Hulk Hogan gibt zu, was du sowieso schon immer gewusst hast
Viel trainieren. Gesund essen. Gott lobpreisen. Das war der Weg zum Erfolg für Hulk Hogan, der in den 1980er-Jahren zum globalen Aushängeschild der Sportshow Wrestling wurde. Zumindest erzählte er das damals so.
«Es war alles gelogen», gab Hogan in seinem letzten grossen Interview zu. Es wurde kurz vor seinem Tod im vergangenen Sommer für die Netflix-Doku «Hulk Hogan: Real American» aufgenommen. In dieser wird geschildert, wie der Wrestler beim bekannten Talkmaster Arsenio Hall zu Gast war und auf Steroide angesprochen wurde.
«Die Zeitungen haben die Unwahrheit geschrieben», meinte Hogan damals in der Sendung. «Ich war schon immer kräftig. Ich habe noch nie Steroide genommen. Millionen Kinder glauben an mich und es macht mich traurig, dass jetzt eine dunkle Wolke über allem hängt, woran ich glaube.» Rückblickend gab Hogan zu: «Natürlich habe ich ihn angelogen.»
Die Vitaminpillen, die er einschmiss, waren in Tat und Wahrheit Anabolika und Aufputschmittel. Später in seinem Leben griff Terrence Gene «Terry» Bollea, so sein bürgerlicher Name, ausgiebig zum Opioid-Schmerzmittel Fentanyl. «Sie müssten eigentlich tot sein», habe ihm ein Apotheker gesagt, erzählt er, «wir haben noch nie erlebt, dass ein Mensch so viel Fentanyl genommen hat.»
Hogan rechnet vor: «Ich nahm morgens zwei 80-Milligramm-Tabletten, die ich mir unter das Zahnfleisch schob. Ich hatte zwei 300-Milligramm-Fentanylpflaster an den Beinen und bekam dazu sechs 1500-Milligramm-Fentanyl-Lutscher.»
In den letzten Monaten seines Lebens ging es Hogan immer schlechter. Der Mann, der einst der eindrücklichste Kraftprotz der Welt war, war nun sogar zu schwach, um den Deckel einer Wasserflasche abzuschrauben. Hulk Hogan starb am 24. Juli 2025 im Alter von 71 Jahren. (ram)
