Schweiz
Gesellschaft & Politik

WSL-Direktor Konrad Steffen in Grönland tödlich verunfallt

WSL-Direktor Konrad Steffen in Grönland tödlich verunfallt

Konrad Steffen, Direktor der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), ist am Samstag bei der Feldarbeit in Grönland tödlich verunfallt.
10.08.2020, 19:5410.08.2020, 19:54

Direktion und Mitarbeitende der WSL seien erschüttert und fassungslos, heisst es auf der Homepage des WSL. Der Glaziologe Steffen habe sich in Grönland im Swiss Camp, einem Netz von Wetterstationen, aufgehalten, hiess es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA beim WSL.

HANDOUT - Bundespraesidentin Doris Leuthard, Mitte, und der Direktor des WSL Konrad Steffen, rechts, am Mittwoch, 9. August 2017 bei Ilulissat, Groenland. Die Schweiz betreibt seit 1990 die Forschungs ...
Konrad Steffen (rechts) mit der damaligen Bundesrätin Doris Leuthard (links) in Grönland, August 2017.Bild: UVEK

Pionier der Klimawandel-Forschung

Steffen stand dem WSL seit 2012 als Direktor vor. Der 68-jährige Steffen sei vom Bundesrat über seine Pensionierung hinaus bis Ende Juni 2021 gewählt worden. Die Geschäfte der WSL würden bis auf Weiteres vom stellvertretenden Direktor, Christoph Hegg, geführt.

Steffen war auch Professor für Architecture, Civil and Environmental Engineering an der EPF in Lausanne und Professor am Institut Atmosphere and Climate der ETH Zürich. Mit Konrad Steffen verliere der ETH-Bereich einen äusserst renommierten Forscher und einen einmaligen, grossherzigen und engagierten Menschen, teilte der ETH-Rat am Montag mit.

Steffen sei ein Pionier in der Erforschung des Klimawandels gewesen und habe sich regelmässig zu Forschungszwecken in Arktis und Antarktis aufgehalten. Steffen war verheiratet, er hinterlässt zwei erwachsene Kinder. (sda)

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