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Terrorismus - Deutschland: IS veröffentlicht Video von angeblichem Zug-Attentäter

19.07.16, 16:36


Nach der Axt-Attacke in einem Regionalexpress bei Würzburg gehen die zuständigen bayerischen Ermittlungsbehörden von einem politischen Hintergrund aus.

Die Gewalttat sei «wohl politisch motiviert» gewesen, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager am Dienstag vor Journalisten in Würzburg. Der 17-jährige Attentäter hatte am Montagabend bei Würzburg Fahrgäste mit einer Axt angegriffen und mindestens fünf Menschen schwer verletzt, zwei von ihnen schweben noch in Lebensgefahr.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) veröffentlichte derweil am Dienstag ein Video, in dem der Zug-Attentäter von Würzburg zu sehen sein soll. Darin kündigt der Mann an, einen Selbstmordanschlag begehen zu wollen.

Zudem erklärt er, die Soldaten von «Ungläubigen» würden in ihren Häusern, Dörfern oder auf Flughäfen zu Zielscheiben. Eine Bestätigung von Sicherheitsbehörden, dass es sich im Video um den Attentäter handelt, lag zunächst nicht vor.

Der Täter wird in dem Video mit dem Namen «Muhammad Riyad» genannt, er hat ein Messer in der Hand. In paschtunischer Sprache kündigt er eine «Operation» in Deutschland an und bezeichnet sich als «Soldat des Kalifats».

Der Täter von Würzburg habe sich an «Ungläubigen» rächen wollen, die seinen muslimischen Freunden Leid angetan hätten, sagte Ohlenschlager weiter. Der 17-Jährige sei mit dem vorgefassten Entschluss in den Zug gestiegen, ihm unbekannte Menschen umzubringen. Seinen eigenen Tod soll er in Kauf genommen haben.

Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière (CDU) zeigte sich schockiert und verurteilte die Tat als «sinnlosen Akt wahlloser Gewaltausübung». Die Sicherheitsbehörden in Bund und Ländern seien sehr wachsam, teilte de Maizière am Dienstag mit, «und wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um solche Taten zu verhindern.» (sda/afp/dpa)

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