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Die MV Agusta fährt Dominique Aegerter nur noch an diesem Wochenende.
Die MV Agusta fährt Dominique Aegerter nur noch an diesem Wochenende.Bild: AP

Aegerter vor dem letzten Moto2-GP: «Ich kann es mir nicht mehr leisten»

Dominique Aegerter steht am Sonntag in Valencia zum vorläufig letzten Mal am Start eines Moto2-Rennens. Sehr wahrscheinlich wechselt der Berner, der sich mit seinem Team für 2020 nicht einig wurde, in die MotoE-Klasse.
11.11.2019, 17:33

Aegerters Manager Oliver Imfeld bestätigt auf SRF Online, dass der Oberaargauer in der kommenden Saison nicht mehr für das Team Forward MV Agusta fahren und deshalb aus der zweithöchsten Kategorie der Strassen-Weltmeisterschaft aussteigen wird. Gemäss Imfeld ist die Fortführung der Zusammenarbeit mit dem aktuellen Arbeitgeber an finanziellen Fragen gescheitert. Für die Weiterbeschäftigung hätte Aegerter offenbar rund 300'000 Euro einbringen müssen.

«Ich kann nicht ein weiteres Jahr zur Arbeit gehen und das Geld selber mitbringen. Trotz der grossen Unterstützung vieler langjähriger Partner und Sponsoren ging es schon für diese Saison nicht mehr auf und mussten wir das Geld zusammenkratzen. Für 2020 will und kann ich es mir nicht mehr leisten», sagt Aegerter, der seine Enttäuschung über die gescheiterten Verhandlungen mit MV Agusta nicht verhehlt. «Um diese legendäre Marke zurück in die Strassen-WM zu bringen, ging auch ich ein Risiko ein und habe ich viel in dieses Projekt investiert. Nun werde ich quasi rausgeschmissen. Das ist nicht gerade nett.»

Enttäuschende Saison

Doch dem 29-Jährigen fehlte am Ende nicht nur die nötige finanzielle Unterstützung durch (neue) Sponsoren, sondern auch der sportliche Erfolg. Seinen einzigen Sieg feierte er vor gut fünf Jahren im GP von Deutschland.

In der aktuellen WM-Wertung liegt er mit 15 Punkten auf Platz 23, in der zweiten Saisonhälfte reichte es ihm nur gerade zweimal in die Top 15. «Teils waren in dieser Saison die Resultate recht gut. Auch war eine Entwicklung des neuen Motorrads vorhanden. Enttäuschend war aber, dass ich nicht regelmässig in die ersten zehn oder fünf fahren konnte», sagt Aegerter. Er sei immer professionell geblieben und habe immer sein Bestes gegeben, «und das werde ich auch in Valencia nochmals tun.»

Bald wieder Teamkollege von Lüthi?

In welcher Klasse Aegerter im nächsten Jahr tätig sein wird, steht noch nicht fest. Die sportliche Zukunft des Schweizers liegt wohl in der MotoE. Man stehe mit drei Teams in Kontakt, eines davon sei «Intact», sagt Aegerter. Bei der deutschen Equipe würde er wieder auf seinen vier Jahre älteren Berner Kollegen Tom Lüthi treffen, der bei Intact auch für 2020 einen Moto2-Vertrag besitzt.

Lüthi (links) und Aegerter bei Testfahrten im Februar.
Lüthi (links) und Aegerter bei Testfahrten im Februar.Bild: KEYSTONE

Aegerter hatte Mitte Oktober 2006 im Grand Prix von Portugal in Estoril in der 125-Kubikzentimeter-Klasse in der Strassen-WM debütiert. Auf die Saison 2010 hin stieg er in die Moto2-Kategorie auf, in der er in zehn Saisons 163 Rennen bestritt - so viele wie kein anderer Fahrer. In total 215 Grands Prix reichte es Aegerter zu sieben Podestplätzen. (ram/sda)

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