International
USA

Zugbrand in Tennessee: 5000 Menschen in Sicherheit gebracht

Zugbrand in Tennessee: 5000 Menschen in Sicherheit gebracht

03.07.2015, 14:4803.07.2015, 14:54
Bild
Bild: WADE PAYNE/REUTERS

Nach der Entgleisung eines mit giftigen Chemikalien beladenen Güterzugs haben im US-Bundesstaat Tennessee mehr als 5000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Der Zug war am Mittwoch kurz vor Mitternacht (Ortszeit) bei Maryville entgleist und in Brand geraten.

Der Güterzug habe unter anderem Acrylnitril, eine hochentzündliche und giftige Substanz, geladen, die Atemwegsbeschwerden verursachen kann, sagte der Feuerwehrmann Kermit Easterling.

Die Feuerwehr ging im Umkreis von rund drei Kilometern von Tür zu Tür, um die Umgebung vollständig zu evakuieren. Für die Betroffenen richtete das Rote Kreuz ein Notlager ein.

USA

Medienberichten zufolge wurden nach dem Unfall 25 Menschen ins Spital gebracht, die vermutlich in Kontakt mit der giftigen Chemikalie gekommen seien. Vermutlich habe aber keiner von ihnen schwere Beschwerden.

Der Betreiber des Güterzugs, die Firma CSX, teilte mit, Anwohner seien von den Behörden aufgerufen worden, vorerst nicht aus Quellen und Brunnen in der Nähe des Unglücksortes zu trinken. Zugleich kündigte CSX Tests von Luft und Trinkwasser an.

Der Brand in dem Tankwaggon dauerte nach Angaben der Firma CSX, zunächst an, weswegen sich die Lösch- und Räumungsarbeiten schwierig gestalteten. Acrylnitril kommt in zahlreichen Industrieprozessen zum Einsatz, unter anderem bei der Plastikherstellung.

In dem aus zwei Lokomotiven sowie 45 beladenen und zwölf leeren Waggons bestehenden Zug befanden sich den Angaben zufolge noch Mais, Holz, Zellstoffpappe und Altpapier. Warum der Zug entgleiste, blieb zunächst unklar. Die Bahn-Aufsichtsbehörde leitete Ermittlungen ein. (wst/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«New York fucking City»: US-Starautor rechnet mit dem amerikanischen Traum ab
In seiner Harlem-Trilogie beschreibt der zweifache Pulitzerpreisträger Colson Whitehead seine Heimatstadt New York als Ort von Widersprüchen und Gewalt. Der dritte und letzte Roman «Cool Machine»  spielt während der Reagan-Ära. Der versprach damals auch, Amerika wieder gross zu machen.
Vielen gilt er als der amerikanische Schriftsteller schlechthin: Als vierter Autor der Geschichte hat Colson Whitehead gleich zweimal den Pulitzerpreis erhalten. Damit steht er in einer Reihe mit Grössen der Literatur wie William Faulkner (Nobelpreisträger des Jahres 1949).
Zur Story