Ägyptens Ex-Präsident Mohammed Mursi zum Tode verurteilt
Mursi soll sich demnach Anfang 2011 mit der palästinensischen Hamas und der libanesischen Hisbollah verschworen haben, um einen Gefängnisausbruch zu organisieren. Zu den Ausbrüchen war es während der Revolte gegen Mubarak gekommen.
Das Urteil muss vom ägyptischen Mufti bestätigt werden. Im Anschluss daran kann dagegen noch Berufung eingelegt werden. In demselben Verfahren wurden am Samstag mehr als 100 weitere Funktionäre und Anhänger der verbotenen Muslimbruderschaft zum Tode verurteilt.
Der erste frei gewählte Präsident in der Geschichte Ägyptens war im Vormonat bereits in einem anderen Verfahren wegen Anstiftung zur Gewalt gegen Demonstranten zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Mursi war nach dem Sturz von Machthaber Mubarak im Februar 2011 der erste demokratisch gewählte Präsident Ägyptens, im Juli 2013 wurde er vom Militär nach Massenprotesten gegen seine autoritäre Herrschaft entmachtet. Er ist seitdem inhaftiert. (sda/afp/dpa)
Sie hat Ableger in anderen arabischen Ländern. In ihren Anfängen traten die Muslimbrüder militant auf, später schworen sie in Ägypten offiziell der Gewalt ab. Im Land blieben sie lange verboten und arbeiteten zum Teil im Untergrund.
Der Sturz von Langzeitpräsident Husni Mubarak im Februar 2011 eröffnete den Muslimbrüdern in Ägypten neue Möglichkeiten. Im Juni 2012 gewann ihr Kandidat Mohammed Mursi die Präsidentenwahl, ehe er ein Jahr später nach Massenprotesten vom Militär gestürzt wurde.
Nach dem Coup wurde die Muslimbruderschaft in Ägypten als Terrororganisation eingestuft und offiziell verboten. Bis auf wenige Ausnahmen sitzen ihre politischen Führer im Gefängnis. (sda/dpa)
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— *Russian Market (@russian_market) May 16, 2015Update folgt …
