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Bundesrat Alain Berset am Genfer Autosalon 2016. (Symbolbild)
Bundesrat Alain Berset am Genfer Autosalon 2016. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

CO2-Kompensationen bei Schweizern im Hoch – doch Bundesräte fahren mit «Dreckschleudern»

17.03.2019, 07:3217.03.2019, 07:37

Am Freitag gingen weltweit Hunderttausende Menschen auf die Strasse und demonstrierten für besseren Klimaschutz. Dem Aufruf folgten auch viele Schweizer. Rund 66'000 Jugendliche forderten hierzulande in über 23 Städten die Umsetzung des Pariser Abkommens und die Ausrufung des nationalen Klimanotstandes.

Demonstranten letzte Woche in Basel.
Demonstranten letzte Woche in Basel. Bild: KEYSTONE

Besonders in Verruf geraten sind Airlines. Wegen den niedrigen Preisen nimmt der Flugverkehr stetig zu und trägt somit erheblich zum Klimawandel bei. Aber: Laut der «SonntagsZeitung» zeichnet sich hierzulande in puncto Umweltbewusstsein allmählich ein Umdenken ab.

Rasanter Anstieg von CO2-Kompensationen

Schweizerinnen und Schweizer haben im vergangenen Jahr anlässlich ihrer Flüge rund um die Welt so viel CO2 kompensiert wie noch nie. Die Menge nahm um 70 Prozent auf 32'000 Tonnen zu, was etwa der Emission von 8000 Flügen von Zürich nach Singapur und retour entspricht, wie die Zeitung unter Berufung auf Zahlen der Klimaschutzstiftung Myclimate berichtet.

Im Januar betrug der Anstieg gar 200 Prozent – eine Verdreifachung. Im Februar waren es immer noch plus 70 Prozent. Myclimate bietet Passagieren die Möglichkeit, die CO2-Emissionen ihre Reise mit der Finanzierung von Klimaprojekten andernorts zu kompensieren. 2018 habe die Sensibilisierung für das Thema enorm zugelegt, sagte ein Sprecher der Stiftung. Gletscherschmelze und Rekordhitze seien Effekte, die jeder persönlich mitbekommen habe.

Klimastreik der Schüler:

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Klimastreik der Schüler
quelle: keystone / urs flueeler
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Bundesräte nicht umweltbewusst unterwegs

Derweil lassen sich der Zeitung zufolge Bundesräte und Staatsangestellte in «Dreckschleudern» herumchauffieren – und missachten die eigenen Umweltregeln. Gemäss Verordnung sollte die Verwaltung Fahrzeuge der besten Energieffizienzkategorien A und B kaufen. «Nicht gestattet» ist die Beschaffung von Autos der Kategorien E bis G, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.

Eine Auswertung der Armasuisse zeigt, dass von den 1685 in den letzten vier Jahren angeschafften Personenwagen nur 754 den Kategorien A und B angehörten, über die Hälfte der Autos (55 Prozent) war schlechter eingestuft. Rund 270 Fahrzeuge gehörten den Kategorien E bis G an – darunter die Diesel-Limousinen von sechs Bundesräten. (sda/vom)

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Klimastreik

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