Gesellschaft & Politik
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FILE - This Jan. 20, 2008 file photo shows a view of the confluence of the Baker and Chacabuco rivers on the outskirts of Cochrane, in Chile's Aysen region. Chile’s government rejected a proposal to dam Patagonian rivers to meet the country’s growing energy demands, handing a victory Tuesday,June 10, 2014 to environmentalists who praised the ruling as a landmark moment. (AP Photo/Jorge Uzon, File)

Auf den Flüssen Patagoniens hätten die fünf Dämme gebaut werden sollen. Bild: Jorge Uzon/AP/KEYSTONE

Aktivisten jubeln

Chiles Regierung stoppt Mega-Staudammprojekt in Patagonien 

Die Regierung von Chiles Präsidentin Michelle Bachelet hat den Bau von fünf umstrittenen Staudämmen in Patagonien gestoppt. Zur Begründung verwies die Regierung auf mögliche Umweltschäden hin sowie Mängel in der Planung des Grossprojekts. 

«Das Wasserkraft-Projekt Hidro Aysén ist hiermit zurückgewiesen», verkündete Umweltminister Pablo Badenier am Dienstag. Bei der Planung seien «entscheidende Fehler» gemacht worden, sagte der Minister. So seien etwa die Auswirkungen auf die in der Region lebenden Menschen nicht ausreichend berücksichtigt worden. 

FILE - In this May 12, 2014, file photo, Chile's President Michelle Bachelet gives a press conference at the government house in Buenos Aires, Argentina. Bachelet announced the first stage of her promised education reforms on Monday May 18, 2014, proposing an end to state subsidies of for-profit schools — a step toward eventual free university education. (AP Photo/Natacha Pisarenko,File)

«Bei der Planung wurden entscheidende Fehler gemacht»: Chiles Präsidentin Michelle Bachelet. Bild: Natacha Pisarenko/AP/KEYSTONE

In Santiago feierten nach der Entscheidung hunderte Staudammgegner auf den Strassen, auch in der Region Aysén 1300 Kilometer südlich der Hauptstadt gab es spontane Freudenfeste. 

Für das Mega-Projekt des spanisch-chilenischen Konsortiums Endesa-Colbún sollten die Flüsse Baker und Pascua in zwei wilden Tälern der Region Aysén gestaut werden. Die Wasserkraftwerke sollten eine Leistung von 2750 Megawatt bringen. Das Konsortium kann noch gerichtlich gegen die Entscheidung der Regierung vorgehen. 

Landschaftsschützer jubeln 

Umweltschützer waren gegen die Pläne seit Jahren Sturm gelaufen. Für das Staudammprojekt sollten 5900 Hektar weitgehend unbesiedeltes Land geflutet werden. Um den Strom in den Norden des Landes zu transportieren, hätte zudem eine 2000 Kilometer lange Hochspannungsleitung gebaut werden müssen. 

Der Staudammgegner Patricio Rodrigo vom Rat zum Schutz Patagoniens sagte am Dienstag, das Aus für das Projekt sei «ein Erfolg der Bürger des Landes, die sich dafür eingesetzt haben, eine Landschaft zu schützen». 

Die sich an der Südspitze des amerikanischen Kontinents erstreckende Region Patagonien, die sowohl zu Chile als auch zu Argentinien gehört, ist mit ihren Wäldern, Steppen, Seen und Gletschern eine von Naturliebhabern aus aller Welt geschätzte Region. (rey/sda/afp) 



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