Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

USA und Nordkorea wollen neues Kapitel aufschlagen



Nach jahrzehntelangen Feindseligkeiten wollen die USA und Nordkorea einen Neuanfang wagen. Beim ersten Gipfel zwischen beiden Ländern überhaupt treffen Präsident Donald Trump und der kommunistische Machthaber Kim Jong Un am Dienstag in Singapur aufeinander.

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Kim nach vielen gescheiterten Versuchen zur Aufgabe des nordkoreanischen Atomprogramms bewegt werden kann. Dabei steht Trump nach dem Eklat auf dem G7-Gipfel in Kanada unter zusätzlichem Erfolgsdruck.

Hinter den Kulissen liefen am Montag die letzten Vorbereitungen. Die beiden Hauptakteure hielten sich mit Stellungnahmen allerdings zurück.

Der US-Präsident twitterte aus seinem Hotel nur: «Es ist grossartig, in Singapur zu sein. Vorfreude liegt in der Luft.» Anschliessend traf er den Regierungschef des Gastgeberlandes, Lee Hsien Loong. Kim liess sich bis zum Abend (Ortszeit) überhaupt nicht blicken.

Fast den gesamten Tag über berieten allerdings Unterhändler beider Seiten. Aus Sicht von US-Aussenminister Mike Pompeo liefen die Gespräche besser als gedacht. «Wir erwarten, dass sie zu einem logischen Ergebnis kommen, schneller als wir erwartet hatten.»

Er kündigte an, Nordkorea auf dem Gipfel besondere Sicherheiten anzubieten. Atomare Abrüstung solle für das international weitgehend isolierte Land kein Sicherheitsrisiko sein, sondern das Gegenteil.

Erfolgsaussichten unklar

Der Gipfel geht am Dienstag ab 09.00 Uhr Ortszeit (03.00 Uhr MESZ) auf der Insel Sentosa über die Bühne. Bis vor einigen Monaten hatten sich Trump und Kim gegenseitig noch heftig beschimpft und auch mit dem Einsatz der Atombombe gedroht. Für den Nordkoreaner, der seit 2011 an der Macht ist, bedeutet das Treffen auf jeden Fall eine Aufwertung - ganz unabhängig vom Ausgang.

Die Erfolgsaussichten werden sehr unterschiedlich beurteilt. Viele Experten haben keine allzu optimistischen Erwartungen. Beide Seiten haben offenbar ziemlich unterschiedliche Vorstellungen, was «Denuklearisierung» eigentlich bedeutet.

Die USA - seit vielen Jahrzehnten selbst eine Atommacht - fordern von Nordkorea eine «völlige, überprüfbare und unumkehrbare» Abrüstung aller Atomwaffen. Pjöngjang sieht darin - wenn überhaupt - eher einen schrittweisen Prozess. Zudem will Nordkorea, dass die USA ihre militärische Präsenz in Südkorea abbauen.

Bei dem Treffen dürfte auch die Aufnahme diplomatischer Beziehungen eine Rolle spielen. Bislang haben die USA und Nordkorea weder Botschafter noch Botschaften im jeweils anderen Land.

Darüber hinaus geht es auch um die Vorbereitung eines Friedensvertrags zwischen Nord- und Südkorea. Nach dem Ende des Korea-Kriegs 1953 hatten beide Seiten lediglich einen Waffenstillstand unterschrieben. Völkerrechtlich befinden sie sich immer noch im Kriegszustand.

Vier-Augen-Gespräch zu Gipfelbeginn

Südkoreas Präsident Moon Jae In äusserte zwar die Erwartung eines erfolgreichen Gipfels, erinnerte aber auch an die «tiefverwurzelte Feindschaft» mit Nordkorea. Diese und der Streit um das Atomprogramm könnten nicht auf einen Schlag vollständig überwunden werden. «Selbst nachdem beide einen Dialog in Gang gesetzt haben, benötigen wir wahrscheinlich einen langen Prozess, der ein, zwei Jahre oder sogar länger in Anspruch nehmen wird.»

Der Gipfel findet unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen im Luxushotel Capella auf Sentosa statt, einer vorgelagerten Insel. Gleich nach dem ersten Handschlag soll es ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Trump und Kim geben. Dann wollen sich beide Seiten zurückziehen. Offen ist noch, wie lange das Treffen dauert und wie die Öffentlichkeit unterrichtet werden soll. (sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen