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Mobility startet Versuch mit E-Autos, die Strom ins Netz zurückspeisen

IMAGE DISTRIBUTED FOR MOBILITY FOR EDITORIAL USE ONLY - Mobility Elektro-Honda Bidirektional // Weiterer Text ueber ots und http://presseportal.ch/de/pm/100010161/100884113 (obs/Mobility via KEYSTONE)
Um Elektroautos für die Stabilisierung der Stromnetze zu nutzen, gehen sieben Unternehmen mit dem Projekt V2X Suisse «innovative Wege».Bild: keystone

Mobility startet Versuch mit E-Autos, die Strom ins Netz zurückspeisen

19.01.2022, 11:4319.01.2022, 11:44

Mit einem Projekt wollen mehrere Unternehmen herausfinden, wie man Elektroautos für die Stabilisierung der Stromnetze nutzen kann. Beteiligt an «V2X Suisse» sind unter anderem der Carsharing-Anbieter Mobility, der Autobauer Honda und der Software-Entwickler Sun2wheel.

Gemäss einer gemeinsamen Mitteilung vom Mittwoch steht bei Projekt das sogenannte bidirektionale Laden im Mittelpunkt. Dabei geben Elektroautos Energie ins Stromnetz zurück, wenn sie nicht gefahren werden. Das Projekt umfasst 50 Elektroautos von Honda, die Mobility-Kunden buchen können.

Autos nur teilweise entladen

Werden die Fahrzeuge nicht gefahren, können sie bis zu 20 Kilowatt Leistung zurück ins Stromnetz speisen. Das würde auf die gesamte Carsharing-Flotte gerechnet 60 Megawatt ausmachen, heisst es in der Mitteilung weiter. Das entspreche ungefähr der Leistung des Tessiner Pumpspeicherkraftwerks Peccia.

Die Autos würden dabei nur teilweise entladen, sagte Projektleiter Marco Piffaretti im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. «Das System ist so programmiert, dass unsere Kunden immer Priorität haben.» Ziel sei es, dass die Carsharing-Kunden vom bidirektionalen Laden gar nichts mitbekommen.

Die Vorbereitungen laufen noch bis September 2022. Gemäss der Mitteilung handelt es sich um den ersten grossflächigen Test dieser Art. Aktuell werden noch Standorte in der ganzen Schweiz definiert - von ländlich bis urban.

(dsc/sda/awp)

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6 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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DerHans
19.01.2022 12:28registriert Februar 2016
So wird die Zukunft aussehen.
Und irgendwann wird man zurück blicken und sich fragen, wie konnten wir nur unsere Autos damals 23h am Tag nutzlos rumstehen lassen.
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6
Europäer kaufen immer mehr E-Autos, in der Schweiz hingegen …
In der EU werden Stromer auch Anfang 2026 weiter beliebter. In der Schweiz hingegen stagnieren die Verkäufe seit vier Jahren.
Auf dem europäischen Automarkt zieht die Elektromobilität an. Der Anteil der vollelektrisch angetriebenen Autos an den Neuzulassungen in der EU erhöhte sich im Januar und Februar auf 18,8 Prozent, während es in den ersten beiden Monaten 2025 erst 15,2 Prozent waren. Dies gab der Herstellerverband Acea in Brüssel bekannt. Europaweit, also inklusive EFTA-Länder und Grossbritannien, stieg der Anteil von 16,9 auf 19,6 Prozent. In der Schweiz hingegen sank der Stromer-Anteil minimal von 20,4 auf 20,3 Prozent. Die E-Auto-Verkäufe stagnieren hierzulande seit rund vier Jahren.

Die höchsten E-Auto-Anteile haben Norwegen und Dänemark mit 98 und 82 Prozent. In Kroatien sind es nur rund 2 Prozent.

Mit dem Wachstum der E-Mobilität sanken die Verkäufe von reinen Benzin-Autos weiter. Im Februar gingen die Verkäufe in der EU gegenüber dem Vorjahresmonat um 23,3 Prozent zurück.
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