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Dutzende Maskierte machen in Stockholm Jagd auf Flüchtlinge

30.01.2016, 15:3630.01.2016, 16:05

In der schwedischen Hauptstadt Stockholm haben in der Nacht zum Samstag mehrere dutzend maskierte Männer Jagd auf Flüchtlinge gemacht. «Als ich vorbeikam, sah ich eine Gruppe von Maskierten und schwarz Gekleideten, die auf Ausländer einschlugen», sagte ein Augenzeuge der Tageszeitung «Aftonbladet».

Die Polizei meldete vier Festnahmen, darunter ein 46-Jähriger, der einem Polizisten in Zivil ins Gesicht geschlagen hatte. Die Polizei war vorab über die Verabredung von rechtsextremistischen Gruppen für die Aggression am Sergels Torg informiert – einem grossen Platz im Zentrum Stockholms, der als Treffpunkt von Jugendlichen, Obdachlosen und jungen Einwanderern bekannt ist.

Ein Leser-Video von «Aftonbladet» zeigt das Einschreiten der Polizei. 

«Verdiente Strafe»

Deshalb wurden in der Gegend starke Polizeieinheiten zusammengezogen. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bildung einer gewalttätigen Vereinigung eingeleitet. Der Polizei lagen am Samstag keine Strafanzeigen vor.

Auf Flugblättern, riefen die Organisatoren des Treffens dazu auf, «Kindern aus den Strassen Nordafrikas ihre verdiente Strafe zu erteilen».  «The Daily Mail» schreibt, dass sich die Flugblätter auf den Fall der getöteten Alexandra Mehzer beziehen. Die 22-jährige Migrations-Helferin wollte in Molndal, Schweden, einen Streit zwischen zwei Flüchtlingskindern schlichten und wurde niedergestochen. Ein 15-jähriger Somalier steht unter Anklage.

Die Website Nordfront, die zur Neonazi-Bewegung SMR gehört, sprach von 100 Hooligans, die an dem Treffen teilgenommen hätten. (lhr/sda/afp)

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