Die Schweizer Medaillen an den Olympischen Spielen 2026
Kaum ist der Gold-Jubel verstummt, sind Schweizer Ski-Stars ein Fall fürs Museum
Mit 23 Medaillen waren die Olympischen Winterspiele von Mailand-Cortina ein Schweizer Triumphzug. Doch selbst grosse Siege brauchen Erinnerungsstücke – sonst verblassen sie.
Dafür sorgen nun Franjo von Allmen und Loïc Meillard. Der Abfahrts- und der Slalom-Olympiasieger spenden deshalb einen Teil ihrer Ausrüstung, die sie bei einem Medaillengewinn trugen, dem Olympischen Museum in Lausanne.
Vom Speed-König von Allmen wird der Helm, den er bei seinen Triumphen in Bormio trug, ausgestellt werden. Meillard übergibt den Rennanzug, den er im Slalom der Team-Kombination trug, in der er gemeinsam mit Marco Odermatt die Silbermedaille gewann.
Erinnerungen sollen weiterleben
«Diese beiden Spenden sind eine berührende Erinnerung daran, wie eng sich Athletinnen und Athleten mit dem Olympischen Museum verbunden fühlen», sagte dessen stellvertretende Direktorin Yasmin Meichtry. Sie freue sich sehr über die neuen Exponate.
«Dank der Grosszügigkeit von Franjo und Loïc können wir die menschlichen Geschichten hinter ihrer Ausrüstung erzählen – Geschichten von Mut, Stolz und den Menschen, die sie auf ihrem Weg unterstützt haben», meinte Meichtry weiter. So stelle man sicher, dass die Erinnerungen weiterleben und kommende Generationen inspirieren.
Franjo von Allmen gelang mit drei Goldmedaillen an den gleichen Spielen etwas, was im Ski alpin zuletzt die Kroatin Janica Kostelic schaffte. Sie triumphierte 2002 in Salt Lake City in Slalom, Riesenslalom und Kombination. Von Kostelics damaliger Ausrüstung befinden sich mehrere Gegenstände im Museum. Nun erhält sie Gesellschaft von zwei Schweizer Olympiasiegern. (ram)
