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Bild: POOL
Formel 1

Achter Doppel-Nuller und jetzt auch noch Schlampereien – Sauber im Elend

Kein Glück, viel Pech, Fahrfehler von Piloten – und jetzt auch noch Schlampereien: Im Hinwiler Sauber-Team ist nach dem achten Doppel-Nuller in dieser Saison Feuer im Dach.
22.06.2014, 19:3823.06.2014, 15:51

So deutliche und scharfe Worte wie nach dem Grossen Preis von Österreich hat Chefin Monisha Kaltenborn, die bisher vieles nur schöngeredet hat, in der Öffentlichkeit noch nie gewählt: «Unsere Leistung heute war nicht akzeptabel. Ein solcher Fehler bei einem Boxenstopp darf schlichtweg nicht passieren. Wir werden den genauen Hergang und die Konsequenzen prüfen und entsprechende Massnahmen einleiten. Beide Piloten haben heute einwandfreie Leistungen gezeigt. Aber das nützt nichts, wenn wir Fehler machen. Das dürfen wir uns nicht leisten.»

Kaltenborn nimmt die beiden Fahrer in den Schutz.
Kaltenborn nimmt die beiden Fahrer in den Schutz.
Bild: Juergen Feichter/freshfocus

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Was war passiert? Als Esteban Gutierrez in der 21. Runde zum zweiten Reifenstopp kam, wurde die Radmutter am rechten Hinterrad nicht korrekt montiert. Der Mexikaner hielt in der Boxengasse an, wurde zurückgeschoben, erhielt dafür eine Stop-and-Go-Strafe (10 Sekunden) und die Rückversetzung um zehn Startplätze im nächsten Rennen in zwei Wochen in Silverstone aufgebrummt.

Nicht nur eine Panne

Der Mexikaner erklärte nach dem Rennen: «Am Schluss des Feldes habe ich nur noch versucht, das Maximum aus dem Auto herauszuholen. Wegen den vielen blauen Flaggen, die mir geschwenkt wurden, habe ich ziemlich viel Zeit verloren.» Mehr als zum 19. und letzten Platz mit zwei Runden Rückstand reichte es nicht, auch wenn ihm am Ende auf Caterham-Fahrer Marcus Ericsson nur noch 0,292 Sekunden fehlten.

Auch Adrian Sutil wurde Opfer eines Teamfehlers.
Auch Adrian Sutil wurde Opfer eines Teamfehlers.
Bild: Kerstin Joensson/AP/KEYSTONE

Es war nicht die einzige Panne im Rennen: Beim Zwischenfall mit Gutierrez wurde fälschlicherweise Adrian Sutil per Funk angewiesen, sofort anzuhalten! «Als mir mitgeteilt wurde, dass nicht ich gemeint war, bin ich natürlich sofort weitergefahren. Doch ich habe dadurch viel zu viel Zeit verloren. Bis dahin war ich gut unterwegs, konnte beim Start zwei Plätze gutmachen und alles lief nach Plan.»

Am Ende schaute nur Rang 13 heraus, die Hoffnung auf die ersten WM-Punkte in dieser Saison erfüllte sich auch deshalb nicht, weil nur drei der 22 Autos ausgeschieden waren. Null Punkte in acht Rennen – eine solche Negativserie erlebte der Hinwiler Rennstall seit dem Debüt 1993 noch nie. Kein Wunder, verliess Peter Sauber, der sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hat, das Fahrerlager mit finsterer Miene. (si/qae)

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