Bern
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Klimaaktivisten ketten sich ans Portal des Bundeshauses



Eine Klimaaktivistin von Action ou Extinction hat sich ans Eingangstor des Parlamentsgebaeudes gekettet am Rand der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 18. Juni 2019 in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bild: KEYSTONE

Klimaaktivistinnen und -aktivisten haben am Dienstagmorgen mit einer spektakulären Aktion auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. Drei von ihnen ketteten sich an die Eingangstüren des Parlamentsgebäudes. Nach rund einer Stunde wurden sie von der Feuerwehr losgeschnitten.

Die Polizei führte die Aktivistinnen und Aktivisten der Gruppe «Extinction Rebellion» anschliessend ab, um ihre Personalien aufzunehmen. Eine weitere Gruppe, die mit einem Transparent vor dem Eingang des Bundeshauses Stellung bezogen hatte, wurde ebenfalls abgeführt.

Obwohl Kundgebungen während der Session der eidgenössischen Räte verboten sind, hatte die Polizei den Aktivistinnen und Aktivisten eine Frist eingeräumt, um abzuziehen. Diese kamen der Aufforderung allerdings nicht nach. Darauf wurden die Demonstrierenden von rund einem Dutzend Polizistinnen und Polizisten abgeführt.

Friedliche Aktion

Den Aktivistinnen und Aktivisten drohen wegen der Aktion Bussen. Extinction Rebellion hat in den letzten Wochen mit verschiedenen Aktionen rund um das Bundeshaus auf die Umweltzerstörung aufmerksam gemacht. Unter andrem vergossen sie literweise Kunstblut auf dem Bärenplatz.

Die Regierung versage, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um irreversiblen Schäden abzuwenden, schreibt die Gruppe in einem Flugblatt, das vor dem Bundeshaus verteilt wurde. Noch sei es nicht zu spät. Gemeinsam lasse sich genügend Druck aufbauen, um die Regierung zum Reagieren zu zwingen.

«Extinction Rebellion» ist international aktiv. Vergangene Woche hatten sich Aktivistinnen und Aktivisten an den Zaun des Kanzleramts in Berlin gekettet. In anderen Städten kam es zu Strassenblockaden oder Trauermärschen für ausgestorbene Arten. (mim/sda)

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40Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Turicum04 19.06.2019 16:35
    Highlight Highlight Der Bundesrat soll nun endlich einmal einschneidende Massnahmen gegen den Klimawandel machen und zwar subito! Ich denke der Hauptverursacher soll auch dem BR bekannt sein: Der Autoverkehr! Hier muss man massiv ansetzen, Tempo 60 auf Autobahnen sind ein Muss! Auch 52 Sonntagsfahrverbote gehören dazu. Sonst kommt die Quittung bei den nächsten Wahlen!
    • Toni.Stark 20.06.2019 07:45
      Highlight Highlight Rock N Roll! Leider wird dies politisch niemals durchführbar sein. Zudem ist der Flug- und Schiffverkehr ist schlimmer als PW.
  • Stefan Schulthess 19.06.2019 15:22
    Highlight Highlight Warum erwarten alle, dass die Politik etwas tut? Viele tun so scheinheilig und verstecken sich hinter angeblich unfähigen Politikern, um die eigene Bequemlichkeit schön zu reden bzw. das Gewissen zu beruhigen. Jeder kann selbst denken und handeln!
  • Denverclan 18.06.2019 14:03
    Highlight Highlight Hallo Leute, wir werden nie mit EINER Stimme sprechen. Vergesst es! Wieviel Milliarden Menschen sind wir? Wieviele verschiedene Interessen vertreten diese schon wieder? Schon mal was von GELD gehört? Geld beeinflusst jeden Einzelnen dieser Milliarden, entweder er hat keines, wenig, genug, viel oder sehr viel....Schon mal was von EGOISMUS, SUCHTVERHALTEN, MACHT und EINFLUSS, GIER gehört? Und dann nicht zu vergessen, die RELIGIONEN. Der Bildungsstand ist auf dem ganzen Planeten auch sowas von unterschiedlich, nicht mal in der Schweiz sprechen wir annähernd mit einer Stimme, nicht mal bei WATSON
  • Spako 18.06.2019 12:52
    Highlight Highlight Die hatten aber früh Feierabend😂💁🏼‍♂️
  • olllli 18.06.2019 12:31
    Highlight Highlight Wieso ketten sie sich nicht am Botschaftsgebäude von China an?
    China verursacht 27% CO2 von der Welt und dank der Pariser Klimaabkommen dürfen sie sogar bis 2030 ihr CO2 Austoss weiter steigern. In China stehen tausende
    Kohlenkraftwerke und hunderte werden noch gebaut. China allein produzierte letztes Jahr 24Mio PKWs und 5Mio LKWs und und und...
    • dorfne 18.06.2019 13:43
      Highlight Highlight Weil die Leute in der Schweiz leben und hier etwas bewirken wollen.
    • Liselote Meier 18.06.2019 13:47
      Highlight Highlight In China leben auch 1.2 Milliarden Menschen, vergisst das nicht.

      CO2-Emissionen pro Kopf nach Konsumprinzip hat ein China 8.4 Tonnen pro Person, die Schweiz 23.0 Tonnen pro Personen.


    • olllli 19.06.2019 08:33
      Highlight Highlight @Liselote Meier das stimmt nicht ganz. Von der 1,2 Milliarden Chinesen leben rund die hälfte auf dem Land und die leben immernoch wie vor 1000 Jahren. Würden die auch zivilisiert leben würden die Zahlen ganz anderst aussehen!!
    Weitere Antworten anzeigen
  • eifachöpis 18.06.2019 12:30
    Highlight Highlight Lernt uns doch einmal kennen, bevor hier die immer gleichen Kommentare fallen... z.B. hier: https://www.facebook.com/events/2635741343319090/
  • fandustic 18.06.2019 12:18
    Highlight Highlight Diese täglichen kleinen Klimademos, gerade hier in Bern, werden bei dieser Häufigkeit in absehbarer Zeit nicht einmal mehr wahrgenommen werden. Der Effekt wird verpuffen....da fehlt aus meiner Sicht die richtige Dossierung der Aktivisten.
  • 3klang 18.06.2019 11:58
    Highlight Highlight Dank der direkten Demokratie haben jede/r Bürger/in oder jede Organisation in der Schweiz die Möglichkeit, die Politik mittels einer Initiative direkt zu beeinflussen.
    Wenn also an einer Klimademo alle Teilnehmenden für eine Initiative unterschreiben würden, wäre der Druck auf die Politik nochmals einiges höher...
    • Why-not? 18.06.2019 15:53
      Highlight Highlight Das passiert gerade mit der laufenden Unterschriftensammlung für die https://gletscher-initiative.ch, und das ist sehr gut so.
      Doch das Ziel der Gletscherinitiative ist Netto Null Klimagas-Emissionen bis 2050, das Ziel müsste jedoch viel früher (zwischen 2025 - 2040) erreicht werden. Zudem wird über die Initiative erst etwa in 4 Jahren abgestimmt. Und wiederum gehen 4 wertvolle Jahre verloren...
      Es gibt bekanntlich verschiedene Wege nach Rom, und diese können sehr gut nebeneinander existieren. Es ist zu hoffen, dass die Politik und die Bevölkerung endlich zu versteht, dass es 5 nach 12 ist.
  • Jasmin Nyff 18.06.2019 11:24
    Highlight Highlight Statt sich an das Bundeshausportal zu ketten wäre es mal über das Thema Freizeit und Vergnügen nach zu denken,
    Kreuzfahrtschiffe produzieren soviel CO2 wie 260 Millionen europäische Autos, ist übrigens nur ein Unternehmen. Es wäre mal toll, zuerst bei Vergnügen und Spass anzufangen zu sparen.
    • Zecke 18.06.2019 11:45
      Highlight Highlight Liebe Jasmin
      Ich verstehe Ihren Punkt nicht. Warum können sich Jugendliche nicht engagieren bzw. ein Zeichen setzen, weil noch immer Riesen Dampfer rumkurven? Ich bi überzeugt, dass sich keiner dieser Aktivistinnen und Aktivisten auf so eine Drecksschleuder setzen würden. Wer könnte denn am ehesten Sanktionen/Richtlinien für solche Schiffe aufstellen oder anstreben? Genau – die im Bundeshaus. «Whataboutism» ist eine schwache Argumentation liebe Jasmin.
    • aglio e olio 18.06.2019 12:07
      Highlight Highlight Und wer macht gesetzliche Vorgaben bezüglich des Schadstoffausstosses von Schiffen? Eben.
  • Ökonometriker 18.06.2019 11:06
    Highlight Highlight Warum machen die nicht einfach eine Initiative?
    • ubu 18.06.2019 11:24
      Highlight Highlight Weil sich die Klimakrise nicht mit einer Verfassungsänderung lösen lässt?
    • Ökonometriker 18.06.2019 11:27
      Highlight Highlight @ubu: wenn sie nicht vom der Regierung gelöst werden kann, warum dann dort demonstrieren?
    • sheimers 18.06.2019 12:38
      Highlight Highlight Die Initiative machen sie ja, nennt sich "Gletscherinitiative". Nur eine Initiative wird nicht von alleine angenommen, die muss aktiv beworben werden. z.B. mit so einer Aktion auf dem Bundesplatz.
  • Toerpe Zwerg 18.06.2019 11:05
    Highlight Highlight "Drei von ihnen ketteten sich an die Eingangstüren des Parlamentsgebäudes."

    Warum nicht einfach da angekettet lassen?
    • sheimers 18.06.2019 12:41
      Highlight Highlight ...weil die Politiker sich nicht gerne jeden Tag an ihre Versäumnisse erinnern wollen. Die möchten sich im Bundeshaus möglichst ungestört für die Interessen ihrer Verwaltungsratsmandate einsetzen, von denen sie finanziell profitieren.
  • Clife 18.06.2019 10:47
    Highlight Highlight Von allen Aktivitäten der Aktivisten finde ich die jetzt noch am besten. Jedenfalls besser als Extremistisch irgendwelchen Vandalismus durchzuführen. So sind sie niemandem im Weg, ausser vielleicht den Gefühlen der Parlamentariern, wenn sie vorbeimarschieren möchten 😉
  • Saftladen 18.06.2019 10:36
    Highlight Highlight Ziviler Ungehorsam gegen ein System, das noch immer für einige Wenige auf Kosten des gesamten Planeten und aller noch kommenden Generationen funktioniert. Die Politik soll mal endlich den Mut haben, weiter als bis zum nächsten Wahljahr in die Zukunft zu blicken. Das mag erschreckend sein - ist aber unsere einzige Chance auf ein Leben in einem intakten Ökosystem und auf einem mehrheitlich friedlichen Planeten.

    Tolle Aktion, ich wünschte ich hätte den Mut dieser AktivistInnen!
    • Hier Name einfügen 18.06.2019 11:41
      Highlight Highlight Ja genau, stellen wir wieder mal die Systemfrage, das hat ja bis jetzt jedes mal super funktioniert.

    • Selbst-Verantwortin 18.06.2019 11:46
      Highlight Highlight Demokratie, Initiativen, Referenden, Parteimitgliedschaft kennsch?
      Statt selbst etwas zu tun, ist’s bequemer gegen das „System“ zu wettern (erst noch ohne Angabe, wie es anders sein soll). Tsss.
    • dorfne 18.06.2019 12:18
      Highlight Highlight Der Umweltschutz ist der Politmehrheit nichts wert. Es stehen 2 Initiativen an: "sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung" und "Schweiz ohne synthetische Pestizide". Nur noch Bauern, die so viel Vieh haben wie sie selber Futter produzieren können sollen Subventionen bekommen. Zwei Drittel der Stickstoffeinträge kommen vom Amoniak aus der Gülle. Bundesrst und Parlament sagen zu beiden Initiativen nein. Nicht einmal einen Gegenvorschlag gibt es. Die Übernutzung der Böden samt Vergiftung der Gewässer darf ungebremst weiter gehen. Jetzt liegt es am Volk 2 x Ja zu stimmen.
  • Ridcully 18.06.2019 10:26
    Highlight Highlight Tolle Aktion, die viel Bringt. hat das Klima schon spürbar verbessert.
    Diese ganze Demonstriererei ist doch Heuchelei hoch 3! Wenn Ihr was fürs Klima tun wollt, dann TUT doch einfach was (nicht mehr fliegen, bewusster einkaufen, weniger Reisen, Strom sparen, Konsum reduzieren, auf Plastik verzichten, etc.)
    Ist halt nicht so Medienwirksam, dafür nachhaltiger.
    • Sapien 18.06.2019 11:03
      Highlight Highlight Warum nicht beides machen? Die Verantwortung sollte nicht nur auf dem einzelnen Konsumenten liegen. Die Politik und Konzerne müssen ebenfalls massgebende Entscheidungen zu Gunsten Klimaschutz treffen! Je mehr Aufmerksamkeit dieses Thema hat umso besser, der Mensch vergisst gerne Probleme, man muss den Klimaschutz immer wieder in den Vordergrund rücken!
      Das Problem löst sich nich von heute auf Morgen! Darum ist demonstrieren keine schlechte Sache, es mobilisiert auch Wähler, welche die richtigen Personen in der Politik wählen!
    • ubu 18.06.2019 11:26
      Highlight Highlight Weisst Du was nichts bringt, Ridcully? Das, was Du aufzählst. Individuelles Handeln ist nett, aber es braucht einschneidendere Massnahmen, wenn wir den Klimakollaps abwenden wollen. Und die sind Sache der Politik.
    • Hier Name einfügen 18.06.2019 11:39
      Highlight Highlight @ubu
      Was ist ein Klimakollaps?
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 18.06.2019 10:15
    Highlight Highlight "Die Regierung versage, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um irreversiblen Schäden abzuwenden, schreibt die Gruppe (...)"
    Den Aktivisten scheint unser politisches System leider nur wenig bekannt zu sein.
    Die Regierung kann nur umsetzten, was das Parlament an Gesetzten erlässt und es kann dem Parlament vorschlagen, ein Gesetzt zu erlassen.
    Dies macht Gesetzte, die aber alle dem Referendum unterstellt sind.
    Und über dem ganzen schwebt noch die Verfassung, wie das Referendum entscheiden hier Volk und Stände.
    Bei uns bei der Regierung anzusetzten ist den Gaul von hinten aufzäumen.

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