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Thomas Dressen verhindert in Saalbach einen Schweizer Vierfachsieg



Die Vorschau auf das Rennen

Beat Feuz steht vor dem erneuten Gewinn der Abfahrts-Kristallkugel. Der Emmentaler kann heute in Saalbach-Hinterglemm (Start um 12.45 Uhr) zwei Tage nach seinem 33. Geburtstag den dritten Sieg in Folge in der Disziplinenwertung perfekt machen.

Es war ein hochstehendes, faszinierendes Duell, das sich Feuz mit Dominik Paris auch in diesem Winter in den Abfahrten geliefert hatte. Es bahnte sich ein ähnliches Szenario wie in der vergangenen Saison an, in der sich Feuz die Kugel mit 20 Punkten Vorsprung gesichert hatte.

epa07433309 Beat Feuz of Switzerland (R) and Dominik Paris of Italy pose in the finish area during the men's Downhill race of the FIS Alpine Skiing World Cup finals in Soldeu-El Tarter, Andorra, 13 March 2019.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Paris forderte von Feuz alles ab, bis der Italiener die Saison verletzungsbedingt abbrechen musste. Bild: EPA

In den ersten fünf der zehn Rennen im aktuellen Kalender hatte der Schweizer als Führender im Abfahrts-Klassement 16 Punkte mehr gesammelt als der Südtiroler. Der Kreuzbandriss im rechten Knie, den Paris im Training im Vorfeld der Hahnenkamm-Klassiker in Kitzbühel erlitten hatte, setzte dem Zweikampf aber ein jähes Ende. Das Spannungsmoment war mit einem Schlag weg, der Weltcup der Männer hatte einen seiner Hauptdarsteller verloren. Der attraktivste Wettstreit um einen Kristall-Pokal war nicht mehr.

Die Ausgangslage

Nach Paris' Verletzungspech ist die Situation eine völlig andere. Feuz hat alle Vorteile auf seiner Seite, um am Ende des Winters erneut als bester Abfahrer ausgezeichnet zu werden. Seine verbliebenen Konkurrenten, der Norweger Aleksander Kilde, der Deutsche Thomas Dressen, die Österreicher Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer und der Franzose Johan Clarey, weisen 213 bis 248 Punkte Rückstand auf.

Bild

rangliste: fis

Das sind Differenzen, die sich in den drei verbleibenden Abfahrten und bei maximal möglichen 300 Punkten im Normalfall nicht mehr wettmachen lassen. Zu gut ist die Form und zu gross das Selbstvertrauen von Feuz, zu hoch ist vor allem die Konstanz, die der Emmentaler seit langer Zeit an den Tag legt.

Unheimliche Konstanz

Feuz' Bilanz der letzten zweieinhalb Winter ist beeindruckend. In den 24 Weltcup-Abfahrten seit Beginn der vorletzten Saison klassierte er sich 19 Mal unter den ersten drei, sechsmal davon war er Erster. Dazu kommen drei sechste, ein vierter und ein achter Platz.

The winner Beat Feuz of Switzerland, celebrates during the prize giving ceremony after the men's downhill race at the Alpine Skiing FIS Ski World Cup in Wengen, Switzerland, Saturday, January 18, 2020. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Wieder einmal der Schnellste: Feuz feiert am Lauberhorn. Bild: KEYSTONE

Feuz wäre in der 53-jährigen Weltcup-Geschichte der fünfte Abfahrer, der die kleine Kristallkugel dreimal hintereinander gewinnt. Vor ihm war das dem Österreicher Stephan Eberharter von 2002 bis 2004, dem Franzosen Luc Alphand von 1995 bis 1997, Franz Heinzer von 1991 bis 1993 und Franz Klammer gelungen. Der damalige Dominator, mit 25 Abfahrtssiegen der Erfolgreichste aller Zeiten, sicherte sich von 1975 bis 1978 sogar vier seiner fünf Abfahrts-Trophäen ohne Unterbruch.

Um schon heute in diesen erlauchten Kreis vorzustossen, benötigt Feuz in Saalbach-Hinterglemm eine Klassierung vor seinen fünf übrig gebliebenen Kontrahenten. Verpasst Feuz die Entscheidung im Salzburgerland, kommt die nächste Gelegenheit in gut drei Wochen in Kvitfjell in Norwegen. Die letzte Abfahrt steht im Rahmen des Weltcup-Finales zwei weitere Wochen danach in Cortina d'Ampezzo im Programm. (sda/ram)

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