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BleedingTooth: Google warnt vor Bluetooth-Sicherheitslücke in Linux

Google warnt vor Bluetooth-Sicherheitslücke auf Linux-Systemen

Google und Intel warnen derzeit vor einer kritischen Bluetooth-Sicherheitslücke. Angreifer können so das System des Opfers kontrollieren. Betroffen sind allerdings nur Linux-Systeme.
16.10.2020, 16:3516.10.2020, 16:44
Ein Artikel von
t-online

Sicherheitsforscher von Google und Intel haben offenbar eine kritische Sicherheitslücke unter Linux entdeckt: Betroffen ist BlueZ, der Teil des Linux-Betriebssystem-Kerns, der für die Bluetooth-Einbindung zuständig ist. Aktuell ist noch wenig über die Hintergründe bekannt. Klar ist nur: Angreifer, die sich in Bluetooth -Reichweite eines PCs oder Geräts mit Linux-Betriebssystem befinden, können sich diese Lücke zunutze machen, um beliebige Programme auf dem Zielsystem zu starten.

Die Sicherheitslücke, die den Namen BleedingTooth erhalten hat, könne mit einem sogenannten Kernel-Update auf die neueste Version 5.9 gestopft werden. Das erklärt zumindest Intel, das hauptsächlich für die Entwicklung von BlueZ verantwortlich ist. Auf seiner Website rät Intel zum Kernel-Update, oder, falls dies nicht möglich ist, eine Reihe von Kernel-Patches zu installieren. All das erfordert allerdings tiefgreifende Linux-Kenntnisse.

Trotz der möglichen weitreichenden Folgen eines erfolgreichen Angriffs müssen sich Nutzer eines Linux-Systems aber nicht übermässig sorgen: Die Attacke kann tatsächlich nur innerhalb direkter Bluetooth-Reichweite ausgeführt werden – und ohnehin ist Linux im Privatbereich (Desktop-Einsatz) im Vergleich zu Windows deutlich weniger verbreitet, sodass die Lücke für Kriminelle insgesamt wenig interessant ist. Wer sich einfach schützen will, deaktiviert Bluetooth im System solange, bis ein Kernel-Update über die jeweilige Distribution angeboten wird.

Verwendete Quellen:

(jnm/t-online)

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