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«Eine-Milliarde-Austern-Projekt»: New York züchtet die Viecher auf recycelten Toiletten



A trio of glossy ibis fly over the marshes of Jamaica Bay in New York, Thursday, June 21, 2007. Experts disagree on the reasons, but the marshes are dying off and advocates say unless more is done to protect them, the marshes will disappear in less than 20 years. (AP Photo/Kathy Willens)

Mit dem Austernprojekt soll der Wasserverschmutzung und indirekt auch der Überfischung der Jamaica Bay ein Ende bereitet werden. Bild: AP

Auf recyceltem Toiletten-Porzellan will die Stadt New York 50'000 Austern züchten – und so die Wasserqualität in einem Feuchtgebiet verbessern. Die Tiere sollen in der Jamaica Bay angesiedelt werden, wie Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag mitteilte.

Dort bekommen sie «Betten» aus Porzellanbruchstücken, die von knapp 5000 recycelten Toilettenschüsseln stammen. Die Stadt New York lässt sich das Projekt eine Million Dollar kosten.

Clumps of thinning and dying marsh grasses, left, contrast with healthier ones, foreground, lower right, in Jamaica Bay in New York, Thursday, June 21, 2007.  Experts disagree on why, but a group of advocates led by retired firefighter Dan Mundy known as the Jamica Bay Ecowatchers, are determined to call attention to the problem before the grasses, home to native and breeding bird populations, will disappear, and along with them, the birds that live there. (AP Photo/Kathy Willens)

Vor Erosion schützen, Wasser filtern, Meeresgetier eine Heimat geben: Das die Aufgaben der Austernbetten. Bild: AP

Austern in der Jamaica Bay ausgestorben

«Die Austernbetten werden unterschiedliche Aufgaben erfüllen: unsere Feuchtgebiete vor Erosion schützen, unser Wasser auf natürliche Weise filtern und unseren Meeresbewohnern eine Heimat geben», erklärte de Blasio.

Die natürliche Austernpopulation in der Jamaica Bay war wegen der schlechten Wasserqualität und Überfischung bereits vor Jahrzehnten ausgestorben. Die Stadtverwaltung hofft, dass sich die nun ausgesetzten 50'000 Austern vermehren und spricht optimistisch vom «Eine-Milliarde-Austern-Projekt».

Austern liegen am Buffet bereit in der Baloise Lounge in den neuen Hospitality-Raeumlichkeiten im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Samstag, 14. Februar 2015. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Feinschmecker dürfen beruhigt sein: Die «WC-Austern» werden nie auf die Tische dieser Welt kommen. Bild: KEYSTONE

Wie viele Austern es im Laufe der Zeit auch werden mögen, Feinschmecker müssen keine Angst haben: Die Austern sollten nicht für den Verzehr gezüchtet werden, erklärte die Stadtverwaltung. Es wird also keine «Toiletten-Austern» in New Yorker Restaurants geben. (tat/sda/afp)

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