Libyen
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Nach Haftbefehl

Libyen: Entmachteter Präsident geflohen - in die Schweiz?



epa04115786 Libyan Prime Minister Ali Zeidan speaks during a press conference in Tripoli, Libya on 08 March 2014. Federalists in eastern Libya said 08 March that they have started to export oil independently of the central government, escalating their stand-off with Tripoli. Rebels have been blocking the oil ports in eastern Libya since July, siding with federalists calling for autonomy for the eastern region of Barqa, or Cyrenaica, who demand that oil revenues be assigned to the area. Pro-autonomy rebels held a ceremony to celebrate their first oil shipment. The government's National Oil company said a ship flying the North Korean flag docked in the port of Sidra, protected by armed groups who control the area. Prime Minister Ali Zeidan in a press conference threatened to strike any ship carrying oil from eastern Libya.  EPA/STR

Bild: EPA

Der abgesetzte libyische Übergangsregierungschef Ali Seidan ist ausser Landes geflohen. Damit entging er einem Haftbefehl. Nach seiner Entmachtung durch das Parlament setzte sich Seidan am gestern Abend nach Europa ab. Es wurde spekuliert, ob er sich nun in der Schweiz aufhalte, wo er früher einmal gelebt hatte.

Seidan hatte vor dem Aufstand gegen den Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi 2011 mehr als 30 Jahre als Oppositioneller schon im Exil gelebt. Gegen ihn war gestern, direkt nachdem ihn das Parlament per Misstrauensvotum abgesetzt hatte, ein Haftbefehl erlassen worden. Laut Medienberichten werden ihm Korruption und Misswirtschaft in Zusammenhang mit illegalen Ölverkäufen der Separatisten vorgeworfen.

Mehrere libysche Kommentatoren äusserten in arabischen Talkshows Zweifel an den Vorwürfen gegen den Ex-Regierungschef. Wer neuer Regierungschef werden soll, ist unklar. Die Amtsgeschäfte soll für zwei Wochen Verteidigungsminister Abdullah al-Thinni führen. (tvr/sda)

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Zahl der Toten bei neuen Kämpfen in Libyen auf 32 gestiegen

Bei den jüngsten Kämpfen in Libyen sind nach Regierungsangaben mindestens 32 Menschen getötet worden. 50 weitere Menschen seien seit Beginn der Offensive des abtrünnigen libyschen Generals Chalifa Haftar auf Tripolis verletzt worden, sagte Gesundheitsminister Ahmed Omar am Sonntagabend in einer Fernsehansprache.

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