DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Türkische Kampfjets in der Ostägäis machen Griechenland nervös

28.04.2022, 14:52

Die griechische Regierung hat die Nato, die EU und den UN-Sicherheitsrat über den massiven Anstieg von Überflügen türkischer Kampfjets über griechisches Hoheitsgebiet informiert.

Diese Aktionen Ankaras gefährdeten den Zusammenhalt der Nato in der Region, hiess es in einer Mitteilung des Aussenministeriums vom Donnerstag. Athen informierte auch die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO; die Manöver seien eine Gefahr für die Luftsicherheit.

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis spricht mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan während eines Treffens in Istanbul, Türkei, Sonntag, 13. März 2022.
Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis spricht mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan während eines Treffens in Istanbul, Türkei, Sonntag, 13. März 2022.Bild: keystone

Am Mittwoch waren türkische Kampfbomber mehrfach über sieben bewohnte griechische Inseln in der Ostägäis geflogen – eine erneute türkische Luftraumverletzung, wie es in den vergangenen Wochen bereits häufig vorgekommen ist. Die Provokationen stellten nicht nur einen eklatanten Verstoss gegen das Völkerrecht dar, sondern belasteten auch das griechisch-türkische Verhältnis, obwohl man sich um ein besseres Klima bemühe, hiess es vom griechischen Aussenministerium.

Der Grund für das provokative Vorgehen Ankaras bleibt unklar, zumal sich Premier Kyriaikos Mitsotakis und Präsident Recep Tayyip Erdogan erst im März darauf verständigt hatten, in der Region für Ruhe zu sorgen. Man wolle angesichts des Ukraine-Kriegs die Südostflanke der Nato nicht zusätzlich belasten, hiess es damals seitens der beiden Nato-Mitglieder, die sich unter anderem über Hoheitsrechte und Erdgasvorkommen im Meer streiten.

Die Türkei hatte Griechenland zuletzt wiederholt die Souveränität über mehrere Inseln in der Ostägäis abgesprochen, darunter beliebte Ferienziele wie Rhodos, Kos und Samos. Deren Militarisierung sei laut der Verträge von Lausanne (1923) und Paris (1947) untersagt. Athen hingegen begründet die Militarisierung mit der Bedrohung durch zahlreiche Landungsboote an der türkischen Westküste und dem Recht eines jeden Staates auf Selbstverteidigung. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Irans Revolutionsgarden setzen zwei griechische Öltanker fest

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben im Persischen Golf zwei griechische Öltanker festgesetzt. Die Schiffe hätten maritime Vorschriften missachtet, hiess es auf dem IRGC-Webportal am Freitag. Weitere Details zu den beiden Tankern und der Crew sollten demnächst bekannt gegeben werden. Griechenland protestierte auf das Schärfste und sprachen von einem Akt der Piraterie.

Zur Story