Mann auf A13 mehrmals überfahren – keine Schuldigen ermittelt

Wieso befand sich der Mann auf der Fahrbahn? 

Mann auf A13 mehrmals überfahren – keine Schuldigen ermittelt

13.03.2014, 13:0313.03.2014, 14:04

Niemand ist strafrechtlich am Tod eines Mannes schuld, der im Herbst 2012 auf der Autobahn A13 bei St. Margrethen von mehreren Autos überfahren worden war. Warum der 56-jährige Serbe auf die Fahrbahn gelangte, konnte die Staatsanwaltschaft nicht klären. 

Die Untersuchung des Unfalls vom 25. Oktober 2012 sei abgeschlossen. «Wir konnten niemandem die strafrechtliche Schuld am Tod des Mannes nachweisen», bestätigte Natalie Häusler, Medienbeauftragte der St. Galler Staatsanwaltschaft, einen Bericht im St. Galler Tagblatt vom Donnerstag.  Nicht geklärt werden konnte, warum sich der Mann auf der Fahrbahn befand. Ein anderer Autofahrer war kurz vorher auf sein Auto aufgefahren.

Nach dem Unfall lag der 56-jährige Serbe gemäss Augenzeugen auf der Fahrbahn. Gemäss der Spurenauswertung der Polizei war der Mann nicht aus seinem Auto geschleudert worden. Der Mann wurde in der Folge von mehreren Fahrzeugen überrollt. Die Unfallaufnahme war schwierig. Das Unfallopfer konnte erst am Nachmittag identifiziert werden. Um die am Unfall beteiligten Personen kümmerte sich ein Care-Team. 

Nach einem Aufruf in den Medien meldeten sich mehrere Autofahrer, die angaben, etwas überfahren zu haben. Sie gaben an, sie hätten geglaubt, dass es sich dabei um einen Gegenstand oder einen Tierkadaver gehandelt habe. Gemäss der Staatsanwaltschaft sind vier Autofahrer im Zusammenhang mit dem Unfall gebüsst worden. Drei Autofahrer erhielten Bussen zwischen 500 und 1000 Franken, weil sie ihrer Meldepflicht nach dem Unfall nicht nachkamen. Der Autofahrer, der den Auffahrunfall verursachte, erhiehlt eine Busse von 600 Franken. (rar/sda)

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