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SBB: Eurocity bleibt im neuen Ceneri-Tunnel stecken

The tunnel portal, photograph on the opening Day of the Ceneri Base Tunnel, on Friday, 4 September 2020, in Camorino, Switzerland. The Ceneri Base Tunnel will be officially opened on 4 September 2020  ...
Ein Giruno-Zug von Stadler Rail blieb am Montag im Ceneri-Tunnel liegen. Bild: keystone

SBB-Eurocity bleibt im neuen Ceneri-Tunnel stecken – 150 Passagiere evakuiert

Bei der zweiten Fahrt mit Passagieren blieb ein SBB-Zug von Stadler Rail im eben eröffneten Ceneri-Tunnel liegen. Die Evakuierung der Reisenden gestaltete sich nicht ganz einfach.
16.09.2020, 18:0317.09.2020, 08:56

Kaum eröffnet, hat sich im Ceneri-Basistunnel bereits die erste grössere Panne ereignet. Auf der zweiten kommerziellen Fahrt mit Passagieren blieb der SBB-Eurocity Zürich-Milano am Montagmorgen im 15,4 Kilometer langen Tunnel stecken. Dies schreiben die SBB in einem Blog-Beitrag.

Der Zwischenfall ereignete sich demnach infolge einer technischen Störung am neuen Giruno-Zug von Hersteller Stadler Rail. «Die Evakuierung der 150 Passagiere dauerte rund zwei Stunden», sagt SBB-Sprecher Reto Schärli zu watson. Die Störung am Zug sei unabhängig vom Tunnel aufgetreten.

Ursprünglich wollten die SBB den defekten Giruno mit einem Rettungszug aus dem Tunnel abschleppen. Weil die Bremsen des Eurocitys blockierten, sei dies aber nicht möglich gewesen. Die 150 Passagiere mussten über einen Querschlag in die zweite Tunnelröhre überführt werden. Dort brachte ein Extrazug die Reisenden nach Bellinzona. Sie konnten anschliessend weiterreisen. «Wir entschuldigen uns bei den betroffenen Fahrgästen», so Schärli weiter.

epa08640689 A safety exercise at a side tunnel during a test drive through the Ceneri Base Tunnel (CBT), near Bellinzona, Switzerland, 01 September 2020 (issued 02 September 2020). The Ceneri Base Tun ...
Vor zwei Wochen führten die SBB eine Rettungsübung durch. Bild: keystone

Gut zu wissen: Erst vor zwei Wochen führten die SBB im Ceneri-Tunnel eine gross angelegte Rettungsübung durch. Jetzt trat für die SBB-Mitarbeitenden bereits der Ernstfall ein.

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4 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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El Vals del Obrero
16.09.2020 18:42registriert Mai 2016
Immerhin konnte man so das Evakuierungskonzept gleich mal in Realität testen. Und dass es so lange dauerte lag wohl nur daran, dass keine Gefahr bestand und man zuerst versuchen wollte, den Zug abzuschleppen. In einem Notfall ginge es sicher viel schneller bis man draussen oder zumindest an einem sicheren Ort (andere Tunnelröhre) wäre.
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