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US-Richter: Abschiebungspolitik der Trump-Regierung ist rechtswidrig

epa11859466 An Ecuadorian citizen speaks on a mobile phone after being deported from the US in Guayaquil, Ecuador, 28 January 2025. The Government of Ecuador confirmed the arrival of two deportation f ...
Die Trump-Regierung liess tausende Migranten in Drittstaaten bringen, um Abschiebungen zu beschleunigen.Bild: keystone

US-Richter: Abschiebungspolitik der Trump-Regierung ist teilweise rechtswidrig

25.02.2026, 22:4325.02.2026, 22:43

Ein US-Bundesrichter in Boston hat entschieden, dass die Abschiebung von Migranten in Drittstaaten ohne ausreichende Vorwarnung verfassungswidrig ist. Das berichtet die Washington Post. Die Regierung müsse Betroffenen mehr Zeit geben, rechtlich gegen ihre Abschiebung vorzugehen.

Konkret erklärte Richter Brian Murphy eine Richtlinie der Einwanderungsbehörde ICE für verfassungswidrig, die Abschiebungen in andere Länder mit teils nur sechs Stunden Vorlauf erlaubte. Die Regierung hatte sich dabei auf unklare Zusicherungen der Zielländer berufen, dass den Abgeschobenen keine Gefahr drohe – was das Gericht als unzureichend bewertete.

Das Urteil erschwert das Vorgehen der Trump-Regierung, die im vergangenen Jahr tausende Migranten in Drittstaaten bringen liess, um Abschiebungen zu beschleunigen.

Murphy setzte der Regierung eine 15-tägige Frist für eine mögliche Berufung. (hkl)

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37 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Pummelfee
26.02.2026 00:11registriert Mai 2020
Ich fürchte, das wird Trump und sein Gruselkabinett genau gar nicht interessieren und die machen weiter wie bisher. Bislang haben die sich nicht um Gerichtsbeschlüsse geschert, wenns nicht in ihre Ideologie passt.
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