International
Liveticker

Nahost: Netanjahu bestätigt Feuerpause nach Angriffen auf Iran

Liveticker

Netanjahu bestätigt Feuerpause nach Angriffen auf Iran +++ Israel droht Hisbollah

Der aktuelle Nachrichten-Ticker zu dem von der Trump-Regierung und Israel gestarteten Krieg gegen den Iran und zur US-Aussenpolitik.
08.06.2026, 15:0808.06.2026, 17:42
Schicke uns deinen Input
18:43
Iranische Behörde hebt Flugverbot wieder auf
Der Iran hat nach der jüngsten militärischen Eskalation mit Israel Beschränkungen im Flugverkehr wieder aufgehoben. «Da die notwendigen Sicherheitsvoraussetzungen geschaffen und die erforderlichen Abstimmungen mit den zuständigen Behörden getroffen wurden, sind die Flugbeschränkungen aufgehoben worden», sagte der Leiter der zivilen Luftfahrtbehörde, Abusar Schirudi, der Nachrichtenagentur Tasnim. «Die Luftfahrtaktivitäten des Landes kehren schrittweise zum regulären Betrieb zurück.» Nach neuen gegenseitigen Luftangriffen Israels und des Irans hatte das Land seinen kompletten Luftraum am Nachmittag geschlossen. (sda/dpa)
Netanjahu bestätigt Feuerpause nach Angriffen auf Iran
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Feuerpause nach der jüngsten Konfrontation mit dem Iran bestätigt. Nach israelischen Angriffen im Iran habe Teheran das Feuer eingestellt, sagte Netanjahu in einer Video-Botschaft. Sollte der Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man in aller Härte reagieren, kündigte Netanjahu an. «Israel hat das volle Recht zur Selbstverteidigung und wir setzen es, wenn nötig, um.»

Der Iran und die libanesische Hisbollah-Miliz seien deutlich geschwächt, doch Israels Konflikt mit ihnen sei noch nicht beendet, erklärte Netanjahu. Beide hätten in den letzten 24 Stunden versucht, Israel eine «neue Gleichung» aufzuzwingen. «Sie dachten, sie könnten von libanesischem und iranischem Gebiet auf Israel schiessen und dass wir nicht reagieren.» Dies sei inakzeptabel und werde nicht passieren, betonte er. (sda/dpa)

17:18
Israel droht Hisbollah mit Angriffen auf Beirut-Vororte
Israel will nach den Worten seines Verteidigungsministers auf jeden Hisbollah-Angriff im Norden des Landes mit einem Gegenangriff auf die Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut reagieren. Diese gelten als Hochburg der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. «Für die Dahija (die südlichen Vororte von Beirut) gilt dasselbe wie für die Ortschaften im Norden Israels», sagte Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros.

«Die israelische Armee wird ihre Einsätze im Libanon gegen die Terrororganisation Hisbollah fortsetzen», sagte Katz ferner. «Wir weisen die Drohungen des Iran entschieden zurück.» Jeder iranische Versuch, einen Zusammenhang zwischen dem Libanon und dem Iran herzustellen und Israel anzugreifen, werde «mit grosser Härte beantwortet werden».

Am Sonntag hatte die israelische Armee als Reaktion auf Raketenangriffe der Hisbollah auf den Norden Israels Ziele in den Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Der mit der Hisbollah verbündete Iran feuerte daraufhin erstmals seit zwei Monaten wieder Raketen auf Israel ab.

Am Nachmittag erklärte die iranische Militärführung dann ihre Angriffe gegen Israel für beendet. Sollten die Kampfhandlungen weitergehen, darunter Israels Angriffe im Südlibanon, würden «härtere und vernichtendere Massnahmen als bisher» erfolgen, drohte Irans militärisches Hauptquartier Chatam al-Anbjia jedoch. (sda/dpa)

15:28
Iran meldet 15 Verletzte nach Angriffen
Bei den jüngsten Angriffen auf den Iran sind nach iranischen Angaben bislang 15 Menschen verletzt worden. Eine der verletzten Personen sei derzeit noch im Krankenhaus, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Rettungsdienste des Landes. Es gebe bislang keine Toten infolge der Angriffe. 14 der Verletzten stammten demnach aus der für die iranische Petrochemie wichtigen Provinz Chusestan am nördlichen Ende des Persischen Golfes. Einer der Verletzten stamme den Angaben zufolge aus der Hauptstadt Teheran. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
15:15
Berichte: Israel stoppt Angriffe im Iran nach US-Wunsch
Nach Ende einer Sitzung des engeren Ministerkreises um Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte demnach ein namentlich nicht genannter ranghoher israelischer Regierungsvertreter: «Auf Wunsch von (US-Präsident Donald) Trump stellen wir die Angriffe auf den Iran ein.» Er habe den Eindruck, «dass die derzeitige Eskalation hinter uns liegt». Für die Berichte gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.

Der namentlich nicht genannte Repräsentant sagte laut einem Bericht des Nachrichtenportals «ynet», man werde die Angriffe im Libanon jedoch «mit voller Intensität fortsetzen». Sollte die libanesische Hisbollah-Miliz erneut auf den Norden Israels schiessen, werde man auch wieder die Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut angreifen. Ein solcher Angriff am Sonntag hatte neue iranische Raketenangriffe auf Israel aufgelöst. Auch der israelische Kan-Sender berichtete, Israel werde die Angriffe im Iran, nicht aber im Südlibanon stoppen.


15:09
Iran sperrt gesamten Luftraum bis auf weiteres
Der Iran hat nach der jüngsten militärischen Eskalation mit Israel seinen gesamten Luftraum gesperrt. Das Flugverbot gelte bis auf weiteres, hiess es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Sämtliche Verbindungen an allen iranischen Flughäfen seien gestrichen. Zuvor hatte die iranische Luftfahrtbehörde nur für Teile des Landes ein Flugverbot verhängt.
15:06
Hisbollah feuert Raketen auf israelische Soldaten im Libanon
Die libanesische Hisbollah-Miliz hat mehrere Raketen auf israelische Soldaten im Süden des Libanon gefeuert. Die israelische Armee teilte mit, es seien drei Geschosse identifiziert worden. Ein Teil davon sei abgefangen worden, bevor sie auf israelisches Gebiet fliegen konnten. In mehreren Ortschaften im Norden Israels gab es nach Militärangaben Raketenalarm. Den Angaben zufolge wurde niemand verletzt. Vor den neuen Hisbollah-Angriffen hatten libanesische Medien über israelische Angriffe im Süden des Libanons berichtet.
13:25
Iran erklärt Angriffe auf Israel für beendet
Irans Streitkräfte haben ihre Angriffe auf Israel für beendet erklärt. Die Islamische Republik habe zur Unterstützung des Libanons Israel eine «schmerzhafte Antwort» erteilt, hiess es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung. «Vor diesem Hintergrund wird die Einstellung der Operationen der Streitkräfte bekanntgegeben.» (sda/dpa)
12:36
Iran glaubt an Beteiligung der USA an neuen Angriffen
Die iranische Führung bezweifelt, dass Israel seine Gegenangriffe nicht mit den USA abstimmt. Niemand glaube, dass Israel solche Angriffe ohne Koordination mit den Vereinigten Staaten durchführen könne, sagte Aussenamtssprecher Ismail Baghai zu Reportern.

Das schüre das Misstrauen in den Verhandlungen mit den USA.

US-Präsident Donald Trump hofft auf ein Abkommen mit dem Iran zur Beendigung des Krieges, den Israel und die USA Ende Februar begonnen hatten. Bis zu den neuen Angriffen seien Nachrichten zwischen Washington und Teheran ausgetauscht worden, sagte Baghai weiter. Ob weiterhin Kontakte bestehen, bestätigte er nicht. (sda/dpa)

11:51
Trump fordert Einstellen von Schiessen
US-Präsident Donald Trump hat sich zur erneuten Eskalation zwischen Israel und dem Iran geäussert. Auf Truth Social schrieb er, dass die beiden Seiten das «Schiessen» sofort einstellen müssen. (vro)

11:49
Explosionsgeräusche in Teheran
Inmitten der militärischen Eskalation zwischen dem Iran und Israel sind in Teheran Explosionsgeräusche zu hören gewesen.

Zudem sei die Flugabwehr der iranischen Hauptstadt aktiviert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Lokale Quellen bestätigten der Nachrichtenagentur DPA die Geräusche der Luftverteidigung. (sda/dpa)

11:48
Haifa war Ziel von Angriffen
Der Iran hat bei neuen Angriffen auf Israel nach eigenen Angaben Ziele in Haifa ins Visier genommen.

Nach Angriffen auf petrochemische Anlagen im eigenen Land hätten die Revolutionsgarden «ähnliche Anlagen» in der israelischen Küstenstadt angegriffen, teilten die Streitkräfte mit.

Eine Stellungnahme von israelischer Seite liegt bisher nicht vor.

In der Nacht hatte die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben petrochemische Anlagen an verschiedenen Orten im Iran angegriffen. Der Iran bestätigte Angriffe auf eine Anlage in der Provinz Chusestan. (sda/dpa)

11:37
Iran meldet weitere Angriffe in verschiedenen Landesteilen
Der Iran meldet weitere Angriffe in verschiedenen Landesteilen. In der Provinz Hamdan im Nordwesten habe es am Vormittag einen Angriff gegeben, berichtete die Agentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht.

Im Süden Teherans seien Explosionen zu hören gewesen, meldete die Nachrichtenagentur Nour-News. Ein Sprecher der Stadtverwaltung sagte, unterirdische Parkhäuser würden als Schutzräume vorbereitet.

Bereits zuvor hatten iranische Medien von Explosionsgeräuschen und aktivierter Flugabwehr in der Hauptstadt Teheran berichtet.

Spekulationen in sozialen Netzwerken über einen Angriff auf den Flughafen der Metropole Schiras wurden in einem Bericht der Agentur Mehr zurückgewiesen. Der Flughafen stellte am Vormittag den Betrieb bis 23.15 Uhr ein, berichtete Tasnim.

Am Sonntagabend hatte der Iran Israel mit Raketen angegriffen. Seit dem Morgen fliegt Israel Angriffe auf den Iran. Das israelische Militär hatte unter anderem von einer Angriffswelle gesprochen, die der Luftverteidigung des Landes gegolten habe. (sda/dpa)
11:35
Israel: Verteidigungssysteme im Iran ins Visier genommen
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge einen grossangelegten Angriff auf Verteidigungssysteme des Irans beendet. Dutzende Kampfflugzeuge seien dabei im Einsatz gewesen, teilte das israelische Militär am Vormittag mit.

Israels Armee habe dabei erst seit kurzem von Teheran eingesetzte Verteidigungssysteme in zahlreichen Gegenden des Landes zerstört. Im Krieg vor einigen Monaten hatte Israel Militärangaben zufolge die Verteidigungsfähigkeiten des Landes geschwächt. Der Iran habe mit dem Einsatz der neuen Systeme versucht, diese Fähigkeiten wiederherzustellen, hiess es in einer Mitteilung der Armee weiter. «Diese Angriffe erweitern die Handlungsfreiheit der israelischen Luftwaffe im iranischen Luftraum noch weiter.» Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Am 28. Februar hatten Israel und die USA ihren Krieg gegen den Iran begonnen. Teheran reagierte mit massiven Angriffen auf Israel und die Golfstaaten mit Raketen und Drohnen. Eine im April vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran beendete - bis jetzt - auch die Angriffe zwischen dem Iran und Israel. (sda/dpa)
9:33
Iran feuert erneut Raketen auf Israel
In Israel gab es nach erneutem Raketenbeschuss aus dem Iran am Vormittag wieder Alarm. In vielen Orten im Zentrum und im Norden des Landes waren die Einwohner aufgerufen, sich in Schutzräume zu begeben.

Inzwischen durften die Menschen diese wieder verlassen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. (sda/dpa)
8:58
Iran: Flughäfen stellen Betrieb ein - Flugabwehr aktiv
Nach israelischen Angriffen in der Nacht stellen Flughäfen in Teheran bis auf weiteres den Betrieb ein. Flüge von den Flughäfen Imam Chomeini International und Mehrabad seien derzeit eingestellt, berichtete die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine offizielle Stellungnahme. Auch seien Flüge an allen Flughäfen im Westen des Landes eingestellt, hiess es weiter.

Zudem sei in der westiranischen Stadt Kermanschah die Flugabwehr aktiv, um feindliche Geschosse abzufangen, hiess es in einem Bericht der Agentur Mehr. Der Flughafen der Stadt stelle ebenfalls seinen Betrieb bis auf weiteres ein, hiess es in einem zusätzlichen Bericht der Agentur.

Bei Angriffen auf Ziele in Tabris im Norden des Landes habe es keine Toten oder Verletzten gegeben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Unabhängig überprüfen lassen sich die Berichte nicht.

Am Sonntagabend hatte der Iran Israel mit Raketen angegriffen. In der Nacht reagierte Israel mit Luftangriffen auf Ziele in verschiedenen Landesteilen des Irans. (sda/dpa)
8:48
Huthi-Miliz beansprucht Angriff auf Israel für sich
Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat erstmals seit Wochen wieder einen Angriff auf Israel für sich beansprucht. Sie habe mehrere Raketen auf Israel gefeuert, teilte Militärsprecher Jahja Sari mit.

Zugleich verkündete er eine «komplette Blockade» der Seefahrt für Israel im Roten Meer. Jegliche israelische Bewegungen dort würden als «militärische Ziele» betrachtet. Damit könnten im Roten Meer erneut auch Handelsschiffe in Gefahr geraten, die nach Einschätzung der Huthi einen Bezug zu Israel haben und etwa israelische Häfen ansteuern.

Es ist der erste direkte Angriff der Huthi auf Israel seit Anfang April. Israels Militär hatte am frühen Morgen mitgeteilt, dass eine Rakete aus dem Jemen in Richtung Israel abgefeuert worden sei. Die Bevölkerung war aufgerufen, Schutzanweisungen zu folgen. Die Huthi haben im laufenden Iran-Krieg Angriffe mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern auf Israel für sich beansprucht.

Die Huthi-Miliz im Jemen ist neben der Hisbollah im Libanon der wichtigste nicht staatliche Verbündete des Irans. Sie hatte im Krieg die «volle und unerschütterliche Solidarität» mit Teheran angekündigt. Huthi-Funktionäre verbreiteten heute erneut die iranische Strategie von einer «gemeinsamen Front» gegen die USA und Israel als einzig mögliche Wahl für die Miliz. Nach dieser Strategie arbeiten die vom Iran unterstützten bewaffneten Gruppen, bekannt als sogenannte «Achse des Widerstands», im Jemen, im Libanon, im Irak und in den Palästinensergebieten zusammen. (sda/dpa)
8:00
Miliz im Irak droht mit neuen Angriffen auf US-Stützpunkte
Die vom Iran unterstützte Miliz Kataib Hisbollah im Irak hat mit neuen Angriffen auf US-Militärstützpunkte in der Region gedroht. Sie werde solche Angriffe durchführen, wenn die USA sich direkt an der neuen Eskalation zwischen dem Iran und Israel beteiligten, teilte die Miliz in der Nacht mit. Die Mitteilung kam nach den jüngsten Raketenangriffen des Irans auf Israel.

Im Irak sind zahlreiche mächtige Milizen aktiv, die in unterschiedlichem Mass vom benachbarten Iran unterstützt werden. Seit Beginn des Iran-Kriegs haben diese Hunderte Angriffe auf Ziele in der Region für sich beansprucht, darunter auf US-Einrichtungen und auf Ziele kurdischer Gruppen. Die Kurden zählen im Iran zu den wichtigsten oppositionellen Gruppen und sind in der Region teils mit den USA verbündet.

Im Irak haben einige Milizen nach Druck der USA angekündigt, ihre Waffen unter staatliche Kontrolle zu stellen. Kataib Hisbollah, eine der mächtigsten mit Teheran verbündeten Milizen, lehnt dies aber weiterhin ab. (sda/dpa)
7:49
Grossbritannien ruft Iran und Israel zur Deeskalation auf
Die britische Regierung hat den Iran und Israel zur Deeskalation aufgerufen. «Niemand hat ein Interesse an der Wiederaufnahme des Konflikts zwischen dem Iran und Israel», schrieb Aussenministerin Yvette Cooper auf der Plattform X. «Beide Seiten müssen sich in Zurückhaltung üben und die Lage unverzüglich deeskalieren.» Die Verhandlungen für eine dauerhafte, für alle notwendige Lösung müssten fortgesetzt werden, um Frieden und Stabilität in der Region zu erreichen und den globalen Handel wieder herzustellen. (sda/dpa)
7:34
Israels Armee greift petrochemische Anlage im Iran an
Israels Luftwaffe hat im Südwesten Irans eine Anlage der petrochemischen Industrie angegriffen. Das israelische Militär teilte am Morgen mit, dass es mehrere Ziele in der Anlage in der Hafenstadt Mahschahr im Südwesten des Landes ins Visier genommen habe. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.

Die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, berichtete unter Berufung auf einen stellvertretenden Gouverneur der iranischen Provinz Chusesten, dass Teile der Anlage bei dem Luftangriff beschädigt worden seien. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen. (sda/dpa)
7:12
Israels Militär meldet auch Rakete aus dem Jemen
Nach Angaben des israelischen Militärs ist auch eine Rakete aus dem Jemen in Richtung Israel abgefeuert worden. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, um die Gefahr abzufangen, teilte das Militär am frühen Morgen auf Telegram weiter mit. Die Bevölkerung war aufgerufen, Schutzanweisungen zu folgen. Später teilte das Militär mit, dass die Menschen die Bunker wieder verlassen könnten.

Im Jemen operiert die vom Iran unterstützte militant-islamistische Huthi-Miliz. Sie hatte in der Vergangenheit die «volle und unerschütterliche Solidarität» mit Teheran angekündigt. Immer wieder wird befürchtet, die Miliz werde sich aus dem Jemen in den Iran-Krieg einmischen. (sda/dpa)
6:57
Neuer Raketenbeschuss aus dem Iran auf Israel
In mehreren Gegenden Israels haben nach neuem iranischem Raketenbeschuss am Morgen die Warnsirenen geheult. Unter anderem im Zentrum und Süden des Landes gab es Raketenalarm. Etliche Menschen mussten erneut Schutz in Bunkern vor dem Angriff suchen. Zuvor hatten sie eine Warnung per Handy erhalten. «Die Verteidigungssysteme sind im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen», teilte das israelische Militär mit. (sda/dpa)
3:40
Israels Militär greift wieder Ziele im Iran an
Israels Luftwaffe hat Ziele im Westen und im Zentrum des Irans angegriffen. Das teilte das israelische Militär in den frühen Morgenstunden auf der Plattform X mit. Weitere Details gab es zunächst nicht. Der Angriff folgte auf iranische Raketenangriffe auf Israel am Abend zuvor.

Am späten Sonntagabend hatten Staatsmedien der Islamischen Republik mehrere Raketensalven auf den Erzfeind gemeldet. Laut dem israelischen Militär wurden alle Raketen der ersten Wellen abgefangen.

Zuvor hatte Israel am Sonntag in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen – trotz einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten Waffenruhe. Die Armee habe in Beirut «Terroristen-Hauptquartiere» als Reaktion auf vorherigen Beschuss Israels durch die Hisbollah angegriffen, teilten Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz mit.

Die Hisbollah ist der wichtigste nichtstaatliche Verbündete des Irans. Teheran hatte zuvor gewarnt, dass weitere israelische Angriffe auf den Grossraum Beirut als neuer Eskalationsschritt in der regionalen Konfrontation gewertet würden.

Israel hatte seit Inkrafttreten einer offiziellen Waffenruhe Mitte April die Angriffe im Raum Beiruts deutlich eingeschränkt. US-Präsident Trump hatte dort auch einen Stopp israelischer Angriffe und ein Ende von Angriffen der Hisbollah auf Israel verkündet. Israel hatte jedoch damit gedroht, diese Gebiete im Falle von Hisbollah-Attacken auf Israel erneut anzugreifen und die Bewohner der Vororte erneut zur Flucht gedrängt. (sda/dpa)
2:12
Israels Armee: Iran begeht mit Angriff «schweren Fehler»
Die israelische Armee ist nach Angaben eines Militärsprechers nach dem iranischen Raketenangriff auf alle Szenarien vorbereitet. Das Militär sei «stark in der Verteidigung und im Angriff», sagte Sprecher Effie Defrin in einer Video-Ansprache.

Der israelische Militärchef Ejal Zamir halte gegenwärtig Beratungen ab und billige «Pläne für das weitere Vorgehen». Der Iran habe mit den neuen Raketenangriffen auf Israel einen «schweren Fehler begangen», sagte der Sprecher.

Mit den Angriffen auf Israel als Reaktion auf den israelischen Angriff auf Hisbollah-Ziele in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut versuche Teheran, «eine neue Gleichung zu schaffen». Israel werde dies nicht zulassen, sagte der Sprecher. Die Angriffe auf die mit dem Iran verbündete libanesische Hisbollah-Miliz würden im ganzen Libanon fortgesetzt, kündigte er an. «Wir werden Angriffe auf israelische Bürger nicht zulassen.» Israel sei auch auf neue Raketenangriffe aus dem Iran vorbereitet, sagte Defrin weiter. (sda/dpa)
1:45
Israel schliesst nach Angriffen aus Iran Übergänge nach Gaza
Israel hat nach den neuen Raketenangriffen aus dem Iran die Grenzübergänge in den Gazastreifen geschlossen. Es handele sich um eine «Sicherheitsmassnahme», hiess es in einer Mitteilung der zuständigen israelischen Cogat-Behörde. Betroffen seien unter anderem der Rafah-Grenzübergang zwischen dem Gazastreifen und Ägypten sowie der Warenübergang Kerem Schalom zwischen Israel und dem Gazastreifen.

Die Massnahme werde keine Auswirkungen auf die humanitäre Lage in dem Küstenstreifen haben, hiess es weiter in der Mitteilung. Seit Beginn der Waffenruhe im Oktober seien ausreichend Lebensmittel in das im Krieg weitgehend zerstörte Palästinensergebiet gebracht worden. Cogat werde die internationale Gemeinschaft über alle weiteren Entwicklungen informieren.

Internationale Hilfsorganisationen warnen immer wieder vor der weiterhin prekären Lage für die rund zwei Millionen Einwohner des Gazastreifens, die weiterhin vielfach in überfüllten Zeltlagern hausen. (sda/dpa)
1:38
Raketen dringen in Jordaniens Luftraum ein
Bei den neuesten Angriffen des Irans auf Israel sind einige der Raketen in Jordaniens Luftraum eingedrungen. Das teilte ein Sprecher der jordanischen Regierung mit. Mehrere Raketen hätten Jordaniens Luftraum bei der «erneuten Eskalation» verletzt, teilte der Sprecher mit. Die jordanischen Streitkräfte würden die Situation genau beobachten. «Jordanien wird nicht zulassen, dass sein Gebiet oder sein Himmel in ein Schlachtfeld für irgendwen verwandelt werden.»

Ein jordanischer Fernsehsender veröffentlichte Videos eines grossen Trümmerteils von einer Rakete, die nahe der Stadt Irbid im Norden niederging. Am Nachthimmel wurden über Jordanien mehrere Raketen auf dem Weg nach Israel gesichtet.

Jordanien geriet durch seine geografische Lage zwischen dem Iran und Israel schon mehrfach in die Schusslinie im Konflikt der beiden Erzfeinde. Jordaniens Flugabwehr fing dabei mehrfach Raketen und Drohnen im eigenen Luftraum ab mit dem erklärten Ziel, die eigene Bevölkerung zu schützen. Das Königreich sah sich danach dem Vorwurf ausgesetzt, Israel zu verteidigen. (sda/dpa)
23:02
Irak und Syrien sperren Luftraum vorübergehend
Der Irak und Syrien haben ihren Luftraum nach den neuesten Raketenangriffen des Irans auf Israel vorübergehend gesperrt. Im Irak gelte die Sperrung für 72 Stunden, teilte die Behörde für zivile Luftfahrt mit. Es handle sich um eine Vorsichtsmassnahme wegen «aktueller regionaler Entwicklungen und Spannungen», um die Sicherheit des zivilen Flugverkehrs zu schützen. Im benachbarten Syrien wurde eine Sperrung ab 23.00 Uhr abends (22.00 MESZ) für 12 Stunden verkündet und damit bis Montag früh.

Beide Länder liegen geografisch zwischen dem Iran und Israel und damit auch in der Schusslinie im Fall gegenseitiger Angriffe der beiden Erzfeinde. Der Irak hatte seinen Luftraum schon beim Ausbruch des Krieges wochenlang geschlossen und erst nach Verkündung der Waffenruhe im April wieder geöffnet.

Berichte, dass auch die Golfstaaten ihren Luftraum geschlossen hätten, bestätigten sich zunächst nicht. Die in Katar zuständige Behörde teilte mit, dass entsprechende Darstellungen, die in sozialen Medien kursierten, falsch seien. Es gebe aber eine sogenannte Notam (Mitteilung an die Flugzeugführer) über «alternative Flugrouten», um das «höchste Mass an Sicherheit und Effizienz» im Luftverkehr zu ermöglichen.

Diese Mitteilung empfiehlt für Flüge in die regionalen Nachbarländer Kuwait, Bahrain und Oman andere Flugrouten, eine Schliessung des katarischen Luftraums wird aber nicht mitgeteilt. (sda/dpa)
22:36
Medien: Trump fordert von Israel Verzicht auf Gegenschläge
Nach den neuesten Raketenangriffen des Irans auf Israel will US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu auffordern, auf Vergeltungsschläge gegen Teheran zu verzichten. Trump habe ein entsprechendes Telefonat mit Netanjahu angekündigt, berichtete ein Reporter des Nachrichtenportals «Axios» auf X. Der israelische Sender Kan berichtete ebenfalls, dass Israel nach Trumps Willen nicht auf die Angriffe reagieren solle. «Israel hat genug reagiert», sagte Trump demnach einem Korrespondenten des Senders.

Trump dürfte weiterhin darauf hoffen, ein Rahmenabkommen mit Teheran abzuschliessen. «Was ich dem Iran raten würde: Ihr habt eure Raketen abgefeuert, das reicht. Kehrt an den Verhandlungstisch zurück und schliesst ein Abkommen», sagte er laut dem US-Sender Fox News. Eine öffentliche Stellungnahme durch das Weisse Haus stand zunächst aus.

Trump deutete laut Fox News an, dass die Verhandlungen mit dem Iran auf eine mögliche Einigung zusteuerten. Diese könnte «am Montag, Dienstag oder Mittwoch kommender Woche» erzielt werden, hiess es weiter. Mit Blick auf die jüngsten israelischen Angriffe im Libanon sagte der Präsident unterdessen: «Ich bin nicht erfreut darüber.»

Am späten Sonntagabend feuerte der Iran mehrere Raketensalven auf Israel. Laut dem israelischen Militär wurden alle Raketen der ersten Wellen abgefangen, gleichzeitig habe man weitere Raketenangriffe identifiziert. Die Luftabwehr sei im Einsatz. (sda/dpa)
22:30
Israel: Aus Iran abgefeuerte Raketen von Luftabwehr abgefangen
Aus dem Iran auf Israel abgefeuerte Raketen sind nach israelischen Militärangaben von der Luftabwehr abgefangen worden. Bisher seien zwei Angriffswellen identifiziert worden, teilte das Militär mit. Nach Angaben des israelischen TV-Senders N12 schlugen Raketentrümmer im Norden Israels ein, unter anderem nahe der Stadt Tiberias. Es gab zunächst keine Angaben zu Verletzten.

Nach Informationen des israelischen Zivilschutzes wurde angesichts der ersten iranischen Angriffe seit zwei Monaten der Unterricht in allen Schulen am Montag abgesagt. Der internationale Flughafen bei Tel Aviv blieb nach Medienberichten zunächst geöffnet.

Der Iran reagierte mit den Raketenangriffen auf einen Angriff Israels in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut. Nach israelischen Angaben reagierte das Militär damit wiederum auf einen vorherigen Raketenangriff aus dem Libanon auf den Norden Israels. Israel machte die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz für die Angriffe verantwortlich. (sda/dpa)
22:26
Iran sperrt Luftraum im Westen des Landes
Der Iran hat den Luftraum im Westen des Landes bis auf weiteres gesperrt. Die zivile Luftfahrtbehörde begründete dies nach den iranischen Raketenangriffen auf Israel mit neuen Gefährdungsbewertungen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Die Bevölkerung wurde gebeten, von Fahrten zu den Flughäfen abzusehen und die Medien zu verfolgen. (sda/dpa)
22:25
Iran: Luftwaffenstützpunkt in Israel attackiert
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge bei ihren Raketenangriffen auf Israel unter anderem auf Militäreinrichtungen gezielt. Der Luftwaffenstützpunkt Ramat David sei mit ballistischen Raketen attackiert worden, hiess es in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarden.

In der Mitteilung begründeten Irans Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht des Landes, ihre Angriffe mit der Eskalation im Libanon. Die Waffenruhe im Iran-Krieg Anfang April sei unter der Prämisse ausgehandelt worden, dass der Konflikt an allen Fronten eingestellt werden müsse, hiess es in der Erklärung. «Doch wie immer hielten sich die USA und das zionistische Regime nicht an ihre Verpflichtungen. Sie setzten sowohl ihre Angriffe und Verbrechen im Libanon fort als auch ihre wiederholten Übergriffe auf iranische Küstengebiete.»

Die nun erfolgten Angriffe bezeichneten die Revolutionsgarden als «Warnung». Sollte der Krieg wieder voll ausbrechen, «werden die Antworten umfassender ausfallen und sämtliche amerikanisch-zionistischen Ziele in der Region einschliessen», teilten die Streitkräfte weiter mit. (sda/dpa)
22:24
Iran greift Israel erneut mit Raketen an – Israel droht mit Vergeltung
Der Iran hat erstmals seit Anfang April wieder Raketen auf Israel abgefeuert. Nach israelischen Angaben wurden insgesamt vier Raketen in mehreren Wellen gestartet und von den Abwehrsystemen abgefangen. Teheran begründete den Angriff mit den israelischen Luftschlägen auf Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut.

Israel reagierte umgehend mit scharfen Drohungen. Ein Regierungsvertreter kündigte laut israelischen Medien eine «harte» Antwort an und erklärte, man werde die Angriffe nicht unbeantwortet lassen. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu berief eine Sicherheitsberatung ein.

Aus Sorge vor einer weiteren Eskalation bleiben am Montag landesweit alle Schulen in Israel geschlossen. Die jüngsten Angriffe setzen die ohnehin fragile Waffenruhe zwischen Iran, Israel und den USA weiter unter Druck. (mke)
Liebe Userinnen und User

Wir schliessen in Liveticker-Artikeln die Kommentarfunktion nach einer Weile. Dies, weil sich die Gegebenheiten oft so schnell verändern, dass bereits gepostete Kommentare wenig später keinen Sinn mehr ergeben. In allen andern Artikeln dürft ihr weiterhin gerne in die Tasten hauen. Vielen Dank fürs Verständnis, Team watson

Die Vorgeschichte

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenattacken gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Modschtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA gaben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe. US-Präsident Donald Trump verlängerte diese danach einseitig. Die Aufnahme von neuen Verhandlungen stockt, der Iran zeigt wenig Interesse daran. Die für die Weltwirtschaft wichtige Strasse von Hormus ist weiterhin mehrheitlich blockiert.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Iran-Proteste 2026
1 / 16
Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

quelle: keystone
Auf Facebook teilenAuf X teilen
USA und Israel greifen Iran an – Das sagt Trump
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Selenskyj: «Wollen nicht still sterben»
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einem Interview des britischen Senders Sky News seine Vorstellungen von einer baldigen Diskussion mit Russland über ein Kriegsende präsentiert. Es habe bereits mehrfach Signale aus Moskau über mögliche Gespräche gegeben, doch seien diese immer wieder verstummt. «Man versteht manchmal nicht, was die Russen wirklich wollen», sagte er.
Zur Story