Islamischer Staat (IS)
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Neue Geldquelle für den IS

IS verscherbelt Kunstgüter und füllt damit die Kriegskasse

In this Thursday, June 19, 2014 image taken from video obtained from a resident of Mosul, which has been authenticated based on its contents and other AP reporting, a man takes a video with his mobile phone after Sunni al-Qaida-inspired Islamic State of Iraq and the Levant militants removed statues of revered religious figures and Iraqi cultural icons in Mosul, Iraq. (AP Photo via Mosul resident)

Eine Historische Statue in Mosul wird von IS-Kämpfern demontiert (Juni 2014). Bild: AP/Resident of Mosul

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zerstört im Irak historische Stätten und finanziert sich durch den Verkauf von Kulturgütern. Auf einem Kolloquium der UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Paris warnte der französische UNESCO-Botschafter Philippe Lalliot vor «kultureller Säuberung» durch die Dschihadisten im Nordirak.

«Das irakische Kulturerbe ist in sehr grosser Gefahr», sagte Lalliot, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Gesprengt worden sind nach den Angaben irakischer Museumsdirektoren das Grab des Propheten Jonas, religiöse Statuen und Monumente in Mossul sowie assyrische Paläste.

This photo taken Friday, June 20, 2014, shows an empty park where militants from an al-Qaida breakaway group removed a statue of an Iraqi cultural icon, poet Adi Tammam, in the northern city of Mosul, Iraq, ten days after the Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) took over the country's second largest city. U.S. Secretary of State John Kerry warned Mideast nations on Wednesday against taking new military action in Iraq that might heighten already-tense sectarian divisions, as reports surfaced that Syria launched airstrikes across the border and Iran has been flying surveillance drones over the neighboring country. (AP Photo)

Leerer Sockel in der von der IS besetzten Stadt Mosul: die Islamisten entfernten eine Statue des populären Dichters Adi Tammam (Juni 2014). Bild: Uncredited/AP/KEYSTONE

«Es gibt internationale Mafia-Organisationen, die sich für alles interessieren, was nach Kulturerbe aussieht», sagte der Direktor des Museums von Bagdad, Qais Hussen Rashied. «Sie informieren dann die Terrormiliz über das, was verkauft werden kann». Durch Schmuggel besserten die Dschihadisten ihre Kriegskasse auf.

Die UNESCO hat ihre Mitgliedsländer sowie internationale Museen und den Kunstmarkt über das Vorgehen der Dschihadisten informiert und vor Kunstobjekten gewarnt, die aus Plünderungen im Irak stammen könnten. UNESCO-Chefin Irina Bokova strebt eine UNO-Resolution an, die jeden Handel mit Kulturgut aus dem Irak und Syrien vorsorglich verbietet. (wst/sda/dpa)



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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 30.09.2014 17:50
    Highlight Highlight Die islamische Welt ist der Nährboden auf dem die IS gedeihen konnte. Jahrelang förderten die islamischen Staaten des Mittleren Ostens nicht nur den Terrorismus als solchen, sondern auch die Radikalisierung der Muslime in Europa.
    Die Geister, die sie riefen, werden sie nun nicht mehr los, denn sie wollen auch nicht zu kräftig hinlangen.
    Es ist sehr praktisch, wenn der Westen das IS-Problem richtet, denn dann kann man auch gleich wieder mit Fingern auf den Westen zeigen und ihm die Schuld für irgendwas zuschieben.

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