Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Karikaturen-Streit: Frankreichs Präsident Macron verteidigt Position



Im neu aufgeflammten Streit um Mohammed-Karikaturen hat der französische Staatschef Emmanuel Macron seine Position zur Meinungsfreiheit bekräftigt. Hassrede werde nicht akzeptiert und die vernünftige Debatte verteidigt, schrieb Macron am Sonntag auf Twitter. «Wir werden immer auf der Seite der Menschenwürde und der Grundwerte stehen.» Macron verbreitete die Botschaft auch auf Arabisch und Englisch. «Unsere Geschichte ist die des Kampfes gegen Tyrannei und Fanatismus. Wir werden weitermachen», schrieb er dazu noch auf Französisch. Er beendete die Tweets mit «We Are One – Nous sommes unis» (auf Deutsch etwa: «Wir sind in Einem vereint»).

Hintergrund des Konflikts zwischen Frankreich, der Türkei und mehreren arabischen Ländern sind Aussagen Macrons von Mittwoch. Er hatte die Meinungsfreiheit verteidigt und sich auf die Seite derjenigen gestellt, die Karikaturen zeigen oder veröffentlichen wollen.

Das französische Aussenministerium hatte zuvor bereits ein sofortiges Ende der Boykottaufrufe für französische Produkte in mehreren arabischen Ländern gefordert. Diese würden die von Frankreich verteidigten Positionen zugunsten der Gewissens-, Meinungs- und Religionsfreiheit sowie der Ablehnung jeglichen Aufrufs zum Hass verzerren, hiess es in einer Mitteilung des Ministeriums. Die Aussagen würden von einer radikalen Minderheit instrumentalisiert und politisiert.

Händler in Jordanien, Kuwait und Katar hatten zuvor französische Waren aus ihren Filialen genommen. Nach Angaben des Aussenministeriums handelte es sich vor allem um Lebensmittel.

Die zuständigen Minister und das gesamte diplomatische Netzwerk seien mobilisiert, um die Position Frankreichs, vor allem in Hinblick auf die Grundfreiheiten, nochmals zu erläutern, hiess es in der Mitteilung des Aussenministeriums. Es forderte die Behörden in den betroffenen Ländern auf, sich gegen den «Hass» gegen Frankreich zu stellen und die Sicherheit der Franzosen in den Ländern zu gewähren. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Angriff auf Mohammed-Karikatur-Ausstellung

So erzieht Emmanuel Macron einen Teenager

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

So gefährlich sind die Trump-Terroristen

Es gibt geschätzte 15 Millionen gewaltbereite Trump-Anhänger in den USA. Das sind die wichtigsten Gruppierungen.

Als Michael Cohen, Trumps Ex-Anwalt, bei einem Hearing im Kongress auftrat, erklärte er, dass sein ehemaliger Chef niemals direkte Befehle erteile. Stattdessen gebe Trump vage Anweisungen, deren Bedeutung jedoch allen klar sei.

Im Englischen nennt man dies «dog whistle». Wie bei der Hundepfeife werden die Signale von denen verstanden, die sie verstehen müssen.

Eine der bekanntesten verschlüsselten Botschaften an seine Fans war Trumps berüchtigte Birther-Kampagne gegen Barack Obama. Seine …

Artikel lesen
Link zum Artikel