Eismeister Zaugg
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Davos' Reto von Arx looks on during the game between Croatia's KHL Medvescal Zagreb and Switzerland's HC Davos at the 88th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Sunday, December 28, 2014. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Quo vadis? Die Zukunft von Reto von Arx ist ungewiss. Bild: KEYSTONE

Grösstes Bündner Bergdrama seit Via Mala

Eismeister Zaugg

So ändern sich die Zeiten: Jetzt haben auch Reto und Jan von Arx einen Agenten

Das grosse Bergdrama um Reto und Jan von Arx ist und bleibt Gesprächsthema beim Spengler Cup. Einem Zuger kommt jetzt die Rolle des Friedensstifters zu.



Die Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung mit dem HCD sind ja vorerst einmal gescheitert. Das hat Reto von Arx am Sonntag den neugierigen Chronistinnen und Chronisten nach dem Spiel gegen Zagreb noch einmal bestätigt. «Ja, ich habe heute weitere Gespräche geführt. Mit meinem Präsidenten, der mir seine Position noch einmal dargelegt hat. Verhandelt habe ich aber primär mit anderen Klubs.»

Am Spieltag mit dem eigenen Präsidenten Gespräche führen ist durchaus okay. Aber mit anderen Klubs verhandeln wäre nicht eben professionell. Aber im grössten Bündner Bergdrama seit Via Mala (1961 auch verfilmt) ist halt alles ein wenig anders.

Ein Mann mit Erfahrung

Der schlaue HCD-Leitwolf hat mit der Bemerkung, er habe mit anderen Klubs verhandelt, wohl ein bisschen übertrieben. Diese Aufgabe übernimmt nun auch bei ihm ein Spieleragent. So ändern die Zeiten. Bisher brauchten die von-Arx-Buben nämlich keinen Spieleragenten und beim HCD sind Spieleragenten sowieso nicht gern gesehen.

Reto und Jan von Arx wechselten 1995 noch ein Jahr vor Arno Del Curto von Langnau nach Davos und brauchten in den letzten 20 Jahren keine echten Transfergespräche zu führen. Sie handelten die Vertragsverhandlungen mit dem HCD selber aus und brauchten bloss Finanz- und Rechtsberatung. Aber nun benötigen auch sie jemanden, der Ausschau nach einem anderen Klub hält. Die Wahl ist auf Rolf Simmen (54) gefallen.

Gaudenz F. Domenig, Praesident des HC Davos, posiert nach der kombinierten Generalversammlung des Vereins und der Hockey Club Davos AG, am Sonntag, 19. Oktober 2014, in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

HCD-Präsident Gaudenz Domenig spielt im Vertragspoker eine wichtige Rolle.  Bild: KEYSTONE

Der Zuger Kult-Aufstiegsgoalie von 1987 arbeitet seit Jahren erfolgreich als Spieleragent und hat so prominente Kunden wie Martin Gerber und Peter Guggisberg. Er bestätigt: «Ja, es stimmt, ich schaue mich für Reto und Jan von Arx um». Er kennt sich mit den Besonderheiten im Universum HC Davos sowieso bestens aus. Er hat die Verhandlungen für Peter Guggisberg geführt und schliesslich den Transfer von Davos nach Kloten orchestriert.

Rolf Simmen ist ein verschwiegener Mann der Vernunft und des Ausgleichs. Von Pokerspielen und einer Eskalation hält er auch im Falle von Reto und Jan von Arx wenig und versucht die Situation zu beruhigen. «Ich war bei den bisherigen Verhandlungen mit dem HC Davos ja nicht dabei, diese Gespräche haben Reto und Jan selber geführt. Es ist zu keiner Einigung gekommen. Aber ich hoffe nach wie vor auf eine gute Lösung in Davos.» Konkrete Angebote für Reto und Jan von Arx habe er noch keine.

«Arno, Reto, Jan und Gaudenz – vier Männer auf Glatteis»

Für einen richtig coolen Transferpoker ist es leider zu spät. In Kloten ist Sportchef André Rötheli abgesetzt worden. Der neue Trainer Sean Simpson ist nun auch Sportchef. Er wird Reto und Jan von Arx keine Offerte unterbreiten. Zumal die beiden ja nicht von seinem Freund Daniel Giger vertreten werden. André Rötheli hätte man hingegen selbst eine solche Transferkalberei wie die Verpflichtung von Reto und Jan von Arx zugetraut.

Keine Frage: Das ganze HCD-Transfertheater um die von-Arx-Buben hat inzwischen alles zum Bergdrama. Es geht um Geld, um Karrieren, um Männerfreundschaften (der beiden Spieler mit ihrem Trainer Arno Del Curto), um verletzte Eitelkeiten. Wie viele Folgen werden wir erleben? So bis Mitte Januar könnte es im besten Falle schon noch dauern. Die Verfilmung von Via Mala bekam übrigens damals in den 1960er Jahren keine guten Kritiken. «Triefender Schmalz eines bodenständigen Alpendramas, das sich in Plattheiten und abgedroschenen Bildern erschöpft.»

Davos' Reto von Arx, right, and Greory Hofmann looks on during the game between Croatia's KHL Medvescal Zagreb and Switzerland's HC Davos at the 88th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Sunday, December 28, 2014. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Reto von Arx stand gestern im Einsatz, sein Bruder Jan war überzählig. Bild: KEYSTONE

Sollte dereinst auch das HCD-Transfertheater verfilmt werden («Arno, Reto, Jan und Gaudenz – vier Männer auf Glatteis»), dann wird es ganz sicher viel bessere Kritiken geben.

P.S. Reto von Arx (38) hat gegen Zagreb gespielt. Er bildete zusammen mit Félicien Du Bois das erste Verteidigerpaar. Sein Bruder Jan von Arx (36) kam hingegen nicht zum Einsatz.

Umfrage

Wer gewinnt den Spengler Cup 2014?

  • Abstimmen

231

  • HC Davos36%
  • Servette-Genf19%
  • Team Canada20%
  • Jokerit Helsinki13%
  • Salawat Julajew Ufa7%
  • Medvescak Zagreb3%

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    Alle Leser-Kommentare
  • Amboss 29.12.2014 12:50
    Highlight Highlight Ach, immer dieses Geld... Ich hoffe, die beiden von Arx realisieren rechtzeitig, dass Sie 38 und 36 sind und dass ihr Marktwert nicht mehr derselbe ist wie noch vor ein paar Jahren...
    Die beiden sollen doch ganz einfach noch zwei Jahre lang mit einem anständigen Lohn (welcher ihnen der HCD bestimmt zählt) Hockey spielen, Spass haben und ihre immense Erfahrung an die Jungen weitergeben.
    Wollen Sie wirklich wegen ein wenig Geld ihr Lebenswerk zerstören?
  • Ralphster 29.12.2014 09:27
    Highlight Highlight der Eismeister spricht mir für einmal direkt aus der Seele: "...Rötheli hätte man solche Transferkalbereien durchaus zugetraut..." So schade es doch ist, dass das Trainer-Duo geschasst wurde, wenigstens kann man jetzt wieder mit einer vernünftigen Transferpolitik bei den Flyers rechnen...
  • Staal 29.12.2014 08:44
    Highlight Highlight spieleragenten sind die Pest. treiben Löhne in die Höhe und ruinieren unsere Clubs
    • Robert E. Lee 29.12.2014 11:26
      Highlight Highlight Die Mäzene (Frey, Gaydoul, Mantegazza, etc.) treiben die Löhne in die Höhe, nicht die Spieleragenten. Man muss schon die Ursache benennen und nicht das Symptom. Ich würde als Spieler (und Agent) auch nehmen, was ich kriege. Nur mit eine Agreement (z.B. Salary-Cap à la NHL) könnten die Auswüchse bekämpft werden. Aber das wird vermutlich nie passieren... Dafür ist generell der Sport in Europa viel zu emotional!
    • Nummelin 29.12.2014 15:54
      Highlight Highlight Was ihr immer gegen die Mäzene habt!!!?? Diese Personen investieren aus Freude an diesem tollen Sport ein kleines Vermögen, notabene in ein stark defizitäres Geschäft und ernten meist nur Kritik. Ohne diese bösen Mäzene hätten wir keine so geile Liga mit Top-Spielern und wahrscheinlich auch nicht mal halb so viele Cracks in der NHL. Aber so ist der Schweizer, immer neidisch auf die Anderen sein und nur das Schlechte sehen. Ich bin dankbar für Jeden der in diesen tollen Sport investiert. Und in der NHL ist auch nicht alles Gold was glänzt (3 Lockout-Seasons seit 1994 sprechen Bände).
    • Staal 29.12.2014 19:28
      Highlight Highlight da stimme ich Dir zu 100% zu was Mäzene angeht. bei LugaNo sind es zusätzlich noch schwarze Kassen. man kauft einfach Titel

Wie aus dem Titanen Leonardo Genoni auf einmal ein «Lotter-Leo» geworden ist

Leonardo Genoni (32) muss zum ersten Mal in seiner Karriere hinter einer «Lotter-Verteidigung» spielen. Logisch, dass er gegen ein grandioses Langnau zum «Lotter-Leo» geworden ist. Zug kassiert im vierten Spiel bereits die zweite Niederlage. Die SCL Tigers gewinnen 5:3 (2:1, 1:2, 2:0)

Den Zugern können wir hockeytechnisch viel vorwerfen. Nur eines nicht: fehlendes Spektakel. Sie haben bisher am meisten Tore erzielt (17) und am meisten Treffer kassiert (18). Die Unterhaltung ist grossartig. Zum Vergleich: Biel führt die Tabelle mit einem Torverhältnis von 9:5 an.

Es wäre für den legendären Ingenieur Gustaf Eiffel einfacher gewesen, aus Jasskarten einen Eiffel-Turm zu bauen als für Leonardo Genoni in Langnau aus Zugs Abwehr ein Bollwerk zu machen.

In seiner 13. Saison in der …

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