Trumps wollen Kimmel mal wieder gefeuert sehen – der findet's lustig
Kimmel hatte in seiner Sendung am Donnerstag die zwei Tage später von einem Angriffsversuch überschattete Gala der Hauptstadtpresse mit den Trumps vorab parodiert. Er tat, als würde er bei dem Event in Washington auftreten. Als Melania eingeblendet wurde, sagte Kimmel:
Zu den wiederkehrenden Scherzen in Kimmels Sendung gehört die Behauptung, dass Melania Trump den 79 Jahre alten Präsidenten nicht wirklich möge und Distanz zu ihm suche. Er thematisierte auch immer wieder Hinweise auf mögliche Gesundheitsprobleme Trumps. Doch nachdem am Samstag ein Bewaffneter am Gala-Saal gestoppt wurde und Schüsse fielen, unterstellen die Trumps einen anderen Kontext für Kimmels Worte.
Trump: «Sofort feuern»
Donald Trump sprach bei seinem Online-Dienst Truth Social von einem «verabscheuungswürdigen Aufruf zur Gewalt» und verlangte, dass der Sender ABC und dessen Eigentümer Disney Kimmel «sofort feuern». Melania Trump schrieb auf der Online-Plattform X, «Leuten wie Kimmel» dürfe nicht mehr erlaubt werden, jeden Abend «Hass zu verbreiten».
Kimmel reagiert sofort
Nachdem es von Disney und ABC zunächst keine Reaktion gegeben hatte, nahm Kimmel in der Sendung, die er am Nachmittag aufzeichnete, sofort Bezug auf die Forderung aus dem Weissen Haus. Er zeigte sich wenig beeindruckt von der Rage des Präsidenten – schliesslich war schon Kimmels letzte Absetzung nicht von Dauer.
Sendepause im September
ABC hatte den Moderator, der nahezu täglich Trump kritisiert, im September nach einer Äusserung über den getöteten rechten Aktivisten Charlie Kirk für mehrere Tage vom Sender genommen. Kimmel hatte damals gesagt, Mitglieder von Trumps MAGA-Bewegung (Make America Great Again) versuchten so zu tun, als gehöre der mutmassliche Attentäter nicht zu ihnen. Es war nicht die korrekte Beschreibung der politischen Ansichten des Festgenommenen. Kimmel entschuldigte sich später. (sda/dpa)
