Digital
Social Media

Parler verklagt Amazon und fordert Ende seiner Abschaltung

Parler wehrt sich gegen Abschaltung – und verklagt Amazon

14.01.2021, 08:0514.01.2021, 08:05

Die bei Anhängern von US-Präsident Donald Trump beliebte Twitter-Alternative Parler geht gerichtlich gegen die Sperrung ihrer Plattform auf den Servern von Amazon vor.

In der am Mittwoch (Ortszeit) bekanntgewordenen Klageschrift argumentiert forderte das Unternehmen, dass Amazon Web Services die Abschaltung zurücknehme und den Dienst wieder online gebe.

epa08931437 A photo illustration shows the logo of Conservative social media application (app) Parler on a computer and mobile telephone screen, in Paris, France, 11 January 2021. Parler, widely used  ...
Die soziale Plattform Parler wurde 2018 gegründet.Bild: keystone

Amazon habe seinen Vertrag gebrochen habe, indem es das Unternehmen abgeschaltet habe, hiess es weiter. Amazon hatte, wie zuvor bereits Google und Apple, das Herunterladen der Blog-App blockiert.

Das Unternehmen führte an, dass die Plattform keine ausreichenden Regelungen zum Schutz vor gefährlichen Inhalten biete. Amazon nannte als Beispiel etwa Beiträge wie «Nur ein toter Demokrat ist ein guter Demokrat. Kill'em all.» Parler betonte nun allerdings, die meisten problematischen Beiträge seien entfernt worden. Beleidigungen – wie etwa gegen die ehemalige First Lady Michelle Obama – seien zwar hasserfüllt, aber durch die Verfassung geschützt.

Twitter hatte am Freitag Trumps privaten Account dauerhaft gesperrt. Wenige Tage nach dem Sturm aufs Kapitol durch Trump-Anhänger begründete der Kurznachrichtendienst den Schritt damit, dass Trumps jüngste Tweets das Risiko einer weiteren Anstiftung zu Gewalt erkennen liessen. (saw/sda/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Trump-Anhänger stürmen Kapitol
1 / 19
Trump-Anhänger stürmen Kapitol
Am 6. Januar 2021 wurde das Kapitol in Washington von Trump-Anhängern gestürmt.
quelle: keystone / manuel balce ceneta
Auf Facebook teilenAuf X teilen
12 Dinge, die du während eines Video-Chats nicht machen solltest
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
RicoH
14.01.2021 10:18registriert Mai 2019
Wenn ein Social-Media Anbieter der Ansicht ist, dass "Beleidigungen – wie etwa gegen die ehemalige First Lady Michelle Obama – seien zwar hasserfüllt, aber durch die Verfassung geschützt" ist die Löschung die einzige Alternative.
Einen solchen Dreck brauchen wir nun wirklich nicht.
3012
Melden
Zum Kommentar
avatar
Hugeyun
14.01.2021 10:15registriert Januar 2016
Laut Amazon AGB allerdings völlig legitim
236
Melden
Zum Kommentar
7
Social-Media-User wollen Gesicht von Moderatorin «korrigieren» – ihre Reaktion geht viral
Grok-Nutzer veränderten mithilfe künstlicher Intelligenz das Gesicht der Moderatorin Katie Piper. Nun nimmt sie dazu Stellung.
Die britische Moderatorin Katie Piper hat auf Instagram einen Beitrag veröffentlicht, in dem sie Grok-Nutzer kritisiert. Ihr Vorwurf: Sie sollen mithilfe des KI-Assistenten von SpaceXAI Bilder der Moderatorin verändern und verbreiten. Nachdem jemand auf Grok ein Foto von Piper mit der Aufforderung hochgeladen hatte, die KI solle «ihr Gesicht korrigieren», sei sie mit einer Flut KI-generierter Bilder konfrontiert worden. In den sozialen Medien diskutieren Nutzer zudem darüber, wie sie ihrer Meinung nach aussehen sollte.
Zur Story