EU-Gipfel mit Beratungen zur Währungsunion und Brexit fortgesetzt
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben am Freitag ihren Gipfel mit Beratungen zur Reform der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion fortgesetzt. Im Anschluss entscheiden sie, ob sie die zweite Phase der Brexit-Verhandlungen mit Grossbritannien einleiten.
Diese werde «wesentlich schwieriger als die erste», warnte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Brüssel. Beim Brexit hatten sich London und Brüssel vor einer Woche bei zentralen Austrittsfragen geeinigt. Dabei ging es um die künftigen Rechte der EU-Bürger in Grossbritannien, die Finanzforderungen an London und die Grenze zwischen Irland und Nordirland.
EU-Verhandlungsführer Michel Barnier sah dabei «ausreichende Fortschritte», um in Phase zwei zu den künftigen Beziehungen zu gehen. In ihr geht es dann um eine von London gewünschte Übergangsphase und ein Handelsabkommen.
Bei der Reform der Währungsunion haben der französische Präsident Emmanuel Macron und Juncker bereits eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet. Sie reichen von einem europäischen Finanzminister bis zu einem Europäischen Währungsfonds.
Umstritten sind Vorschläge über zusätzliche Finanzmittel für die Staaten der Eurozone. Ziel des Gipfels ist ein Zeitplan, um erste Entscheidungen bis Mitte kommenden Jahres vorzubereiten. (sda/afp)
