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«Eine-Milliarde-Austern-Projekt»: New York züchtet die Viecher auf recycelten Toiletten

06.09.2016, 20:2608.09.2016, 12:03
Mit dem Austernprojekt soll der Wasserverschmutzung und indirekt auch der Überfischung der Jamaica Bay ein Ende bereitet werden.
Mit dem Austernprojekt soll der Wasserverschmutzung und indirekt auch der Überfischung der Jamaica Bay ein Ende bereitet werden.Bild: AP

Auf recyceltem Toiletten-Porzellan will die Stadt New York 50'000 Austern züchten – und so die Wasserqualität in einem Feuchtgebiet verbessern. Die Tiere sollen in der Jamaica Bay angesiedelt werden, wie Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag mitteilte.

Dort bekommen sie «Betten» aus Porzellanbruchstücken, die von knapp 5000 recycelten Toilettenschüsseln stammen. Die Stadt New York lässt sich das Projekt eine Million Dollar kosten.

Vor Erosion schützen, Wasser filtern, Meeresgetier eine Heimat geben: Das die Aufgaben der Austernbetten.
Vor Erosion schützen, Wasser filtern, Meeresgetier eine Heimat geben: Das die Aufgaben der Austernbetten.Bild: AP

Austern in der Jamaica Bay ausgestorben

«Die Austernbetten werden unterschiedliche Aufgaben erfüllen: unsere Feuchtgebiete vor Erosion schützen, unser Wasser auf natürliche Weise filtern und unseren Meeresbewohnern eine Heimat geben», erklärte de Blasio.

Die natürliche Austernpopulation in der Jamaica Bay war wegen der schlechten Wasserqualität und Überfischung bereits vor Jahrzehnten ausgestorben. Die Stadtverwaltung hofft, dass sich die nun ausgesetzten 50'000 Austern vermehren und spricht optimistisch vom «Eine-Milliarde-Austern-Projekt».

Feinschmecker dürfen beruhigt sein: Die «WC-Austern» werden nie auf die Tische dieser Welt kommen.
Feinschmecker dürfen beruhigt sein: Die «WC-Austern» werden nie auf die Tische dieser Welt kommen.Bild: KEYSTONE

Wie viele Austern es im Laufe der Zeit auch werden mögen, Feinschmecker müssen keine Angst haben: Die Austern sollten nicht für den Verzehr gezüchtet werden, erklärte die Stadtverwaltung. Es wird also keine «Toiletten-Austern» in New Yorker Restaurants geben. (tat/sda/afp)

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