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USA und Südkorea reagieren mit Militärmanöver auf Nordkoreas Rakete



Nach dem erneuten Raketentest Nordkoreas haben die USA und Südkorea ein gemeinsames Militärmanöver mit scharfer Munition abgehalten.

Als Warnung an die Führung in Pjöngjang feuerten die Streitkräfte am Samstagmorgen Kurzstreckenraketen vor der Ostküste Südkoreas ins Meer, wie die US-Armee mitteilte. Zuvor hatten die USA und Südkorea angekündigt, über eine mögliche «militärische Antwort» zu beraten.

Nordkorea hatte nach US-Angaben am Freitag zum zweiten Mal innerhalb eines Monats eine Interkontinentalrakete abgefeuert. Das Geschoss sei etwa tausend Kilometer weit geflogen und in das Japanische Meer gestürzt. Die internationale Gemeinschaft verurteilte den Raketentest, der wenige Stunden nach einem Sanktionsbeschluss des US-Senats gegen Pjöngjang erfolgte. Das Pentagon teilte mit, die USA und Südkorea erörterten «mögliche militärische Antwortoptionen».

UNO extrem verärgert

Nordkorea arbeitet seit Jahren an der Entwicklung von Atomwaffen sowie Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe womöglich bis in die USA getragen werden könnten. Der UNO-Sicherheitsrat verhängte mehrfach Sanktionen gegen das international weitgehend isolierte Land.

UNO-Generalsekretär António Guterres verurteilte den jüngsten nordkoreanischen Raketentest denn auch scharf. «Das ist schon wieder eine offensichtliche Verletzung von Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats», sagte Guterres am Freitag (Ortszeit) in New York. Er rief Nordkorea dazu auf, sich an seine Verpflichtungen zu halten und mit der internationalen Gemeinschaft endlich zusammenzuarbeiten.

US-Präsident Donald Trump bezeichnete den jüngsten Raketentest Nordkoreas als «rücksichtlose und gefährliche Aktion». Nordkoreas Streben nach Interkontinentalraketen isoliere das Regime weiter, schwäche seine Wirtschaft und schade seinem Volk, sagte Trump am Freitag. «Die Vereinigten Staaten werden alle notwendigen Schritte unternehmen, um die Sicherheit des amerikanischen Vaterlands zu gewährleisten und unsere Verbündeten in der Region zu schützen», sagte der US-Präsident.

Das Regime triumphiert

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un verkündete derweil, mit Interkontinentalraketen die USA erreichen zu können. Der Test habe Nordkoreas Fähigkeiten demonstriert, «an jedem Ort und jederzeit» eine Rakete starten zu können, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Samstag. Staatschef Kim Jong Un habe erklärt, dass nun das «gesamte US-Festland innerhalb unserer Reichweite» liege.

Bei dem Test am Freitag sei eine verbesserte Version einer Interkontinentalrakete des Typs Hwasong-14 abgefeuert worden, berichtete KCNA weiter. Die Rakete habe während ihrer 47-minütigen Flugzeit eine maximale Höhe von 3724.9 Kilometer erreicht und sei 998 Kilometer weit geflogen. (sda/afp/dpa/reu)

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