Timmy lebt gemäss deutschem Meeresmuseum «mit hoher Wahrscheinlichkeit» nicht mehr
Buckelwal Timmy ist wohl tot. Davon gehen Wissenschaftler des deutschen Meeresmuseum in Stralsund aus. In einer Medienmitteilung heisst es:
«Da sich der Wal in einem extrem geschwächten Zustand befand und nach früheren Rettungsversuchen innerhalb kurzer Zeit immer wieder strandete, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er nicht genug Kraft besass, um längerfristig im tiefen Wasser zu schwimmen und nicht mehr lebt.»
Der mehrfach an Ostseeküsten gestrandete Buckelwal wurde am Samstagmorgen im Meer ausgesetzt. Eigentlich sollte ein GPS-Sender Ortsdaten des Buckelwals liefern, doch der Tracker bereitete Probleme. Einzig Vitaldaten des Wals konnten empfangen werden.
Experten hatten bereits seit Wochen gemahnt, dass die Überlebenschancen des Buckelwals eher gering sind. Schon vor Timmys Schwumm in die Freiheit gab es immer wieder Zweifel und Kritik am Rettungsteam. Etwa weil einige Beteiligte kaum bis keine Erfahrung bezüglich Walrettung vorweisen können.
Der Wal beherrschte seit rund zwei Monaten die Schlagzeilen im deutschsprachigen Raum. Der 4 bis 6 Jahre alte Walbulle war Anfang März erstmals in der Ostsee gesehen worden. In den etwa 60 Tagen bis zum Transport lag er rund zwei Drittel der Zeit in Flachwasserzonen, zuletzt vor der Insel Poel. (ome)
