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Brasiliens Ex-Präsident Lula muss sich vor Gericht verantworten



Der frühere brasilianische Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva muss sich wegen Korruption und Geldwäscherei vor Gericht verantworten. Richter Sergio Moro akzeptierte am Dienstag die von der Staatsanwaltschaft vorgebrachten Anklagepunkte gegen den 70-Jährigen.

Es lägen «ausreichende Indizien» vor, daher nehme er die Klage an, hiess es in einer Erklärung, in der Moro seine Entscheidung begründete. In dem Fall geht es um ein Korruptionsnetzwerk rund um den staatlichen Ölkonzern Petrobras.

Die Staatsanwaltschaft wirft Lula vor, der «Oberbefehlshaber» dieses Netzwerks gewesen zu sein. In den Skandal sind zahlreiche Geschäftsleute und Politiker verwickelt. Von 2004 bis 2014 soll Petrobras zu überteuerten Bedingungen Aufträge an Baukonzerne und andere Firmen vergeben haben, diese wiederum zahlten Bestechungsgelder an Politiker und Parteien.

Lula wies die Vorwürfe wiederholt als politisch motiviert zurück und beteuerte seine Unschuld. Er sieht in den gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfen eine Intrige zur Verhinderung seiner Präsidentschaftskandidatur 2018.

Lulas Nachfolgerin und Vertraute Dilma Rousseff wurde Ende August vom Senat ihres Amtes enthoben. Ihr war vorgeworfen worden, Haushaltszahlen geschönt und damit ihre Amtspflichten verletzt zu haben. (sda/afp)

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