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Schweiz

MSD: Diese US-Firma ist wohl der grösste Steuerzahler der Schweiz

MSD Niederlassung Schachen (LU)
Spült Milliarden in die Schweizer Staatskasse: MSD, hier die Niederlassung in Schachen im Kanton Luzern.screenshot google maps

Diese US-Firma ist wohl der grösste Steuerzahler der Schweiz

Der US-Pharmakonzern MSD hat 2025 in der Schweiz rund 1,8 Milliarden Franken Gewinnsteuern bezahlt – und damit offenbar mehr als Roche, Novartis oder Nestlé.
25.04.2026, 15:5925.04.2026, 15:59

Der grösste Unternehmenssteuerzahler der Schweiz kommt womöglich nicht aus Basel oder Vevey, sondern aus den USA. Der Pharmakonzern MSD hat laut seinem Jahresbericht 2025 hierzulande 2,1 Milliarden US-Dollar Gewinnsteuern bezahlt, umgerechnet rund 1,8 Milliarden Franken.

Darüber berichtete zuerst die «Republik» unter Berufung auf den Geschäftsbericht des Konzerns. Demnach entspricht der Betrag rund 6 Prozent aller Schweizer Einnahmen aus Unternehmensgewinnsteuern.

Zum Vergleich: Roche zahlte 2025 laut geschätzten Zahlen der «Handelszeitung» knapp 1,3 Milliarden Franken Gewinnsteuern in der Schweiz. Dahinter folgen Nestlé und Novartis mit deutlich tieferen Beträgen.

Nur 1000 Schweizer Mitarbeitende

Auffällig ist das auch deshalb, weil MSD in der Schweiz deutlich weniger Personal beschäftigt als in seinem Heimmarkt USA. Weltweit arbeiten rund 75'000 Personen für den Konzern, davon rund 30'000 in den USA. In der Schweiz sind es rund 1000 Mitarbeitende. Der Schweizer Hauptsitz befindet sich in Luzern, dazu kommen Standorte in Schachen und Zürich.

Laut «Republik» profitiert MSD in Luzern zusätzlich von einer kantonalen Steuervergünstigung bis 2032. Wie viel der 1,8 Milliarden Franken tatsächlich in Luzern und wie viel in Zürich versteuert wird, ist wegen des Steuergeheimnisses nicht bekannt.

Gerade für Luzern ist das politisch und finanziell relevant. Die «Luzerner Zeitung» schreibt, Kanton und Stadt würden immer stärker von MSD abhängig. Wie gross der Beitrag des Konzerns an die Luzerner Steuererträge genau ist, bleibt offen. Klar ist laut Zeitung aber, dass die Einnahmen aus Unternehmenssteuern in Luzern in den vergangenen zwei Jahren stark gestiegen sind.

Im Zentrum um MSD steht ein Medikament, das in der Schweiz stark ins Gewicht fällt: Keytruda. Laut dem Helsana-Arzneimittelreport verursachte das Krebsmedikament 2024 Kosten von 183,4 Millionen Franken – mehr als jedes andere Medikament im Land. Für MSD ist Keytruda seit Jahren ein zentraler Gewinnmotor. Laut «Republik» hat das Medikament dem Konzern bislang 163 Milliarden Dollar eingebracht. 2025 war es für fast die Hälfte des Gesamtumsatzes verantwortlich.

(kma)

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