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Mehr Schweizer Start-ups dank tiefen Zinsen und «Teilzeitgründern»

04.11.2019, 10:2905.11.2019, 10:05
Start-ups in der Schweiz, zum Beispiel: Aerotain, welches Drohnen produziert.
Start-ups in der Schweiz, zum Beispiel: Aerotain, welches Drohnen produziert.
Bild: KEYSTONE

Die Stimmung in der Schweizer Start-up-Szene ist weiterhin gut und die Anzahl neu gegründeter Firmen ist 2019 auf Rekordkurs. Zu verdanken ist der Gründungswettlauf dem tiefen Zinsumfeld und Gründern, die in der Startphase für ihr neues Unternehmen nur Teilzeit arbeiten.

Von Januar bis Ende Oktober diesen Jahres wurden laut der auf Unternehmensgründung spezialisierten Plattform startups.ch insgesamt 36'590 neue Firmen in das Schweizer Handelsregister eingetragen. Die Anzahl neuer Einträge im Handelsregister sei damit im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,75 Prozent angestiegen.

Begründet wird die gute Gründerstimmung in einer Mitteilung vom Montag mit der wachsenden Anzahl sogenannter «Part-Time-Preneure» – sprich Unternehmensgründer auf Teilzeitbasis. Solche «Teilzeitgründer» würden nicht gleich zu Beginn ihrer Selbstständigkeit alle ihre Arbeitszeit für die eigene Firma einsetzen, sondern in Teilzeitarbeit ihr eigenes Unternehmen führen.

Demnach behalten laut startups.ch immer mehr Unternehmensgründer vorerst ihre angestammte Anstellung und reduzieren das Pensum je nach Erfolg ihres Start-ups schrittweise. Dieser Trend sei vor allem im Onlinehandels-Geschäft sowie immer mehr auch im handwerklichen Bereich zu beobachten.

Tiefe Zinsen helfen

Ein weiterer Grund für die gute Stimmung in der Start-up-Branche sei das tiefe Zinsumfeld. Dieses dürfte laut startups.ch auch in Zukunft für Wachstum in der Gründerszene sorgen. Denn Investoren seien angesichts der tiefen Zinsen vermehrt bereit, Gelder in Jungunternehmen zu investieren.

Mit Blick auf die einzelnen Regionen der Schweiz zeige sich zudem, dass sich der Kanton Waadt unter Neugründern weiterhin grosser Beliebtheit erfreue. Konkret wurden im Westschweizer Kanton bis Ende Oktober 3886 Neueinträge im Handelsregister registriert, ein Plus von 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Aber auch die Ostschweiz habe an Attraktivität gewonnen. So verzeichne etwa der Kanton St. Gallen mit 1920 Neugründungen ein Plus von knapp 11 Prozent.

Demgegenüber habe sich die Gründerstimmung im Kanton Zug, wo sich in den Vorjahren viele neue Firmen angesiedelt haben, die sich von der Blockchain-Technologie neue Geschäftsmodelle versprachen, klar eingetrübt. In der einst boomenden und als «Crypto Valley» bekannten Wirtschaftsregion sei die Goldgräberstimmung einstweilen vorbei. Der Kanton Zug zähle rund 10 Prozent weniger Neueinträge in den ersten zehn Monaten. (aeg/sda/awp)

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