leader Juventus Turin mit 0:2 unterlag, auf Rang drei. In der vorletzten Runde gibt es noch ein direktes Duell der beiden Römer Klubs.

Auf Platz vier folgt Napoli. Drei Tage nach dem 4:1 im Europa-League-Viertelfinal beim VfL Wolfsburg feierte das Team von Trainer Rafael Benitez in Cagliari ein ebenfalls ungefährdetes 3:0. (si/twu)

Serie A, 31. Runde

Sassuolo – Torino 1:1

Chievo – Udinese 1:1

Empoli – Parma 2:2

Palermo – Genoa 2:1

Roma – Atalanta 1:1

Cagliari – Napoli 0:3

Inter – Milan 0:0

Publiziert: 19.04.15, 22:56

110. GP-Sieg für Rossi – Marquez crasht sich selber aus dem Rennen

Marc Marquez greift sich nach seinem Sturz an den Kopf. bild: twitter/@speed

Das Rennen in der MotoGP-Klasse entwickelte sich zu einem packenden Zweikampf zwischen Marc Marquez (Honda) und Valentino Rossi (Yamaha). Der 22-jährige Titelverteidiger setzte sich unmittelbar nach dem Start ab und vergrösserte seinen Vorsprung bis auf über vier Sekunden. Doch ab Rennhälfte holte Rossi, der am Hinterrad eine härtere Reifenmischung hatte aufziehen lassen als der Spanier, Zehntel um Zehntel auf. In der drittletzten Runde hatte der 36-jährige Altmeister aus Italien den Anschluss wieder geschafft.

In der Runde danach setzte Rossi zum Überholen an. Einen ersten Angriff konnte Marquez noch abwehren, doch beim zweiten Mal kam der neunfache Weltmeister vorbei. Weil aber Marquez in früher bei ihm oft gesehener Manier gleich wieder zu kontern versuchte und auf Rossi auffuhr, kam der Spanier zu Fall und blieb letztlich gar ohne Punkte. WM-Leader Rossi vergrösserte mit seinem 110. GP-Triumph, dem zweiten in dieser Saison, den Vorsprung auf Marquez auf 30 Punkte aus (66:36). Zweiter in dieser Wertung ist der Italiener Andrea Dovizioso mit 60 Punkten. Der Ducati-Werkfahrer klassierte sich im dritten Saisonrennen zum dritten Mal als Zweiter. (si/twu) 

Publiziert: 19.04.15, 22:11

Lüthi bleibt mit Rang 6 unter den Erwartungen – Sieger Zarco besticht mit einem Rückwärtssalto

Der ungewöhnliche Jubel von Sieger Johann Zarco. gif: srf

Tom Lüthi kann die (Podest-)Erwartungen im Moto2-Rennen nicht erfüllen. Der von Position 3 gestartete Berner wird im GP von Argentinien nur Sechster. Der Sieg geht an Johann Zarco.

Lüthi wurde auf dem Circuit in Termas de Rio Hondo nach gutem Start schnell bis auf den neunten Zwischenrang durchgereicht. Der 125er-Weltmeister von 2005 reihte sich während des gesamten Rennens in einer zweiten Verfolgergruppe ein, die schliesslich um Platz 6 kämpfte. Zuletzt betrug Lüthis Rückstand auf den französischen Kalex-Markenkollegen Zarco, der sich früh abgesetzt hatte und solo zum Sieg fuhr, fast zehn Sekunden.

Den umgekehrten Weg zu Lüthi ging zunächst Dominique Aegerter. Nach missglücktem Qualifying nur von Position 17 gestartet, kam der Berner als Elfter zwischenzeitlich bis auf gut eine Sekunde an Lüthi heran. Doch letztlich reichte es Aegerter mit über 13 Sekunden Rückstand auf Zarco nur zum 13. Platz.

Für Randy Krummenacher wiederum war das Rennen in Argentinien eines zum Vergessen. Obwohl nach dem Start kurz Zehnter, fiel der Zürcher schnell aus den Top 15. Am Ende verpasste der Kalex-Fahrer als 21. auch im dritten Grand Prix der Saison die Punkteränge.

Der Freiburger Robin Mulhauser wurde 23., der Zürcher Jesko Raffin 28. und Letzter. (si/twu) 

Publiziert: 19.04.15, 20:13 Aktualisiert: 19.04.15, 23:26

Dank Doppelsieg von Bacsinszky/Golubic: Das Schweizer Fedcup-Team schafft den Aufstieg

Die Schweiz spielt nächstes Jahr erstmals seit 2004 wieder in der obersten Klasse des Fedcups. Im Aufstiegs-Playoff in Zielona Gora gewinnen die Schweizerinnen das entscheidende Doppel.

Martina Hingis konnte den Aufstieg in ihren Einzeln (noch) nicht besiegeln. Bild: EPA/PAP

Martina Hingis war nach einem langen Einzel nicht mehr einsatzfähig. Stattdessen setzten sich Timea Bacsinszky und Viktorija Golubic, die erstmals im Fedcup einen Ernstkampf bestritt, nach grossem Kampf 2:6, 6:4, 9:7 gegen die Polinnen Agnieszka Radwanska /Alicja Rosolska durch und holten den nötigen dritten Punkt. 

Nach den vier Einzeln hatte es 2:2 gestanden. Martina Hingis verpasste den entscheidenden Punkt für das Schweizer Team nur hauchdünn. Die 34-jährige Ostschweizerin unterlag der Polin Urszula Radwanska (WTA 114) in 2:20 Stunden 6:4, 5:7, 1:6. Hingis führte bei ihrem Comeback im Fedcup und in ihrem zweiten Einzel nach siebeneinhalb Jahren 6:4, 5:2, ehe die Doppelspezialistin sechs Games in Folge verlor. Im dritten Satz musste sie sich dann am Bein behandeln lassen und anschliessend auch für das Doppel forfait erklären. Am Samstag hatte sie gegen Urszulas wesentlich stärkere Schwester Agnieszka Radwanska verloren. 

Zuvor hatte Timea Bacsinszky (WTA 22) die Schweiz 2:1 in Führung gebracht. Sie liess im Duell der beiden Nummern 1 der Weltranglisten-Neunten Agnieszka Radwanska mit 6:1, 6:1 nicht den Hauch einer Chance. In lediglich 69 Minuten gab die formstarke Waadtländerin noch ein Game weniger ab als am Tag zuvor gegen Radwanska. (si/twu) 

Publiziert: 19.04.15, 19:37 Aktualisiert: 19.04.15, 21:42