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3 Tote: Ukraine greift Krim und Moskau an – Kreml: 556 Drohnen

3 Tote: Ukraine greift Krim und Moskau an – Kreml spricht von 556 Drohnen

Bei massiven ukrainischen Gegenangriffen mit mehr als 100 Drohnen sind nahe Moskau nach Angaben russischer Behörden mindestens drei Menschen getötet worden
17.05.2026, 08:4517.05.2026, 15:26

Der Gouverneur des Moskauer Gebiets Andrej Worobjow sprach auch von fünf Verletzten, nachdem im Zuge der Angriffe zahlreiche Wohnhäuser beschädigt worden seien.

In Moskau berichtete Bürgermeister Sergej Sobjanin von zwölf Verletzten beim Angriff auf eine Ölraffinerie. Getroffen worden seien Bauarbeiter nahe der Anlage, das Werk selbst sei technisch weiter intakt.

FILE - A Ukrainian made FPV fibre optic drone flies at a military market place at an undisclosed location in the Kyiv region, Ukraine, Jan. 29, 2025. (AP Photo/Efrem Lukatsky, File)
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Die Ukraine und Russland decken sich mit Drohnenangriffen ein. (Symbolbild)Bild: keystone

Eigentlich rühmt sich die Hauptstadtregion damit, über die beste und dichteste Flugabwehr in Russland zu verfügen. Treffer gab es zwar schon in der Vergangenheit. Die Hauptstadtmedien berichten nun aber von einem der heftigsten ukrainischen Angriffe seit Beginn der russischen Invasion vor mehr als vier Jahren – und den grössten seit Jahresbeginn.

Die Russen erleben zunehmend, wie der von Kremlchef Wladimir Putin befohlene Krieg gegen die Ukraine auf sie selbst zurückschlägt. «Allen Verletzten wird die notwendige medizinische Hilfe zuteil. Den Familien der Verstorbenen und Verletzten werden wir auf jeden Fall helfen», teilte Worobjow bei Telegram mit.

Selenskyj: Angriffe auf Moskau «völlig gerechtfertigt»

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Gegenschläge mit Drohnen gegen Moskau und die Hauptstadtregion als «völlig gerechtfertigt» bezeichnet. Es handele sich um die Reaktion des Landes auf den andauernden russischen Angriffskrieg, teilte der Staatschef bei Telegram mit. Er veröffentlichte auch ein Video mit einer grossen Rauchwolke in der Ferne – als angeblichen Beweis für die folgenreichen Angriffe nahe Moskau.

«Die Konzentration der russischen Luftabwehr in der Region Moskau ist am grössten. Aber wir überwinden sie», sagte Selenskyj. Die ukrainischen weitreichenden Drohnen hätten Ziele in 500 Kilometer Entfernung von der Staatsgrenze der Ukraine erreicht. «Wir sagen den Russen ganz klar: Ihr Staat muss diesen Krieg beenden», sagte er weiter. «Die ukrainischen Hersteller von Drohnen und Raketen setzen ihre Arbeit fort.»

Bei den Gegenschlägen gegen russische Ziele arbeiten der ukrainische Geheimdienst SBU und das Militär oft zusammen. «Ich danke dem SBU und allen Verteidigungskräften der Ukraine für ihre Treffsicherheit», sagte Selenskyj.

Russland: Fast 600 ukrainische Drohnen abgeschossen

Auf den Flughäfen der Hauptstadt sassen Reisende stundenlang fest, weil es wegen der Drohnengefahr zeitweilig keine Starts und Landungen gab. Dutzende Flüge fielen aus, verspäteten sich oder wurden auf andere Airports umgeleitet.

Kiew wehrt sich mit diesen Gegenschlägen gegen Putins Krieg. Das russische Verteidigungsministerium behauptete am Morgen, in verschiedenen Regionen 586 Drohnen abgeschossen zu haben. Das wäre eine überdurchschnittlich hohe Zahl. Von unabhängiger Seite sind diese Angaben nicht überprüfbar. Allein in Moskau berichtete Bürgermeister Sobjanin in seinem Telegram-Kanal von mehr als 120 abgeschossenen Flugobjekten.

In Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine starb laut örtlichen Medien ein Mann in einem Lastwagen, als das Fahrzeug von einer Drohne getroffen wurde. Eine offizielle Bestätigung der Behörden gab es zunächst nicht.

Die Zahlen der toten und verletzten Zivilisten sowie Schäden auf russischer Seite stehen in keinem Verhältnis zu den um ein Vielfaches höheren Verlusten und massiven Zerstörungen in der Ukraine durch Moskaus verheerenden Angriffskrieg.

Selenskyj: 52 Tote und Hunderte Verletzte in einer Woche

Selenskyj hatte nach den tödlichen russischen Attacken Vergeltung angedroht. Allein in der zurückliegenden Woche hätten die Russen über 3.170 flugzeugähnliche Drohnen, mehr als 1.300 Gleitbomben und 74 Raketen und Marschflugkörper gegen die Ukraine eingesetzt.

«Leider kamen infolge der Angriffe im Laufe der Woche 52 Menschen ums Leben», teilte er am Morgen in seinem Telegram-Kanal mit. Weitere 346 Menschen seien verletzt worden, darunter 22 Kinder.

«Unsere Bevölkerung braucht mehr Schutz, und alles, was die ukrainische Luftabwehr unterstützt, trägt letztlich dazu bei, Leben zu retten», sagte er. Die Ukraine brauche mehr Schutz gegen ballistische Raketen – und stärkere Unterstützung von ihren Verbündeten. Die ukrainische Flugabwehr meldete am Morgen, dass Russland mit fast 300 Drohnen angegriffen habe, 279 seien unschädlich gemacht worden.

Drohnenalarm in Lettland: Flugobjekt durchquert Luftraum

Im Baltikum informierten die Streitkräfte des EU- und Nato-Mitglieds Lettland Anwohner über eine mögliche Bedrohungslage durch eine Drohne im Osten des Landes. Das Flugobjekt sei am Morgen in den Luftraum eingedrungen und habe diesen dann wieder verlassen, teilten die Streitkräfte mit. Kampfjets der Nato seien aktiviert worden, hiess es, ohne nähere Angaben. In der Vergangenheit kam es bereits zu Explosionen durch Drohnenvorfälle auf lettischem Gebiet.

«Solange die russische Aggression in der Ukraine andauert, ist es möglich, dass es erneut zu Vorfällen kommt, bei denen ausländische Drohnen in den lettischen Luftraum eindringen oder sich diesem nähern», teilte das Militär weiter mit. Der Luftraum werde ständig überwacht, gemeinsam mit den Nato-Verbündeten sei auch schnelle Reaktion auf Bedrohungslagen gewährleistet. (sda/dpa)

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Voraus denken!
17.05.2026 10:20registriert März 2022
Alles was dem Drecksstaat Ruzzland schadet ist willkommen. Ruzzland ist eine reale Bedrohung für den europäischen Weg von Wohlstand und Sicherheit.

Wir müssten auch als Schweiz endlich Anschluss zu Europa finden und uns an der Sicherheit beteiligen. Dazu gehört auch eine klare Abgrenzung zu Kräften die uns bedrohen.

Es muss viel härter gegen Propaganda aus dem Ausland vorgegangen werden. Aber das würde die hiesigen Rechtspopulisten auch einschränken. Deren Sponsoren haben eigene Interessen und deshalb wir ddas dumme Wahlvieh mit möglichst absurdem Quatsch abgelenkt.
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Rechner
17.05.2026 11:19registriert August 2022
Weiter so. Die Russen müssen den Krieg auch selbst zu spüren bekommen.
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hgehjvkoohgfdthj
17.05.2026 09:31registriert März 2020
Vor allem die Angriffe auf Moskau dürften sie ruhig noch etwas verstärken.
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