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Zank um Armeearzt, Swiss-Abo und Steuern für Pensionäre – das schreibt die Sonntagspresse



Die Schweizer Sonntagszeitungen NZZ am Sonntag, SonntagsZeitung, Schweiz am Sonntag, Zentralschweiz am Sonntag und SonntagsBlick liegen auf einem Tisch, aufgenommen am 5. Mai 2015 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Schlagzeilen der Sonntagspresse. Bild: KEYSTONE

Arbeitende Pensionäre ächzen unter hohen Steuern

Nach der Pensionierung freiwillig weiter zu arbeiten, ist laut einer Meldung der «NZZ am Sonntag» unattraktiv. Die Steuerlast für die arbeitenden Pensionäre steige nämlich oftmals extrem an. Es könne bis zu einer Verdreifachung der Abgabenlast kommen. Mit der anstehenden Rentenreform werde dieser Missstand zum Teil noch vergrössert, denn neben der höheren Steuerprogression kommen die weiterhin zu bezahlenden AHV-Beiträge hinzu. Diese seien aber für rund 50 Prozent der Pensionäre nicht mehr rentenbildend, weil sie ohnehin schon die Maximalrente erhielten. Die Zeitung illustriert zudem zahlreiche Fälle, bei denen es sich aus Steuergründen nicht lohnt, nach Erreichung des Pensionsalters weiter zu arbeiten.

Untersuchung entlastet freigestellten Armeearzt

Der vom Verteidigungsdepartement (VBS) freigestellte Oberfeldarzt Andreas Stettbacher wird durch eine externe Untersuchung von gravierenden Vorwürfen entlastet. Dies sagen gut informierte Quellen, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Das VBS bestätigt nur, dass der Untersuchungsbericht vorliegt. Bundesrat Guy Parmelin hatte Divisionär Stettbacher im Dezember 2016 freigestellt und bei der Bundesanwaltschaft angezeigt. Diese hatte keinen schwerwiegenden Verdacht erkannt und sich für nicht zuständig erklärt. In der Folge veranlasste Parmelin eine Administrativuntersuchung. Stettbacher würden im Abschlussbericht lediglich einige hohe Spesenabrechnungen vorgehalten, sagen Eingeweihte. Die Spesen seien allerdings von Vorgesetzten geduldet worden.

Schweiz verliert bei Offshore-Geschäften

Die Bankiervereinigung bekundet stets, dass die Schweiz seit dem Wegfall des Bankgeheimnisses kaum Marktanteile bei Geldgeschäften eingebüsst habe. Doch eine neue Studie zieht dies laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» in Zweifel. Der Marktanteil des Schweizer Finanzplatzes an den verwalteten Vermögen von Ausländern, dem sogenannten Offshore-Geschäft, sei in den vergangenen Jahren nämlich stark gesunken. Gemäss Gabriel Zucman, Professor an der University of California Berkeley und Mitautor der Studie, halbierten sich die Wertschriftenbestände von ausländischen Privatkunden auf Banken in der Schweiz in zehn Jahren sogar auf nur noch 503 Milliarden Franken. Die Offshore-Vermögen in Hongkong haben sich dagegen im gleichen Zeitraum mehr als versechsfacht. Hongkong und Singapur zusammengenommen hätten die Schweiz bereits überholt.

Swiss lanciert Billigflug-Abo

Ein neues Abonnement der Fluggesellschaft Swiss für Abflüge aus Genf sorgt laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» für Aufsehen. So bietet der «Discovery Europe Pass» für 799 Franken zehn Flüge auf europäischen Strecken beziehungsweise der «City Pass» für 999 Franken für zehn Flüge zu einem Ziel in Europa. Luftfahrtexperten und Konsumentenschützer sagen, das neue Abonnement bringe kaum entscheidende Vorteile für die schon bestehende Kundschaft und sei lediglich ein Weg der Swiss, sich weiter den Billigfluggesellschaften anzunähern. Die Fluggesellschaft hält dagegen, dass das Abo auch auf Neukunden abziele und «auf Basis von Feedback unserer Kunden entwickelt» wurde. (sda)

80 Flüchtlinge auf Güterzügen aufgegriffen

Das Grenzwachtkorps hat innerhalb eines Jahres rund 80 illegale Migranten und Migrantinnen aufgegriffen, die auf Güterzügen in die Schweiz ein- oder durch diese durchreisen wollten. Das sagt ein Sprecher des Grenzwachtkorps in der «NZZ am Sonntag». Die ersten Aufgriffe seien im Oktober 2016 erfolgt. Das Phänomen ist eine Folge der verstärkten Kontrollen an der Schweizer Südgrenze. Seit Sommer 2015 hat das Grenzwachtkorps im Tessin mehrere Zehntausend illegale Migranten abgefangen und diese direkt nach Italien zurückgeschickt. Das war möglich, weil die Betroffenen in der Schweiz kein Asylgesuch stellen wollten. Ebenfalls eine Folge verstärkter Kontrollen ist die Zunahme von Schlepper-Tätigkeiten. «In den vergangenen Monaten war die Zahl der festgestellten Schlepper verhältnismässig hoch», sagt der Sprecher. So hat das Grenzwachtkorps seit Anfang Jahr mehr als 250 Schlepper aufgegriffen. Die meisten stammten aus der Schweiz, Italien, Kosovo und Syrien.

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