Islamistengruppe Boko Haram

Obama nennt Entführung von Schülerinnen in Nigeria «abscheulich» – und schickt Hilfe

07.05.14, 02:04 07.05.14, 09:09

US-Präsident Barack Obama hat die Entführung von mehr als 200 Schülerinnen in Nigeria durch die Islamistengruppe Boko Haram scharf verurteilt. Dieses Verbrechen sei «abscheulich», sagte Obama in einem Interview mit dem US-Sender ABC am Dienstag. Er rief zu einer «internationalen Mobilisierung» gegen die Gruppe auf. Diese sei «eine der schlimmsten regionalen oder lokalen Terrororganisationen». 

Obama bestätigte, dass die USA die Suche nach den verschwundenen Mädchen mit Experten unterstützen. «Wir haben bereits ein Team nach Nigeria geschickt», sagte der Präsident. Dieses bestehe aus Spezialisten von «Militär, Polizei und anderen Behörden». Ziel des Einsatzes sei es herauszufinden, «wo diese Mädchen sein könnten, und ihnen Hilfe zu bringen». 

Die Mädchen werden versklavt und verheiratet

Boko Haram hatte sich am Montag zu der Entführung von mehr als 200 Schülerinnen in Nigeria bekannt. Die Mädchen waren vor drei Wochen aus ihrer Schule in Chibok im Nordosten des Landes verschleppt worden. 

Boko-Haram-Chef Abubakar Shekau kündigte in einem Video den «Verkauf», die «Versklavung» und die «Zwangsverheiratung» der Mädchen an. 53 Mädchen konnten fliehen, 223 sind nach Angaben der Polizei noch in Gefangenschaft. (sda/afp) 

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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