Basel
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Der Basler Mordfall Ilias (7): Wie Täterin Alice F. zur Querulantin wurde

Quellen aus dem Bundesarchiv zeigen die narzistische Kränkung ihres Lebenspartners Rolf R. nach einem Streit unter Kollegen.

Christian Mensch / ch media



Rolf R. war die einzige Liebe im Leben der Alice F. Mit der Tötung von Ilias (7) in Basel vor einem Jahr brachte sie wahnhaft zu Ende, was sie zusammen mit Rolf R. angefangen hatte. Sie vollzog, womit er gedroht hatte. Wie diese tragische Geschichte ihren Anfang nahm, ist säuberlich in einem Dossier im Bundesarchiv hinterlegt.

Ansicht des Tatorts, wo ein siebenjaehriger Schulbub Opfer eines Toetungsdelikts geworden ist, am Donnerstag, 21. Maerz 2019 in Basel. Mutmassliche Taeterin ist eine 75-jaehrige Frau. Sie wurde festgenommen. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Trauerkerzen am Ort, wo Illias sterben musste. Bild: KEYSTONE

Zwischen Juli 1973 und März 1975 verkaufte Rolf R. einem Bekannten Briefmarken, Münzen und Medaillen im Wert von insgesamt 7315 Franken. In 13 Teilzahlungen überwies der Käufer 1197 Franken. 15 vereinbarte Zahlungen über total 6118 Franken waren jedoch noch offen, als sich aus der freundschaftlichen Geschäftsbeziehung eine folgenschwere Feindschaft entwickelte.

Im Juni 1975 schickt Rolf R. seinem Bekannten einen Zahlungsbefehl über den ausstehenden Betrag und zieht mit der Forderung vor Gericht, als dieser nicht zahlt. Sein eigener Anwalt rät ihm dringend ab, da gemäss Abzahlungsvereinbarung zu diesem Zeitpunkt nur ein Teil der Summe fällig gewesen sei.

Doch Rolf R. ist nicht zu belehren. Zwei Jahre später weist das Bezirksgericht Arlesheim die Klage ab und erlegt Rolf R. die Gerichts- und Anwaltskosten auf. Mit diesem Urteil kann er sich nicht abfinden. Es ist dies, was Psychiater als die auslösende narzisstische Kränkung bezeichnen.

Rolf R. wendet sich an die Baselbieter Regierung, um seiner Empörung Luft zu machen. Als diese sich für nicht zuständig erklärt, schreibt er Bundesrat Kurt Furgler, dem damaligen Justizminister: «Bis zur definitiven Abklärung des Prozesses werden wir uns (meine Braut und ich) vor jeglicher Steuerzahlung distanzieren, da wir ja in einem Kanton leben, in dem wir nur Pflichten und keine Rechte haben.»

Ausserordentlich höflich, wenn auch abschlägig entgegnet das Departement: «Wir bedauern, Ihnen keinen anderen Bericht geben zu können, und grüssen Sie freundlich mit vorzüglicher Hochachtung.»

Kurz nach diesem ersten starten Rolf R. und Alice F. einen weiteren Rechtsstreit, nun mit dem Vermieter, der die Wohnung gekündet hat. Ein «Racheakt» sei dies gewesen, sagt Rolf R. vor Gericht. Dieses lehnt die geforderte Mieterstreckung «um zwei bis drei Jahre» ab, da die Kündigung ordnungsgemäss erfolgt sei und kein Härtefall vorliege.

Sowohl mit dem Münzhandel wie mit dem Mietstreit zieht Rolf R. vor Bundesgericht. Dieses macht ihn darauf aufmerksam, dass seine Klagen aussichtslos seien. Doch Rolf R. zahlt den Gerichtsvorschuss, um die erwartbaren Urteile zu erhalten: Das Bundesgericht tritt auf die Beschwerden gar nicht erst ein.

Auf den Münz- und Mietstreit folgt die totale Verweigerung

Wieder gelangt Rolf R. an Furgler. Der Bundesrat habe den Brief persönlich gelesen, schreibt das Sekretariat zurück. Die geforderte Audienz könne aus zeitlichen Gründen nicht gewährt werden, was Rolf R. sicher verstehe. Zudem, schiebt das Sekretariat das eigentliche Argument hinterher, könne der Justizminister nicht in ein Rechtsverfahren eingreifen.

Der sowjetische Staatschef und Generalsekretaer der KPdSU, Michail Gorbatschow (rechts) wird von Bundesrat Kurt Furgler bei seiner Ankunft auf dem Flughafen Genf-Cointrin begruesst, aufgenommen beim amerikanisch-sowjetischen Gipfeltreffen in Genf, das vom 19. - 21. November 1985 stattfand. (KEYSTONE/Str)

Der damalige Bundesrat Kurt Furgler (l.), 1985 mit Michail Gorbatschow in Genf. Bild: KEYSTONE

Während der Vermieter die Klagen über sich ergehen lässt, wehrt sich der Münzen-Käufer erfolgreich mit Gegenklagen, da Rolf R. seinerseits Verpflichtungen nicht einhält. Nun schuldet Rolf R. seinem Kontrahenten Geld und hat Anfang 1979 eine Pfändungsankündigung im Haus. Auch dagegen legt er Rechtsmittel ein.

Im gleichen Jahr öffnet Rolf R. eine neue Front. Er weigert sich, dem Aufgebot für einen zweitägigen Kurs des Zivilschutzes Folge zu leisten. Die verhängte Busse für unbegründetes Fernbleiben von 150 Franken schlägt er in den Wind. Und als deswegen die Polizei bei ihm aufkreuzt, beschuldigt er diese der Sachbeschädigung.

Daraus steigert sich Rolf R. in einen Versicherungsfall, den er ebenfalls durch alle Instanzen treibt. Das Verständnis von Gewaltenteilung kommt Rolf R. und Alice F. mit fortgesetztem Querulantentum vollständig abhanden. 1980 gelangen sie an die Eidgenössischen Räte mit der Forderung, das Parlament habe die Neuansetzung aller Prozesse anzuordnen. Dann seien sie auch wieder bereit, Steuern zu bezahlen.

Die Schreiben werden immer ultimativer und drohender

Schubweise überziehen Rolf R. und Alice F. in der folgenden Zeit Behörden aller Instanzen mit Eingaben und Beschwerden. Den Präsidien von National- und Ständerat schickte das Paar «Anklageschriften» zu. Diese schreiben höflich zurück, der Rechtsweg sei leider erschöpft und die eidgenössischen Räte hätten in dieser Sache keine Kompetenzen.

Rolf R. schreibt zurück: «Ich teile Ihnen mit, dass ich Ihre Stellungnahme und Ihre Handlungsweise nie akzeptieren werde.» Sämtliche Gerichtsurteile seien «mit einer mutmasslichen Intrige, mit Korruption, nachweisbarem Betrug und Urkundenfälschung» gefällt worden.

Rolf R. stellt Ultimaten mit einer verqueren Logik: Sollte das Parlament seinen Fall nicht in der nächsten Session traktandieren, gelte dies ihm als Bestätigung, dass die Urteile nicht mit dem Gesetz übereinstimmten und er «nicht mehr dem Gesetz unterstellt» sei. Auch der Europäische Gerichtshof in Strassburg wird nun mit Eingaben eingedeckt.

Die Wortwahl von Rolf R. wird immer ungehaltener, die Briefe sind von Ultimaten durchsetzt. Es häufen sich gleichzeitig die Zahlungsbefehle für offene Gerichtskosten. Die Betreibungen bezeichnet Rolf R. als Gewaltanwendung, «worauf der Bürger aus Notwehr» antworten kann.

«So wäre ich leider gezwungen, dieser verbrecherischen Justizkorruptionsaffäre ein Ende zu bereiten nach dem Motto ‹wenn Politiker versagen, sprechen die Waffen›.»

Rolf R., Drohschreiben ans Bundesgericht

Auch Petitionen gehören nun zum Instrumentarium, das Rolf R. auf kantonaler und eidgenössischer Ebene ins Feld führt. Unter dem Stichwort der «Justizkorruptionsaffäre» werden die Dokumente abgelegt. Das Sekretariat der Bundesversammlung schreibt: «Die Petitionskommissionen können nur bestätigen: Für das Parlament ist ein rechtskräftiges gerichtliches Urteil verbindlich und unumstösslich.» Weitere Eingaben würden daran nichts ändern und Rolf R. sei gebeten, «davon abzusehen».

Die Weigerung der Behörden, die Justizmaschinerie erneut anzuwerfen, sieht Rolf R. als «Auftrag und Befehl», das Recht in die eigene Hand zu nehmen, und dass «jedes Mittel und jeder Weg erlaubt und straffrei sein wird».

Im Sommer 1985 spitzt sich die Lage zu, als das Bundesgericht mitteilt, es werde auf alle weiteren Eingaben nicht mehr reagieren. Rolf R. schreibt zurück: Sollte das Bundesgericht nicht innerhalb von zwei Wochen mit ihm eine Sitzung durchführen, «so wäre ich leider gezwungen, dieser verbrecherischen Justizkorruptionsaffäre ein Ende zu bereiten nach dem Motto ‹wenn Politiker versagen, sprechen die Waffen›».

Arnold Koller, Bundesrat, aufgenommen im August 1998 im Sitzungszimmer des Bundesrats im Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Arnold Koller, Bundesrat, aufgenommen im August 1998 im Sitzungszimmer des Bundesrats im Bundeshaus in Bern. Bild: KEYSTONE

Und dem damaligen Nationalratspräsidenten und späteren Bundesrat Arnold Koller schreibt er: «Ich ersuche Sie, mir mitzuteilen, ob in diesem Rechtsstaat eine Justizkorruptionsaffäre tatsächlich mit der Waffe in der Hand beendet werden muss.» Das letzte Dokument im Dossier des Bundesarchivs ist ein weiteres, höflich verfasstes, aber abschlägiges Schreiben von Koller, das mit den Worten endet: «Wir bitten Sie um Verständnis für diese Rechtslage und ersuchen Sie, auf weitere Drohungen zu verzichten.»

Rolf. R. hat seine Drohung nicht wahr gemacht. 14 Jahre später ist er gestorben. Alice. F. hat daraufhin die wahnhafte Mission alleine weitergeführt. Auch sie hat Fristen gesetzt, gedroht und sich über das Gesetz gestellt, sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden.

Am 21. März 2019 hat sie ihre Drohung umgesetzt. Die mittlerweile 75-jährige Frau nahm sich dabei ein Kind, das schwächste Glied der Gesellschaft, vor – den 7-jährigen Ilias. (bzbasel.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hoci 22.03.2020 16:55
    Highlight Highlight Sollte man Leute die Drohungen gegen Leib und Leben oder den Griff zur Waffe ankündigen, nicht Anzeigen und wegsperren? Vielleicht hätte es geholfen oder ambulante Zwangsbetreuung..
  • sowhat 22.03.2020 13:37
    Highlight Highlight Offene Frage: ist es aus psychologischer Sicht überhaupt möglich, eine solche Spirale aufzubrechen?
    • Hoci 22.03.2020 16:52
      Highlight Highlight Es gibt immmer eine Möglichkeit.
      Das Problem war auch seine Partnerin, die ihn bestätigt hat.
    • insert_brain_here 22.03.2020 18:16
      Highlight Highlight Es ist halt so, dass notorischen Rechthabern zu wenig widersprochen wird. Es ist den meisten Menschen zu dumm sich ohne Aussicht auf Besserung zumzuärgern und so lässt man den Querulanten oft ihren Willen, was diese leider als Bestätigung empfinden. Macht dann jemand einfach unbeirrt seinen Job und zieht die Linie können sie nicht damit umgehen und drehen durch.
    • sowhat 22.03.2020 19:19
      Highlight Highlight @Hoci,ja aber sie ist ja am Ende Amok gelaufen.
      Ich frage mic, ob es möglich wäre, bei einer solche Häufung von fehlgeleiteten Briefen an die Behörden, eine Art psychlogische Einschätzung und ggf entsprechende Behandlung von Amtes wegen einzuleiten. Ooohne die persönliche Freiheit der Betroffenen zu verletzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Octavius 22.03.2020 13:36
    Highlight Highlight Was ich nicht verstehe, in den Jahren war es einfacher jemand in eine Klinik zu überweisen.
    Irgend jemand, hätte doch mit dem Mann ein Gespräch führen sollen.
    All die briefliche absagen ,habe doch nur ihn noch mehr in seinen Wahn getrieben. Alle wussten,das er einen Zacken ab hat aber keiner hat trotz den Drohungen nichts unternommen.
  • slick 22.03.2020 13:29
    Highlight Highlight Kann Rolf R. gut verstehen. Hatte selbst auch schon mehrere Verfahren gegen den Staat. Die meisten habe ich zum Glück gewonnen. Diejenigen, die ich ungerechterweise verloren habe, empfinde ich aber gewissermassen auch als Kränkung. Gewisse Staatsgewalten sind leider in der Praxis nicht so getrennt, wie sie sein sollten.
    • Zyniker haben es leichter 23.03.2020 00:21
      Highlight Highlight Wenn Du schon mehrere Verfahren hattest, bist ev. Du das Problem.
    • Spooky 23.03.2020 06:30
      Highlight Highlight slick

      Guter Kommentar
  • Makatitom 22.03.2020 12:55
    Highlight Highlight .... Ich vermisse übrigens Die Erwähnung dass bereits lange vor der schrecklichen Tat die Hetze gegen Muslime, vor allem aus den Reihen der aargauischen Nationalblocheristen, aber auch von 2 Zürcher Christextremisten mit gleichem Vor amen, exponentiell zugenommen hat. Meiner Meinung nach ist solche Hetze Katalysator für solche gestörten Menschen und die, die diese Hetze verbreiten tragen an diesem Mord ebenso eine Mitschuld wie bspw an den Massakern von Christchurch, Halle und Hanau
    • Saraina 22.03.2020 19:51
      Highlight Highlight Hast du irgend eine Information, dass die Frau überhaupt wusste, dass das Kind nicht aus einer Schweizer Familie stammte? Und selbst wenn sie das wusste, was ich nicht glaube, dass die Familie Muslime sind? Weil doch ein beträchtlicher Anteil der Albaner katholisch sind.

      Im Gegensatz zu Christchurch und Hanau ging es hier einfach um ein Opfer, das maximale Aufmerksamkeit generiert, nämlich ein Kind. Irgend ein Kind.
  • Makatitom 22.03.2020 12:49
    Highlight Highlight Phuuuu, heftig, wenn ich bedenke dass zu dieser Zeit Menschen für viel weniger psychiatrisch untergebracht wurden. Furgler hatte halt damals keine Zeit, er musste wegen seiner Karriere dafür sorgen, dass 1stens nicht bekannt wurde dass er Geheimdienstleute zur Unterstützungs des Apartheidregimes nach SA schickte und 2tens auf den Befehl des US-Aussenimisters dafür sorgen dass einem CH-Brigadier der Verrat eines Luftabwehrsystems in die Schuhe geschoben wird.......
  • Unicron 22.03.2020 10:35
    Highlight Highlight Und das tragische ist ja, diese Leute sehen sich absolut im Recht. Sie denken dass da WIRKLICH eine Verschwörung gegen sie läuft.
    Ich habe mal mit jemandem zusammengearbeitet die ein bisschen ähnlich war. Alles musste immer die Schuld von jemandem sein. Zb wenn ihr Computer abgestürzt ist, dann war es nicht das "scheiss System", sondern jemand hat sie absichtlich sabotiert. Wenn sie einen Fehler gemacht hat, dann hat da auch jemand nachträglich was geändert. Ihre ganze Familie hatte sich schon von ihr distanziert. Das muss schrecklich sein, du denkst du hast recht und niemand glaubt dir.
  • Shelley 22.03.2020 10:32
    Highlight Highlight Ich bin immer noch sprachlos über diese unglaubliche und sinnlose Tat. Der kleine Bub war ein unschuldiges und wehrloses Kind. Die Täterin nun einfach als verwirrt abzutun ist zu einfach. Vielmehr scheint es sich um eine der vielen bösartigen, rassistischen Personen zu handeln, welche in den letzten Jahren Auftrieb erhielten, und sich alle für kleine Könige halten. Bestrafen und lebenslang einsperre.
  • Ohniznachtisbett 22.03.2020 10:12
    Highlight Highlight Die Geschichte ist noch absurder und wegen dem toten Buben noch tragischer als der Fall Kneubühler.
  • stadtzuercher 22.03.2020 09:35
    Highlight Highlight "Sie vollzog, womit er gedroht hatte."

    Ah, sie hat nur vollzogen? Ich dachte, sie hat ein Kind gemordet.
  • Peter Mü 22.03.2020 09:06
    Highlight Highlight @olmabratw.... In Basel und Region muss man immer noch schauen zu welcher Clique die Richter und Anwälte gehören. Sonst wird man plötzlich selber zum Einbrecher in sein eigenes Haus und der Einbrecher Tambourmajor erhält eine Entschädigung. Das ist eben die Garde von die Basel ziert.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 22.03.2020 08:50
    Highlight Highlight Die Frau hatte wohl auch eine ausländerfeindliche Gesinnung, wenn man sich ihre Geschichte anschaut.
    • Trompete 22.03.2020 09:03
      Highlight Highlight Aufgrund welcher Aspekte ihrer Lebensgeschichte unterstellst du ihr "eine wohl ausländerfeindliche Gesinnung"? Ich konnte davon im Artikel nichts finden.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 22.03.2020 20:36
      Highlight Highlight Trompete, wer einen Bundesrat Briefe schreibt, damit diese Hoheit die Dinge für einen zurecht biegt, hat auch ein Weltbild wer oben und unten ist. Man kann 1 und 1 zusammenzählen. Das Opfer war ein albanisches Kind. Darf ich raten, Sie sind weiss, männlich, Schweizer und waren selber nie Opfer von Rassisten, darum auch die naive Frage.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 23.03.2020 07:12
      Highlight Highlight @ Stefan Morgenthaler-Müller
      Kann sein, muss aber nicht. Der Artikel sagt nichts darüber. Können Sie aufhören, @ Trompete Eigenschaften zu unterstellen, die sich hier ebenfalls nicht belegen lassen? Vorurteile werden Sie nicht mit Vorurteilen los.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yogi Bär 22.03.2020 08:47
    Highlight Highlight Einfach traurig...
  • marcog 22.03.2020 08:40
    Highlight Highlight Mich würde mal noch interessieren, wie Rolf R. für sein renitentes Verhalten von der Justiz bestraft wurde und wie die Justiz heute mit einem solchen Fall umgehen würde. Geldstraffen schienen ihn ja nicht weiter zu interessieren, also vermute ich, dass er doch einige Zeit im Gefängniss verbracht haben musste. Zudem hat er so viele Drohungen ausgesprochen, dass er dafür in die Psychiatrie eingewiesen werden könnte.
  • Caerulea 22.03.2020 08:39
    Highlight Highlight Die Beiden hätten wohl wirklich psychisch betreuut werden sollen.
    Gab es denn keine Möglichkeit sie wenigstens nach dem androhen von Gewalt einzuweisen?
    Für mich klingt das ganze nach Hilferufen.
  • Lienat 22.03.2020 08:35
    Highlight Highlight Ich will gar nicht daran denken, wie viele solche Spinner sonst noch unter uns leben. Es ist mir völlig klar, dass Freiheit und Menschenwürde hohe Güter sind, die es zu schützen gilt. Aber spätestens nach der Drohung mit Waffengewalt wäre in so einem Fall eine Einweisung in eine geschlossene Anstalt fällig - nicht als Strafe, sondern zum Schutz des Umfeldes.
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 22.03.2020 07:58
    Highlight Highlight Es gibt solche Fälle leider gar nicht so selten im Justizwesen, wenn auch nicht alle derart dramatisch enden.

    Ich schliesse gar nicht aus, dass irgendwann zu Beginn auch tatsächlich mal etwas nicht korrekt verlief. Diese Leute sind dann aber nicht in der Lage adäquat darauf zu reagieren, übersteuern und stürzen sich letztlich selbst ins Elend.
    • Nik G. 22.03.2020 10:21
      Highlight Highlight Und das sind dann die Trolle rechte Verschwörungstheoretiker, Religiöse Fanatiker im Internet.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 22.03.2020 17:46
      Highlight Highlight @Nik G.

      Das kann ich mir gut vorstellen. So Leute haben ja einen Leidensdruck und suchen Feindbilder.

      Man kann aber vermutlich nicht alles, was in den Kommentarspalten geschieht, so erklären.

      Und ich möchte die Frage aufwerfen, wie können wir mit so schwierigen Leuten vielleicht besser umgehen? Ich will nicht missverstanden werden: Die Gesellschaft ist nicht Schuld daran, wenn sowas passiert.

      Aber weil es so Leute unter uns einfach gibt, und das zu schlimmsten Folgen führen kann, finde ich es lohnenswert, wenn wir uns darüber Gedanken machen.

    • Borki 22.03.2020 19:48
      Highlight Highlight @olmabrotwurscht: Vielleicht brächte es etwas, in einer frühen Phase mit solchen Leuten tatsächlich zusammen zu sitzen. Es gäbe dem "bösen Staat" ein Gesicht.

      Und bei wiederholten Drohungen mit letaler Gewalt ab in die kleine Verwahrung.
  • Eyeore 22.03.2020 07:43
    Highlight Highlight Kaum zu glauben, dass eine solche Tragödie vor x-Jahrem wegen ein paar Briefmarken gestartet hat. Der Mensch ist nach wie vor das gefährlichste Tier auf diesem Planeten.
    All diese Details werden es den Eltern von Ilias kaum leichter machen, den unendlichen Schmerz zu lindern.

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