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Eine Löwengruppe aufgenommen in einem Gehege im Serengeti-Park Hodenhagen am Südrand der Lüneburger Heide in Niedersachen. (Archiv)
Eine Löwengruppe aufgenommen in einem Gehege im Serengeti-Park Hodenhagen am Südrand der Lüneburger Heide in Niedersachen. (Archiv)
Bild: DPA-Zentralbild

Zwei Löwen verletzen Tierpfleger im deutschen Hodenhagen schwer

04.05.2019, 15:2804.05.2019, 15:47

Zwei Löwen haben einen Tierpfleger im Serengeti-Park in Hodenhagen angegriffen und schwer verletzt. In Lebensgefahr sei der 24-Jährige aber nicht, sagte ein Polizeisprecher in Walsrode am Samstag. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung über den Vorfall berichtet.

Der Sprecher erklärte, der Pfleger habe das Löwengehege betreten, obwohl dort vorher schon Fleisch für die Tiere verteilt worden sei. Der 24-Jährige wurde per Rettungshelikopter in ein Spital geflogen. Er sei wach und ansprechbar gewesen, sagte die Sprecherin des Serengeti-Parks, Asta Knoth.

Für die Besucher habe keine Gefahr bestanden, die Löwen seien durch einen Extrazaun gesichert. Unklar war zunächst, warum der 24-Jährige gleichzeitig mit den Löwen in dem Gehege war. Es handle sich um einen erfahrenen Mitarbeiter, erklärte die Sprecherin.

Zu dem Vorfall sei es am Samstagmorgen gekommen, als die beiden kastrierten, männlichen Löwen auf einer gesonderten Anlage ihr Fleisch bekamen. Die beiden Tiere würden getrennt von den anderen Löwen gehalten, also nicht auf der Aussenanlage, die sie erst nach der Fütterung betreten dürften. Laut «Bild» hatte der Pfleger den Zaun kontrollieren wollen.

Ein Kollege des Pflegers und der Tierinspektor des Parks hätten den Angriff mitbekommen und es geschafft, die Löwen von ihrem Opfer ab- und den 24-Jährigen in Sicherheit zu bringen, sagte Knoth. Die Mitarbeiter des Tierparks hätten «schockiert» und schwer getroffen auf den Angriff der Tiere reagiert. Nach Einschätzung der Polizei bekamen die Besucher von dem Vorfall nichts mit.

Vor fünf Jahren hatte ein Löwe Besuchern des Tierparks einen gehörigen Schrecken eingejagt: Die Raubkatze sprang mit einem Satz in die Scheibe eines Safari-Busses, mit dem Besucher durch die Aussenanlage fahren können, zerschlug sie und blieb kurz mit den Vorderpfoten hängen. Direkt hinter der zertrümmerten Scheibe sass eine Familie, die durch Glassplitter leicht verletzt wurde. (sda/dpa)

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