Justiz
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IMAGE DISTRIBUTED FOR AVAAZ - Members of global citizens' movement Avaaz dressed up as crop sprayers in full chemical protection gear spray families in gas masks as part of a demonstration at the Schuman Roundabout on Wednesday, May 18, 2016, in Brussels, Belgium. The protest is in response to the European Commissions plan to relicense glyphosate, a controversial weed-killer that scientists say probably causes cancer. (Olivier Matthys/AP Images for Avaaz)

Menschen protestieren gegen Monsanto in Brüssel. Bild: Olivier Matthys/AP Images for Avaaz/AP Images

US-Umweltbehörde hält Pflanzengift von Monsanto für nicht krebserregend



Die US-Umweltbehörde EPA betrachtet das Pflanzengift Glyphosat nicht als krebserregend. Damit widerspricht das Amt mehreren jüngst in den USA gefällten Gerichtsurteilen.

«Die EPA sieht weiterhin keine Risiken für die öffentliche Gesundheit, falls Glyphosat entsprechend der aktuellen Anweisungen verwendet wird», bekräftigte die Behörde am Dienstag (Ortszeit) frühere Erklärungen. Glyphosat sei kein Karzinogen.

Glyphosat ist der Wirkstoff im Pflanzenvernichtungsmittel Roundup der US-Firma Monsanto, die im vergangenen Sommer vom deutschen Bayer-Konzern übernommen wurde. Inzwischen sieht sich Bayer in den USA mit rund 13'400 Klägern konfrontiert, die ihre Krebserkrankung auf das Herbizid zurückführen.

In zwei Fällen wurde das Unternehmen bereits zu millionenschweren Schadenersatzzahlungen verurteilt. Bayer hat zwar Berufung eingelegt oder dies angekündigt, viele Experten gehen aber letzten Endes von einem teuren Vergleich aus. Manche Analysten prognostizieren dafür Kosten von umgerechnet 20 bis 30 Milliarden Franken.

In den USA ist Glyphosat das am häufigsten verwendete Pflanzengift. Bauern versprühen das Mittel auf Feldern mit Sojabohnen oder andere Früchten, die genetisch so verändert sind, dass sie der für andere Pflanzen tödlichen Wirkung von Glyphosat widerstehen können. Privatleute nutzen das Herbizid auch für den Rasen zuhause.

Bayer äusserte sich zunächst nicht zu den neuen Aussagen der EPA. Das Unternehmen bestreitet den Vorwurf, Glyphosat und Roundup würden Krebs auslösen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte Glyphosat indes 2015 als «wahrscheinlich bei Menschen krebserregend» ein. (sda/reu/dpa)

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17
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    Alle Leser-Kommentare
  • Jamaisgamay 02.05.2019 19:23
    Highlight Highlight Von welchem Rebberg wollt ihr euren Wein?
    Benutzer Bild
  • aglio e olio 01.05.2019 14:51
    Highlight Highlight Von dem von DT vorgeschlagenen Leiter der EPA, Scott Pruitt, ist nichts anderes zu erwarten.

    "Pruitt hatte die Epa während der Obama-Jahre mehr als ein Dutzend Mal verklagt, wie die Washington Post berichtet."
    "Mehr als 700 ehemalige Epa-Mitarbeiter hatten sich in einem Brief an den Kongress gegen Pruitt ausgesprochen. Er habe "mit verstörender Beharrlichkeit Wirtschaftsinteressen verfolgt". Einige derzeitige Mitarbeiter protestierten [...] gegen ihren neuen Chef."
    Quelle:
    https://www.zeit.de/politik/ausland/2017-02/us-senat-scott-pruitt-epa-umweltbehoerde-leiter-postenuebernahme
  • Heinzbond 01.05.2019 10:09
    Highlight Highlight Ich halte die us umweltschutz Behörde für nicht kompetent...
    Für unglaubwürdige gekaufte "Experten" in Sachen lobbyismus...
  • LaktoseintoleranterVeganerLGBT 01.05.2019 09:42
    Highlight Highlight Monsanto sollte mit Roundup vernichtet werden!
  • Chili5000 01.05.2019 09:13
    Highlight Highlight Glyphosat ist eines der am besten erforschten Pflanzenvernichtungsmittel der Welt weil es seit den 80er Jahren eingesetzt wird. Die WHO ist 2015 zum Schluss gekommen das es wahrscheinlich Krebseregend sein kann weill Sie keinen begrenzung für die Menge berücksichtigt haben. Könnte also ein Mensch Krebs bekommen wenn er über Jahre mit Roundup duschen würde? Wahrscheinlich schon. Aber da fallen mir noch andere Stoffe ein welche in diesem Zusammenhang wahrscheinlich auch Krebseregend wären. Es wäre toll wenn man sachlich über Glyphosat berichten würde. Denn richtig eingesetzt besteht keine Gefahr
    • Walter Sahli 01.05.2019 10:06
      Highlight Highlight In der Landwirtschaft heisst das Prinzip aber nicht "Richtig einsetzen", sondern "Viel hilft viel!"
    • Heinzbond 01.05.2019 10:11
      Highlight Highlight Aber wer setzt es denn richtig ein? Die Tagelöhner /lohnsklaven auf industriellen anbauflächen? Die hobbygärtner, die alles für die perfekte grüne Wüste im vorgarten tun?
    • Neruda 01.05.2019 10:13
      Highlight Highlight Und wer hat diese Studien bezahlt? Und warum halten die Chemiekonzerne gewisse Studien geheim? Wohl kaum, weil sie die Ungefährlichkeit von Glyphosat beweisen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • katerli 01.05.2019 08:59
    Highlight Highlight Was für ein Hohn.
  • forevernewbie 01.05.2019 08:42
    Highlight Highlight ja gut, aber die us umweltbehörde ist ja auch ein witz....wie eigentlich so vieles in amerika, so leid es mir tut..
  • brudi 01.05.2019 08:35
    Highlight Highlight Wie viele Stoffe sind in unserem täglichen Gebrauch und keiner weiss was diese für Auswirkungen haben oder wie sie sich miteinander verbinden etc. Ich meine jetzt in Kosmetik oder auch in fertigfood. Dagegen ist glypho der wohl am meisten untersuchte Stoff . Bei uns wird er als Herbizid verwendet. Find ich okay. In EU und USA in Gebrauch als ernteverfrüher, damit alles gleichzeitig reif ist. Absolutes No-Go.
  • Sheez Gagoo 01.05.2019 08:15
    Highlight Highlight Dann hat sich die Uebernahme für Bayer doch noch gelohnt.
  • Simon Hirschhofer 01.05.2019 05:52
    Highlight Highlight Fragt sich, wie viel Geld von Monsanto hintendurch da geflossen ist, um dieses Urteil zu bekommen. Für mich steht fest, Monsantos Führungsspitze besteht aus Verbrechern an unserem Planeten, aus Bienenmördern, aus solchen, die sich gerne immer mehr in die Taschen stopfen, auf Kosten unzähliger armer und vielleicht auch unwissender Feldarbeiter.

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